Schmuckband Kreuzgang

Allerheiligen

Allerheiligen - mal anders betrachtet

"Halloween" … zum Vorabend des Allerheiligenfestes

über den Atlantik geschwappte Mode … Kürbiskram und gruselig verkleidete Ungeduld in langweiliger Jahreszeit, Kommerz und Fun für leicht (ver-)führbare Konsumenten … Brauchtum der Vorgeschichte, dem Ursprung nach vergessen, dem Namen nach total verwandelt :

"Samhain" nannten die Kelten ihr heidnisches Herbstfest … Ende der Ernte … Beginn des Winters … Herden geborgen, Ernten eingebracht … angstvolle Ahnungen im Anblick ersterbender Vegetation und grauen Nebels … tapfer überspielt durch Masken und Gebärden …

 

Die frühen Christen brachten Veränderung:

In der Osterzeit gedachten sie "aller Heiligen" …

Das war ihr Ausdruck für unvergängliches Leben im Geist ihres auferstandenen Herrn… Glaube an Gemeinschaft über den Tod hinaus.

 

Anfang des 9. Jahrhunderts legte man – in Irland zu-nächst – den christlichen Heiligengedenktag auf den

keltischen "Samhain"-Tag … christliche Perspektive zur

Überwindung menschlicher Angst vor vergehender Natur

– Lichtschein der Auferstehung auf grauen Herbsttagen! –

"Samhain" wurde "Allerheiligen" – herbstliches Ostern!

 

Allerheiligen bereitet Advent in uns vor – Vorahnung ewigen Lichtes. "Halloween" kann für Christen nur ein Irrtum sein: Gruselkram statt Lieder der Hoffnung…

 

 

(A.Otten)