Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 14

Gereon Geissler wird zum 1. Juni 2019 Bildungsdezernent im Bistum Mainz. (c) Bistum Mainz / Feldmann
Gereon Geissler wird zum 1. Juni 2019 Bildungsdezernent im Bistum Mainz.
Mi 10. Apr 2019
am (MBN)

Die Bilder zu den aktuellen MBN finden Sie am Ende dieser Seite zusammengefasst in einer Galerie.

Vorschau

  • Kar- und Ostertage im Mainzer Dom (14.-22.4.)
  • „TheMa“-Tag zur Digitalisierung (7.5.)
  • Gebetsinitiative „Werft die Netze aus“ (11.-12.5.)
  • Ministrantenwallfahrt mit Bischof Kohlgraf (17.8.)

Personalie

  • Gereon Geissler wird neuer Bildungsdezernent

Bericht

  • Video „So geht teilen“ veröffentlicht

MBN vor 40 Jahren

  • Stellungnahme des Mainzer Pastoralrates zur Sexualerziehung

Vorschau

Feier der Kar- und Ostertage im Mainzer Dom (14.-22.4.)

Pontifikalamt am Ostersonntag mit Bischof Peter Kohlgraf und dem Domkapitel

Mainz. Mit der Karwoche („Woche der Trauer“) vom 14. bis 20. April endet in der Katholischen Kirche die österliche Bußzeit. Ihr schließt sich das Osterfest (21. und 22. April) an, das als Höhepunkt des Kirchenjahres gilt und das ritenreichste aller christlichen Feste ist. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die Gottesdienste im Mainzer Dom in der Karwoche und an Ostern.

Erster Tag der Karwoche ist der Palmsonntag, an dem an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnert wird. Am Palmsonntag, 14. April, feiert Domdekan Prälat Heinz Heckwolf zusammen mit Domkapitular Prälat Dr. Peter Hilger und Domkapitular Prälat Hans-Jürgen Eberhardt um 10.00 Uhr einen Gottesdienst mit Palmweihe im Kreuzgang des Domes und einer Prozession durch den Dom, an dem auch der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf und die Mitglieder des Mainzer Domstiftes teilnehmen werden. Musikalisch wird die Heilige Messe durch den Mädchenchor am Dom und St. Quintin und Männerstimmen aus den Chören am Mainzer Dom unter der Leitung von Domkantor Michael Kaltenbach gestaltet. Die Orgel spielt Domorganist Professor Daniel Beckmann. Um 15.00 Uhr wird im Ostchor des Domes eine Stiftsvesper mit Domdekan Heckwolf gefeiert.

Am Ende des Begegnungstags der Geistlichen im Bistum Mainz am Montag, 15. April, wird um 17.00 Uhr die Missa Chrismatis („Ölweihmesse“) gefeiert. Im Rahmen dieser Heiligen Messe weiht Bischof Kohlgraf das Katechumenenöl (mit dem der Taufbewerber gesalbt wird), das Krankenöl (zur Spendung der Krankensalbung) und das Chrisam (das unter anderem bei der Spendung der Taufe, des Firmsakramentes und der Priesterweihe Verwendung findet). Die musikalische Gestaltung übernehmen der Mädchenchor am Dom und St. Quintin unter der Leitung von Domkantor Kaltenbach; an der Domorgel ist Domorganist Beckmann zu hören.

Am Mittwoch der Karwoche (17. April) feiern Bischof Kohlgraf und das Domstift um 19.00 Uhr die Matutin. Musikalisch wird der Gottesdienst durch den Mainzer Domchor unter Leitung von Domkapellmeister Karsten Storck und mit Professor Daniel Beckmann an der Orgel gestaltet.

Dem Leiden und Sterben Jesu gedenken die Christen an Gründonnerstag und Karfreitag. Bischof Kohlgraf feiert in Konzelebration mit den Mitgliedern des Domstiftes am Gründonnerstag, 18. April, um 19.00 Uhr im Mainzer Dom ein Abendmahlsamt mit Fußwaschung und Predigt. Die Feier wird durch die Domkantorei St. Martin unter Leitung von Domkapellmeister Storck und mit Professor Beckmann an der Orgel musikalisch gestaltet. Bereits um 8.30 Uhr wird am Gründonnerstagmorgen im Dom die Laudes gefeiert. Am Karfreitag, 19. April, steht Bischof Kohlgraf um 15.00 Uhr der Feier der Karfreitagsliturgie vor, an der auch die Mitglieder des Domstiftes teilnehmen. Dieser Gottesdienst wird als Wortgottesdienst mit Kreuzverehrung und Kommunionausteilung begangen; Orgel und Glocken schweigen an diesem Tag. Die Domkantorei St. Martin unter der Leitung von Domkapellmeister Storck gestaltet die Karfreitagsliturgie musikalisch: Unter anderem wird die „Johannes-Passion“ von Heinrich Schütz für Chor und Solisten erklingen. Zuvor finden am Karfreitagmorgen um 8.30 Uhr eine Matutin und Laudes statt, musikalisch gestaltet durch den Mainzer Domchor unter Leitung von Domkapellmeister Storck.

