Ministranten in Rom:Rom 5

Morgens nach dem Frühstück stiegen wir in die Metro und fuhren bis zur Haltestelle Barberini. Dort steht ein Brunnen, wo ein Triton in ein Horn bläst, und in einer offenen Muschel sitzt, die von vier Fischen gehalten wird. Diesen hatte der Papst Urban aus der Barberini Familie zur Wasserversorgung der Stadt erbaut. Anschließend gingen wir zum Trevibrunnen, den Papst Clemens XII erbaut und Papst Benedikt XIV erweitert hatte. Es gab daneben auch eine Kirche, wo alle Herzen der österreichischen Kaiser drin sind. Danach sind wir am italienischen Regierungssitz vorbeigekommen, wo ein Brunnen neben einem Obelisken steht. Auf dem Obelisken sind zwei Dioskuren zu sehen. Das waren Botschafter und Herren über bestimmte Soldaten.

Anschließend feierten wir in Sant‘ Ignazio di Loyola in Campo Marzio Gottesdienst. Dort erfuhren wir eine Geschichte über Janusz Korczak. Er lebte zu Zeiten der Nazis. Er war Arzt, aber schrieb auch Gebete und Lieder, die er dann mit den jüdischen Waisenkindern sang oder betete. Als die Nazis aber kamen, stellten sie ihm in die Frage: Du kannst als Christ frei sein. Diese Kinder sind eh nicht deine Kinder also lass sie gehen. Aber er entschied sich dagegen, stieg mit den Kindern in den Transporter und fuhr mit ihnen ins Konzentrationslager. Vor der Gaskammer sagten ihm die Nazis noch einmal: Du musst nicht sterben. Diese Kinder aber werden sterben. Du kannst frei sein. Er erwiderte: „Um das Richtige zu sehen, muss man manchmal zur Seite treten. Er ging mit ihnen in die Gaskammer und starb dort mit ihnen zusammen.

Danach kamen wir am Pantheon vorbei, in welchem jeder Gott eine Nische hat. Sie werden dort angebetet und dort wurde über Politik diskutiert. Daraufhin gingen wir zum Kloster der Dominikaner, die sehr viel Macht hatten. Bernini hatte dort einen Obelisken auf einem Elefanten gebaut, was den Dominikanern nicht gefiel, also musste er ein Tuch mit einem Sockel über den Rücken des Elefanten legen. Er rächte sich aber, indem er das Hinterteil des Elefanten auf den Eingang des Klosters richtete. Hieß, wenn sie rausgegangen sind, haben sie auf das Hinterteil des Elefanten geblickt. Nebendran war eine Kirche, die Basilika di Santa Maria Sopra Minerva. Dort wurde Galileo Galilei einmal vor das Gericht geführt, weil er behauptete, dass die Erde sich um die Sonne drehte und nicht die die Sonne um die Erde. Am Gericht widerrief er jedoch seine Behauptung. Aber an der Tür, sagte er: „Und sie dreht sich doch!“
In dieser Kirche ist auch die heilige Katharina von Siena begraben. Sie war diejenige, die den Papst aus Frankreich nach Rom zurückholte. Deswegen wurde sie auch Lehrerin. Christen und Leute aus aller Welt kamen zu ihr, um sich bei ihr Rat zu holen. Als sie aber starb, wollten die Bewohner Sienas Katharina wieder zurückhaben, aber sie konnten nicht den ganzen Leichnam stehlen. Deshalb klauten sie nur den Kopf, der sich bei der Kontrolle an der Stadtgrenze in Rosen verwandelte und in Siena wieder zurück in den Kopf der Katharina. Dann hatten wir ein bisschen Freizeit und nach dem Abendessen machten wir uns nochmal auf dem Weg Richtung Petersdom, wo wir an der Metro Haltestelle Ottaviano ausstiegen. Von dort aus liefen wir zum beleuchteten Petersdom und zur Engelsburg. Es gab dort auch eine Brücke, wo mehrere Engel die Leidensgegenstände Jesus hielten. Danach machten wir uns wieder auf den Rückweg.