Schmuckband Kreuzgang

Zwischen Schlossallee und Los – Gedanken zur zweiten Jahreshälfte

Das Brettspiel Monopoly gehört zu den zeitlosen Klassikern und begeistert seit Generationen. Der Reiz liegt im Kaufen und Verkaufen, im Glück der Würfel, im Gewinnen und Verlieren von Geld. Und wie viele Spiele spiegelt auch Monopoly manches aus unserem eigenen Leben wider.

Wenn das Jahr in seine zweite Hälfte geht, schauen viele zurück und fragen sich: Was ist gelungen? Was möchte ich noch anpacken? Welche Pläne haben sich erfüllt, welche nicht? Oft erleben wir, dass das Leben anders verläuft, als wir es uns vorgestellt haben.

Im Monopoly ist die Schlossallee das begehrteste Grundstück. Sie kostet 400 Euro und bringt ihrem Besitzer hohe Mieteinnahmen. Wer dagegen mit etwas Glück über „Los“ zieht, erhält 200 Euro und kann erleichtert weiterspielen.

So liegen Freude und Enttäuschung auch im wirklichen Leben oft nah beieinander:

  • Ein Tag schenkt neue Ideen und Zuversicht, der nächste stellt uns vor unerwartete Herausforderungen.
  • Hoffnungen auf Frieden wachsen – und doch erleben wir, wie Konflikte wieder aufflammen.
  • Manchmal scheint Gott weit entfernt, dann erfahren wir plötzlich Trost, Hilfe oder eine unerwartete Wendung zum Guten.

Das Leben besteht selten nur aus der „Schlossallee“ oder nur aus dem Feld „Los“. Meist bewegt es sich irgendwo dazwischen – eher auf der Elisabethenstraße oder am Ostbahnhof. Gerade dort, im ganz normalen Alltag, entscheidet sich, wie wir mit den kleinen und großen Herausforderungen umgehen.

Für die zweite Hälfte dieses Jahres wünsche ich Ihnen das Vertrauen, dass Gott Sie auf Ihrem Weg begleitet. Er kennt unsere Freude und unsere Sorgen. Er hat in uns investiert – durch seine Schöpfung, durch Jesus Christus und durch seinen Geist. Darum dürfen wir darauf vertrauen, dass er uns führt – nicht unbedingt auf die Schlossallee, wohl aber auf gute Wege, auf denen unser Leben wachsen und Frucht bringen kann.

Bewusst in die Woche