Um 8.30 Uhr am Karsamstag, 20. April, findet am Heiligen Grab in der Nassauer Kapelle eine Statio (kurzes Gebet) mit Bischof Kohlgraf und dem Domstift statt, an die sich Matutin und Laudes anschließen.

An Ostern feiern die Christen die Auferstehung Christi. Hauptzelebrant der Osternachtsfeier am Karsamstag um 21.30 Uhr im Mainzer Dom ist Weihbischof Dr. Udo Markus Bentz, Generalvikar des Bistums Mainz, in Konzelebration mit Domkapitular Prälat Jürgen Nabbefeld und Ehrendomkapitular Monsignore Engelbert Prieß; an der Feier nehmen auch Bischof Kohlgraf und die Mitglieder des Domstiftes teil. Die musikalische Gestaltung der Osternacht übernimmt der Mädchenchor am Dom und St. Quintin unter der Leitung von Domkantor Kaltenbach. An der Orgel: Domorganist Beckmann.

Am Ostersonntag, 21. April, feiert der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf um 10.00 Uhr ein Pontifikalamt mit Predigt im Mainzer Dom; zuvor wird um 9.30 Uhr die Terz gesungen. Musikalisch gestaltet wird das Pontifikalamt vom Mainzer Domchor, den Mainzer Dombläsern, dem Mainzer Domorchester und Solisten unter der Leitung von Domkapellmeister Karsten Storck sowie mit Domorganist Professor Daniel Beckmann an der Orgel; unter anderem kommen die „Krönungsmesse“ von Vincenzo Righini sowie das „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel zur Aufführung. Konzelebranten sind die Mitglieder des Mainzer Domstiftes. Um 15.00 Uhr wird eine Pontifikalvesper mit Sakramentalem Segen mit Bischof Kohlgraf gefeiert. Am Ostermontag, 22. April, feiert Domkapitular Eberhardt um 10.00 Uhr zusammen mit Domkapitular Nabbefeld und Dompräbendat em. Prälat Dr. Klaus-Leo Klein das Stiftsamt im Mainzer Dom. Die musikalische Gestaltung dieses Gottesdienstes übernimmt die Domkantorei St. Martin unter Leitung von Domkapellmeister Storck. Die Orgel spielt Domorganist Beckmann. Um 15.00 Uhr findet im Ostchor eine Stiftsvesper mit Domdekan Heckwolf mit Sakramentalem Segen statt.

Hinweis: Weitere Informationen zur Kar- und Osterwoche auf der Internetseite der Bischöflichen Pressestelle www.bistummainz.de/presse unter der Rubrik „Stichworte“

am (MBN)

 

Herausforderungen der Digitalisierung (7.5.)

Sechster „TheMa“-Tag der Theologischen Fakultäten der Mainzer Universität

Mainz. Unter der Überschrift „Ethische und Theologische Herausforderungen der Digitalisierung“ laden die Theologischen Fakultäten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu ihrem sechsten gemeinsamen Studientag „TheMa – Theologie in Mainz“ ein. Er findet am Dienstag, 7. Mai, von 14.00 bis 18.00 Uhr im Atrium maximum (Alte Mensa; Johann Joachim-Becher-Weg 5) statt; Veranstalter in diesem Jahr ist die Evangelisch-Theologische Fakultät. Den Hauptvortrag wird der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Volker Jung, zum Thema „Von Mensch zu Mensch - Analoge und digitale Kommunikation in einer erweiterten Welt“ halten. Dem schließen sich Gesprächsrunden und Arbeitsgruppen zum Thema sowie eine Podiumsdiskussion mit dem Hauptreferenten an.

Hinweis: Weitere Informationen auch im Internet unter www.theologie.uni-mainz.de

am (MBN)

 

„Werft die Netze aus“ (11.-12.5.)

