Ministranten in Rom:Rom 1

Draußen vor dem Zugfenster zieht die Landschaft der Toscana an uns vorbei. Zypressen im Gegenlicht. Weinberge, Kirchtürme, Hügel.
Trotz Ferienbeginn in Baden-Württemberg und Bayern, trotz völlig übervoller Bahnsteige und Hitze, ist die Bahn pünktlich. Es ist ein wenig mühsam, mit 26 Personen und Gepäck, bis alles verstaut ist und alle sitzen, aber wir rollen pünktlich an Salzburg, Villach, Bologna, Florenz vorbei, Rom entgegen.

Ein Teil der Gruppe schläft oder döst noch. Seit Bologna haben wir das Abteil für uns allein. Bis dahin hatten wir es uns mit der Gewerkschaftsjugend von Verdi geteilt. Irgendwann hatten wir die völlig engen und unbequemen Sitze satt und haben uns auf den Boden gelegt, um irgendwie Schlaf zu finden. Es ist eine Tortur so zu reisen und Aaron hat mich um Mitternacht gefragt: Wenn wir in Rom ankommen, dann machen wir doch kein Programm, sondern können direkt ins Bett?
