Ministranten in Rom:Rom 4

Lucian schreibt
Heute haben wir wieder richtig viel über die Anfänge des Christentums in Rom erlebt.
Wir waren in einer Petruskirche und haben gehört, wie Petrus erst durch seine Begegnung mit Jesus zum Glauben gefunden hat. Besonders beeindruckt hat uns, dass er später kopfüber gekreuzigt werden wollte – nicht so wie Jesus.
Danach ging es für uns in die Katakomben von Santa Domitilla, zum "Arcosolio dei Piccoli Apostoli". Dort haben wir von Menschen gehört, die früh für ihren Glauben eingestanden sind.
Wir haben über Achilleus und Nereus gesprochen. Zwei Soldaten, die Christen wurden, dann aber verraten und getötet wurden.
Auch Flavia Domitilla fanden wir spannend. Sie war eine reiche Römerin. Weil sie Christin wurde, hat sie ihre Familie verstoßen. Ihr Grundstück wurde später für die Katakomben genutzt – dafür hat sie gesorgt.
Ein großes Thema war Konstantin. Wir haben gelernt, dass er der uneheliche Sohn eines Kaisers und einer Bardame war, seinen Bruder tötete und sich im Machtkampf zum Kaiser machte. Durch eine Vision wurde er den Christen gegenüber gnädig, ließ sich in der Lateranbasilika taufen und hat das Christentum öffentlich gemacht.
Zum Schluss haben wir noch über seine Mutter Helena gesprochen. Sie war eine überzeugte Christin und ist sogar nach Jerusalem gereist, um das Kreuz von Jesus zu finden.
Für uns war es ein sehr bewegender Tag. Man merkt in Rom an jeder Ecke, wie viel Glaube und Geschichte zusammengehören.
Johanna und ihr Zimmer schreibt

Nach einer gemeinsamen Mittagspause sind wir mit der Metro zum Piazza de Popolo gefahren und haben dort etwas über dessen Entstehung erfahren. Der Piazza de Popolo war früher ein riesiges Sumpfgebiet, und lag unter dem Papst Palast, den wir am Tag zuvor besichtigt hatten. über diesem Sumpf hat eine reiche Römerin gewohnt, die ein Verhältnis mit Papst Alexander hatte. Dann hat diese reiche Römerin mit Papst Alexander ein Verhältnis gehabt und Papst Alexander meinte, weil sie unendlich viel Geld besaß, Sumpfgebiet trocken legen sollen daraus einen schönen Platz machen. das hat sie dann auch gemacht und einen Platz erbaut aus den drei strahlenförmigen Straßen gegangen. Daraus ist ein reiches Viertel geworden, weil eben die Grundstücke dort sehr teuer waren und jeder wollte in der Nähe vom Papst wohnen und die Grundstücke sind mit jedem Tag 1000 Goldstücke teurer geworden. Das hat dafür gesorgt, dass sie auch innerhalb von einem Monat ausverkauft waren. Am Ende haben wir auf dieser Piazza de Popolo Freizeit bekommen. Das war natürlich alles voll mit Luxus Boutique weil es ist heute auch noch ein sehr reiches Viertel. Aber tatsächlich haben wir auch ein paar Eisdielen und Pizzerien gefunden. Pizzerien ließen wir aber aus, da wir bereits mittags essen hatten.

Unser Treffpunkt nach unserer Stunde Freizeit war die spanische Botschaft mit der spanischen Treppe davor an diesem. Also dort, wo wir auch die spanische Treppe gesehen haben, haben wir auch einen großen Bogen gesehen, durch Martin Luther eins gekommen ist. Das war eben genau die Zeit mit dem Verhältnis mit Papst Alexander und dem, was er so schlimm gefunden hat und weswegen die Reformation ausgelöst worden ist.
Nachdem wir auch die spanische Botschaft besichtigt haben, sind wir rüber zu einer Kirche gefahren und dort hat uns der Pfarrer eine Geschichte erzählt, und zwar ging es um Kaiser Nero. Das war der Kaiser, der damals die Christen verfolgt hat und Rom angezündet hat. Nero stand damals stellvertretend für alles böse, deswegen wurde ihm von der von den Senatoren Selbstmord angeordnet und Nero machte dies auch, aber es war verboten, ihn zu begraben. Seine beste Freundin aber hat das getan, ihn verbrannt und in eine Urne gesteckt und diese in ihrem Familiengrab begraben. Auf diesem Grab ist dann später ein Baum gewachsen, auf dem ganz viele Krähen saßen, und das stand eben stellvertretend für alles böse. Papst Paschal hat das irgendwann nicht mehr eingesehen und hat diesen Baum gefällt. Das steht heutzutage auch stellvertretend dafür, dass man Streitigkeiten lieber aus der Welt schaffen sollte, als ewig mit sich rumzuschleppen. Er baute eine kleine Kapelle zur Andacht aus der später eine große Kirche wurde.
Die zweite Geschichte handelte davon, dass Papst Gregor der Große zur Zeit der Pest im Jahr 600 circa das berühmte Marienbild von dem Evangelisten Lukas eben an genau dieser Stelle getragen hat. Und zu dieser Zeit hat dann genau auch die Pest aufgehört. deswegen hat er dieses Bild dann auch der Kirche geschenkt. ebenso sollten wir nach den beiden berühmten Bildern vom Maler Caravaggio Ausschau halten. Einmal war das Petrus, der auf dem Kopf gekreuzigt worden ist und einmal Paulus, der vom Pferd gefallen ist und dann drei Tage lang blind war, bevor er von Jesus bekehrt worden ist, der ja auf dem Weg war, die Christen zu jagen. eine weitere Aufgabe war es, ein Familienwappen derTschiggid zu finden, dass in den Klauen eines Drachen gehalten worden ist. Das fanden wir aber relativ schnell in der Kirche. die letzte Aufgabe war es, eine Skulptur zu finden, die Daniel in der Löwengrube darstellt. Das war für uns aber leider nicht möglich, da genau dieser Stelle eine Baustelle stand. an diesem Tag haben wir also viel erlebt und gelernt und so sind wir dann früh ins Bett gegangen, um am nächsten Tag ausgeruht in den Vatikan starten zu können.