Beim Schneesturm waren zwei Gläubige Männer im Gebirge unterwegs. Sie sahen einen Menschen, der gestürzt war. Der Gläubige Y sagte dem Gläubigen X: „Wir müssen hingehen und ihm helfen". Der Gläubige X erwiderte: „Niemand kann von uns verlangen, dass wir uns um ihn bemühen; wir sind doch selbst in Gefahr, umzukommen". Der Gläubige Y sagte selbstlos: „Wenn wir schon sterben müssen, dann ist es schon besser, wir sterben im Dienst an Anderen". Der Gläubige X ignorierte ihn und lief weiter. Der Gläubige Y ging zu dem verunglückten und half ihm. Er trug den Mann bergauf. Den beiden wurden durch diese Anstrengung warm. Sie wurden vor dem Erfrieren bewahrt. Nach einer Weile wurde der Gläubige X gefunden da, wo er im Schnee lag. Er war erfroren.
Im Evangelium sagt Jesus: „Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.“ (Mk12,30-31). Wir sollten Gott und unsere Mitmenschen lieben. Gott zu lieben, heißt mehr oder weniger eine Freundschaft mit Gott zu haben. Und wer Gott liebt, liebt auch die Menschen, die die Hauptgeschöpfe Gottes sind.
Es fällt einigen Menschen schwer, zu lieben, weil ihre Liebe vielleicht nicht erwidert wurde. Dann sie sind enttäuscht. Aber die christliche Liebe, von der hier die Rede ist, ist selbstlos und bedingungslos. Diese Liebe erwartet Nichts von dem Gegenüber. Sie ist kostenlos. Sie muss zum Beispiel nicht von meinem Gegenüber erwidert werden. Wir sind also dazu aufgerufen, Gott und unsere Mitmenschen zu lieben. Dies wird uns helfen, ein schönes Miteinander zu haben.
Vgl. Der Bibelleser; online im Internet: http://www.bibel-fürs-leben.de/27.html (20.12.2025)