Schmuckband Kreuzgang

Wenn nötig bitte wenden!

Früher, bevor es Navis und Smartphone-Apps gab, war Wegfinden noch eine ganz andere Angelegenheit. Man brauchte Karte oder Atlas – und idealerweise jemanden neben sich im Auto, der die Karte lesen konnte und einem den richtigen Weg zeigte. Heute wirkt das fast wie aus einer anderen Zeit. Manche denken ja, mit den modernen Helfern kann man sich gar nicht mehr verfahren. Ich muss gestehen: Ich habe es trotzdem geschafft. Aber sobald das System merkt, dass ich falsch abgebogen bin, zeigt es mir fix eine Alternative. Und wenn wirklich gar nichts mehr geht, kommt die klare Ansage: „Wenn möglich, bitte wenden!“

Manchmal denke ich: Wäre es nicht großartig, so ein Navi gäbe es nicht nur fürs Auto, sondern auch fürs Leben? Eines, das mir zeigt, wann ich auf Kurs bin und wann ich vielleicht einen Umweg nehmen muss. Denn auch im Leben ist es gar nicht so leicht, den Überblick zu behalten. Ziele sind klar, aber Hindernisse tauchen auf, und manchmal bleibt nur, kurz innezuhalten, umzukehren und einen neuen Versuch zu starten.

Die Fastenzeit ist die Vorbereitungszeit auf Ostern. Eine gute Gelegenheit, sich mal wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren, ohne Ablenkungen. Fragen, die sonst im Alltag untergehen, bekommen jetzt Raum: Was ist mir wirklich wichtig? Was will ich erreichen? Wohin soll mein Weg eigentlich führen?

Vielleicht ist es ja genau das, was wir ab und zu brauchen: Den Mut, unseren eigenen Weg zu prüfen. Und wenn es nötig ist, auch im Leben mal die Richtung zu ändern. Ganz nach dem Motto: Wenn nötig, bitte wenden!

Bewusst in die Woche