Südengland 2026:Pilgerreise Tag 1

Wo das Meer unsichtbar bleibt
Punktgenau sind wir durch das große Tor gefahren. In den Zugwaggon. Keine Minute zu früh. Später wäre nicht mehr gegangen. Der freundliche Bahnmitarbeiter lotste uns milimetergenau an unseren Platz, dann ging es schon unter das Meer. Durch den Eurotunnel. Dass England eine Insel ist, könnten wir nicht bezeugen. Vom Meer haben wir nichts gesehen. Noch nicht.
So gibt es Dinge, die sind Realität, aber es fehlt die Sinneserfahrung, um sie bezeugen zu können. Das ist nicht die schlechteste Einstimmung auf eine Wallfahrt. Zu vertrauen, dass etwas ist, auch wenn man erst einmal anderen vertrauen muss, dass es wahr ist.

Zur Einstimmung haben wir uns dann von den Tunneln unseres Lebens erzählt. Von denen, durch die man fährt oder geht, von denen, bei denen man hofft, dass am Ende wirklich Licht kommt. Beeindruckende Vielfalt einer Pilgergruppe.
Wir sind also angekommen. Auf der Insel. Haben uns eingefädelt in den Linksverkehr, um zu erfahren, dass man auch alles von der anderen Seite aus betrachten kann.