Südengland 2026:Pilgerreise 6


So stehen wir in der kleinen Dorfkirche Chaldon und sehen wie ein Pfarrer eine ganze Wand bemalen lässt, um seine Pfarrei zu ermutigen nicht aufzugeben nach dem Guten und Heiligen zu streben. Wie auf einer Leiter immer wieder Sprosse um Sprosse erklimmen, gemeinsam, miteiander und füreinander. Darum wissend, dass es innere und äußere Kräfte gibt, die den inneren und äußeren Frieden verhindern wollen. Aber es auch Engel und Mitmenschen gibt, die Mut machen aufzustehen und wieder heil und heilig zu werden.
Ein gute Stunde später stehen wir in einer kleinen romanischen Dorfkirche, die wie ein Schätzkästchen auf einem Hügel hinter blühenden Holunder und Weißdorn über die Gräber der Verstorbenen wacht und die Lebenden einlädt, durch die enge Tür einzutreten, um mit Christus Mahl zu halten.

Eine Nacht später und wieder eine Fahrstrecke weiter schauen wir aufs Meer. Über die Klippen hinüber aufs Festland.
Wie oft werden die Menschen, der Kirchen und Kathedralen dort gestanden haben und Ausschau gehalten haben. Die einen mit Angst vor dem Fremden was kommen könnte. die andere mit Hoffnung vor dem was die Fremden an Kunst, an Unbekanntem, an neuen bringen könnten. Die einen voll Sehnsucht, dass Frieden und Versöhnung, Schutz und Hilfe möglich werde, die anderen mit Hass und Kriegslust.

Nicht anders heute. Wir pilgern nicht zu Fuß und mit Segelschiff, nicht auf dem Rücken eines Esels oder auf Knien die Stufen hinauf.
Und doch unterscheidet uns nichts Wesentliches.
Aus den heiligen Räumen hinaustreten in Freie.
Mit welchem Herzen? Mit welchen Gedanken? Mit welchen Erwartungen?