Trauergruppe der Pfarrei wieder auf dem Neuen Friedhof:Trauer braucht Begegnung

Gesprächsangebot auf dem Neuen Friedhof
Nach dem Auftakt im Juni geht die Trauergruppe ihren neuen Weg weiter. Mit der Kaffee-Ape im Eingangsbereich des Neuen Friedhofs laden die ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer vorbeikommt, kann einfach bleiben, einen Kaffee trinken und erzählen – oder auch nur zuhören.
Eingeladen sind alle Menschen, die einen Angehörigen oder einen anderen wichtigen Menschen verloren haben, sich mit ihrer Trauer allein fühlen oder einfach jemanden zum Reden suchen. Auch wer ein Grab besucht oder pflegt und dabei Gedanken, Erinnerungen oder Gefühle mit sich trägt, ist herzlich willkommen.
„Trauer hat viele Gesichter. Manchmal tut es gut, einfach jemanden zu haben, der zuhört und nichts erklären oder bewerten möchte“, sagt Gemeindereferent Herbert Kohl. „Deshalb wollen wir mit unserer Trauergruppe dort ansprechbar sein, wo Menschen ihrer Trauer begegnen – auf dem Friedhof.“
Im Mittelpunkt stehen Begegnung, Zuhören und Begleitung. Gespräche können sich um Erinnerungen an verstorbene Angehörige drehen, um den Umgang mit dem Verlust oder um das, was einen Menschen gerade beschäftigt. Dabei muss niemand etwas erzählen. Auch ein stiller Moment bei einer Tasse Kaffee kann guttun. Die Trauergruppe möchte damit ein Zeichen setzen: Mit der Trauer muss niemand allein bleiben.
Das Angebot ist offen für alle Menschen – unabhängig von Konfession, Alter oder persönlicher Lebenssituation. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.