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Empfehlung des Runden Tisches:Marienkirche

Marienkirche
Datum:
29. Juni 2026
Von:
Runder Tisch

Im Rahmen des Zukunftsdialogs "Vertraute Orte - Neues Leben" haben die Mitglieder des Runden Tisches Empfehlungen  für die zukünftige Nutzung der Hildegardkirche, der Marienkirche und der Michaelskirche ausgesprochen.

Die einzelnen Empfehlungen werden wir Ihnen in alphabetischer Reihenfolge in den nächsten Tagen für jeden Kirchenstandort vorstellen. 

Für die weitere Diskussion und nachfolgende Aufgaben und Arbeitsschritte zur künftigen Nutzung der Marienkirche spricht der Runde Tisch den verantwortlichen Gremien der Pfarrei Hl. Johannes XXIII. folgende Empfehlung aus: 

Marienkirche als Potenzialraum

Innenraum der Marienkirche

Die Marienkirche stellt aufgrund ihres Alters den Nukleus der Katholischen Kirche in Viernheim dar. Die damit einhergehende Sensibilität des Standorts als religiöser Ort wie auch die damit persönlich verbundenen Emotionen einiger Viernheimer Bürgerinnen und Bürger sind dem Runden Tisch bewusst, losgelöst von den für den Beteiligungsprozess formulierten Rahmenbedingungen und der vor diesem  Hintergrund ausgesprochenen Empfehlung für eine künftige Nutzung der Marienkirche. 

Grundsätzlich wird die derzeitige Nutzung der Marienkirche durch die Baptisten begrüßt. Sie stellt eine adäquate (Zwischen-) Nutzung der Marienkirche dar, generiert Miteinnahmen zum Begleichen laufender Kosten und vermeidet aktuell den Leerstand des Kirchengebäudes.

Perspektiven für die künftige Nutzung

Im Rahmen des Beteiligungsprozesses wurden viele Nutzungsideen für die Marienkirche formuliert. Der Runde Tisch ordnet die aus dem Beteiligungsprozess heraus entwickelten drei Projektskizzen allesamt als interessante und weiterzuverfolgende Nutzungsoptionen für die Marienkirche ein, wenngleich keine der diskutierten Nachnutzungen sich als hervorgehobene Lösung aufdrängt. Sie spiegeln aus Sicht des 
Runden Tisches aber die vorstellbare Bandbreite möglicher Nutzungen gut wider. Die formulierte Idee, den Altarraum der Marienkirche räumlich vom übrigen Kirchraum abzukoppeln und als „kleinen“ Ort der Ruhe und Spiritualität zu erhalten, wird dabei vom Runden Tisch als ein verfolgenswerter Ansatz betrachtet. Dies gilt auch für die verschiedenen Ideen zur Entwicklung von spezifischen Wohnraumangeboten bezogen auf den Gesamtstandort, vor allem für ältere Menschen in Verbindung mit angegliederten Pflegeangeboten. 

Offenheit für vielfältige Nachnutzungskonzepte

Die damit formulierte Nutzungsoffenheit sieht der Runde Tisch zum jetzigen Zeitpunkt als gegeben Notwenigkeit an, um vor allem mit möglichen Interessenten und Investoren ins Gespräch zu kommen. Diese Offenheit soll aktiv in der Außenkommunikation genutzt werden, um Projektentwickler zu ermuntern, eigene Nutzungsideen zu skizzieren und den Austausch mit der Pfarrei zu suchen. Gleichermaßen sollen von der Pfarrei gezielt Marktakteure hinsichtlich der skizzierten Nutzungsbündel angesprochen werden, um unter den standortspezifischen Rahmenbedingungen grundsätzliche Realisierungschancen auszuloten (u.a. für Eventlocation, Seniorenwohnen, Kulturkirche). Darüber hinaus wird angeregt, die verschiedenen Projektskizzen vor allem mit Blick auf ihre konzeptionelle Umsetzbarkeit z.B. im Rahmen von studentische Projektarbeiten weiter zu konkretisieren. In die weiteren Betrachtungen sind grundsätzlich auch die Themen von erforderlicher Parkierung und möglicher Störwirkungen auf das Wohnumfeld durch eine veränderte Standortnutzung einzustellen. 

Ganzheitliche Entwicklung des Standorts

Als zentralen Schlüssel für eine wirtschaftlich tragfähige Umnutzung sieht der Runde Tisch eine gesamtheitliche Betrachtung des Standortes mit Marienkirche einschließlich Pfarrhaus und Gemeindezentrum an. Vor diesem Hintergrund betrachtet es der Runde Tisch als zwingend erforderlich, im Weiteren die Rahmenbedingungen für eine ggf. sich auch schrittweise vollziehende Standortaufgabe aus Sicht der Pfarrei herauszuarbeiten. Dabei ist u.a. zu klären, welche Nutzungen es zielgerichtet im Umfeld der Apostelkirche zu bündeln gilt und welche (Lager-) Räumlichkeiten ggf. auch dezentral untergebracht werden können. 

Temporäre Nutzungen

Unabhängig von einer anzustrebenden Gesamtlösung empfiehlt der Runde Tische, die erforderliche Nutzungsänderung der Marienkirche bis dahin auch durch temporäre Angebote in der Stadtöffentlichkeit stärker wahrnehmbar und bewusst zu machen.