In unseren Breiten scheint die Natur auszuatmen ‒ vielleicht eine weithin unterschätzte Jahreszeit?
Erinnerung an vorchristliche Zeit: "Samhain" nannten die Kelten ihr heidnisches Herbstfest ‒ Ende der Ernte… Herden geborgen vor dem Winter… graue Nebel… Ängste tapfer überspielt mit Masken und Totentanz.
Im 9. Jahrhundert brachte christliche Perspektive Veränderung:
Zur Überwindung menschlicher Angst vor Tod und Dunkelheit verlegte man das Kirchenfest zu Ehren aller lebenden und verstorbenen ‚Heiligen‘* von frühlingshafter Osterzeit auf jenen "Samhain"-Tag. Im Lichtschein der Auferstehung beginnt nun der November mit "Allerheiligen" ‒ herbstliches Ostern ‒ und dem Anvertrauen "aller Seelen" an den barmherzigen Gott.
*) Papst Johannes XXIII bemerkte in einer Predigt zum Fest Allerheiligen: „Man kann mit einem Hirtenstab in der Hand heilig werden, aber ebenso gut mit einem Besen!“
NOVEMBER ‒ nicht nur vorletztes Blatt im Jahreskalender …
nicht nur Atempause für die erschöpfte Natur …
Vielleicht eine Zeit für Gedanken über unseren Alltag hinaus ‒
miteinander Teilen von Sehnsucht
nach Trost, Licht ‒ und Frieden?
Die Schwester unser aller Sehnsucht heißt HOFFNUNG.
Das Geheimnis der Hoffnung ruht im VERTRAUEN,
einem Geschenk, um das wir Gott bitten dürfen, denn …
„Vertrauen ist eine Oase im Herzen, die von der Karawane unseres Denkens nie erreicht wird.“
Khalil Gibran (christlicher libanesisch-amerikanischer Philosoph)
Bild: Sehnsucht nach Trost, Licht – und Frieden ‒ vielleicht ist da eine Zeit, sie miteinander zu teilen?
(A.Otten)