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Empfehlung des Runden Tisches:Michaelskirche

Ein Blick in die Michaelskirche
Datum:
30. Juni 2026
Von:
Runder Tisch

Im Rahmen des Zukunftsdialogs "Vertraute Orte - Neues Leben" haben die Mitglieder des Runden Tisches Empfehlungen  für die zukünftige Nutzung der Hildegardkirche, der Marienkirche und der Michaelskirche ausgesprochen.

Die einzelnen Empfehlungen stellen wir Ihnen in alphabetischer Reihenfolge für jeden Kirchenstandort vor. 

Für die weitere Diskussion und nachfolgende Aufgaben und Arbeitsschritte zur künftigen Nutzung der Michaelskirche spricht der Runde Tisch den verantwortlichen Gremien der Pfarrei Hl. Johannes XXIII. folgende Empfehlung aus: 

Multifunktionaler Veranstaltungsraum

Die Raumgeometrie und -größe in Verbindung mit der Akustik sowie der vorhandenen technischen Ausstattung der Michaelskirche eignen sich aus Sicht des Runden Tisches im Besonderen für eine multifunktionale Raumnutzung im Sinne aller drei im Beteiligungsprozess herausgearbeiteten Projektskizzen.

In einer multifunktionalen Bespielung wird gleichermaßen der Mehrwert gesehen, dass die Michaelskirche auch weiterhin der Stadtgesellschaft als besonderer Ort für Gemeinschaft und als Veranstaltungsraum dient, losgelöst von seiner ursprünglich religiösen Nutzung.

Mit dem im Rahmen des Beteiligungsprozesses beantragten und durch die Denkmalbehörde genehmigten Ausbau der Kirchenbänke wurden hierfür bereits die ersten Voraussetzungen geschaffen.

Ein Raum für Begegnung und Bewegung

Die Rückmeldung der Stadtverwaltung durch das Sport- und Kulturamt, dass die Michaelskirche grundsätzlich die Eignung aufweist, Sport- und Bewegungsaktionen ohne normierte Spielfeldfläche sowie Veranstaltungen durchzuführen, wird vom Runden Tisch ausdrücklich begrüßt.

Zugleich bekräftigt das Prüfergebnis die Empfehlung für eine multifunktionale Bespielung der Michaelskirche, unabhängig davon, dass eine Eignung für Ballsportarten ausgeschlossen wird. Im Rahmen der Umnutzung sind auch Fragen zu erforderlichen Parkierungsmöglichkeiten zu betrachten sowie mögliche Störwirkungen auf das Wohnumfeld durch Lärm. 

Voraussetzung für eine neue Nutzung

Durch bauliche Anpassungen wie zum Bespiel die Verlegung von Parkettboden, Einbau zusätzlicher Toiletten, Schaffen von Aufenthalts- und Vorbereitungsbereichen für Künstler bzw. Umkleideräumlichkeiten, sowie ggf. Lagermöglichkeiten für Sportmaterialien und Ausstattungsequipment wie Tische und Stühle, ggf. Anpassungen der Raumbeleuchtung und Technik, Einbau von Wandspiegeln, Schutz der Kirchfenster und denkmalgeschützten Bereiche kann das Nutzungsspektrum laut Prüfbericht der Stadtverwaltung nochmals erweitert werden.

Eine funktionierende Heizung, die eine der Nutzung entsprechende adäquate Raumtemperatur der Michaelskirche über das ganze Jahr hinweg gewährleistet, wird vorausgesetzt. Im Rahmen der ggf. erforderlichen baulichen Ertüchtigung regt der Runde Tisch auch Überlegungen für eine energetische Ertüchtigung des Gebäudes an. 

Perspektiven und Kooperationen für die zukünftige Nutzung

Michaelskirche

Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Runde Tisch, im nächsten Schritt für eine Umnutzung als multifunktionaler Veranstaltungsraum durch die Pfarrei vertiefende Gespräche sowohl mit der Stadtverwaltung als auch mit der Nibelungenschule und dem Kreis Bergstraße als zuständigem Schulträger zu führen.

Im Rahmen der Gespräche gilt es mögliche Nutzungsangebote in der Michaelskirche auszuloten und damit einhergehende bauliche Anforderungen für in Betracht kommende Nutzungen zu konkretisieren.

Gleichsam sollen Fragen nach einer möglichen Trägerschaft für den Betrieb sowie Finanzierungsmöglichkeiten für erforderliche bauliche Maßnahmen erörtert werden.

In Abhängigkeit der Gesprächsergebnisse sollen dann unter Einbeziehung der Denkmalbehörden die weiteren Schritte für eine ggf. auch zunächst zeitlich befristet angelegte Umnutzung definiert und möglicherweise darüber hinaus Gespräche mit weiteren potenziellen Nutzergruppierungen und Kooperationspartner geführt werden. 

Gemeinsam mit starken Partnern

In Abhängigkeit des Ergebnisses der Machbarkeitsstudie Kletterkirche regt der Runde Tisch Gespräche mit potenziellen Betreibern eines Kletterangebots an, um mögliche Synergien mit der empfohlenen multifunktionalen Nutzung der Michaelskirche auszuloten.