Gebetsinitiative des Deutschen Zentrums für Berufungspastoral

Mainz. Anlässlich des Welttags für geistliche Berufungen am Sonntag, 12. Mai, lädt das Deutsche Zentrum für Berufungspastoral zu der Gebetsinitiative „Werft die Netze aus“ ein. Im Bistum Mainz wird es daher in der Seminarkirche in der Augustinerstraße von Samstag, 11. Mai, bis zum Sonntag 24 Stunden lang Gebete um Berufungen geben. Die Gebetszeiten beginnen Samstag um 18.00 Uhr mit einem Pontifikalamt, daran schließen sich bis zum Sonntag Gebetszeiten und Impulse an. Den Abschluss bildet eine Vesper um 17.00 Uhr am Sonntagabend. Veranstalter ist die Diözesanstelle Berufe der Kirche Mainz in Kooperation mit unter anderen dem Dekanat Mainz-Stadt sowie den Ausbildungsstätten für Priester, Gemeinde- und Pastoralreferenten im Bistum Mainz.

Hinweis: www.werft-die-netze-aus.de

am (MBN)

 

Ministrantenwallfahrt mit Bischof Kohlgraf (17.8.)

Der Mainzer Bischof lädt die Messdiener des Bistums auf die Liebfrauenheide ein

Klein-Krotzenburg. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf lädt gemeinsam mit der Kirchengemeinde St. Nikolaus in Klein-Krotzenburg alle Messdiener aus dem Bistum Mainz zur „Mini-Wallfahrt“ auf die Liebfrauenheide ein. Am Samstag, 17. August, findet in dem Wallfahrtsort im Dekanat Seligenstadt um 11.00 Uhr ein gemeinsamer Gottesdienst mit Bischof Kohlgraf statt. Ab 10.15 Uhr werden die Messdiener von drei Treffpunkten aus  (Klein-Krotzenburg, Hainstadt Bahnhof, Froschhausen) zur Wallfahrtskapelle im Wald pilgern. Nach dem Mittagessen stehen verschiedene Workshops auf dem Programm. Der Tag endet mit einer Abschlussandacht um 16.00 Uhr. Der Tag steht unter der Überschrift „…der Himmel und Erde erschaffen hat“. Um die Unkosten zu decken, werden die Teilnehmer bei der Kollekte der Ministrantenwallfahrt um fünf Euro gebeten. Anmeldeschluss ist der 4. August.

Hinweise:

tob (MBN)

Personalie

Gereon Geissler wird Bildungsdezernent im Bistum Mainz

Die Dezernate Weiterbildung sowie Hochschulen und Schulen werden zusammengeführt

Mainz. Gereon Geissler wird zum 1. Juni Bildungsdezernent im Bistum Mainz. Der 41-Jährige übernimmt damit die Leitung der bisher eigenständigen Dezernate Weiterbildung sowie Hochschulen und Schulen im Bischöflichen Ordinariat Mainz, die als Dezernat Bildung zusammengeführt werden. Geissler war zuletzt als wissenschaftlicher Referent und stellvertretender Fraktionsgeschäftsführer in der CDU-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz tätig. Stellvertretende Dezernentin im neuen Bildungsdezernat wird Dr. Elisabeth Eicher, die seit 2017 das Katholische Bildungswerk im Bistum Mainz geleitet hat und diese Aufgabe beibehält. Derzeit ist sie kommissarische Leiterin des Dezernates Weiterbildung. Zum 1. Februar hatte Domkapitular Jürgen Nabbefeld kurz nach seinem 70. Geburtstag die Aufgabe als Dezernent für Weiterbildung abgegeben; die bisherige Dezernentin für Schulen und Hochschulen, Dr. Gertrud Pollak, war zum 1. März in den Ruhestand gegangen.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit Herrn Geissler eine in bildungspolitischen Fragen sehr erfahrene Persönlichkeit für diese Aufgabe gewinnen konnten“, betont der Mainzer Weihbischof Dr. Udo Markus Bentz, der auch Generalvikar des Bistums Mainz ist. „Ich bin froh, dass er seine Erfahrung einbringt, um die anstehenden Fragen schulischer und außerschulischer Bildung im neuen Dezernat anzugehen.“ Gleichzeitig würdigt Bentz das Engagement von PD Dr. Norbert Witsch, der in der Übergangszeit die Leitung des Dezernates Hochschulen und Schulen übernommen hatte sowie von Dr. Eicher, die die kommissarische Leitung des Dezernates Weiterbildung inne hatte.

Gereon Geissler wurde am 1. September 1977 in Köln geboren. Nach dem Abitur im Jahr 1997 am Mainzer Willigis-Gymnasium studierte er Katholische Theologie und Sozialkunde an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Nach seinem Referendariat in Wiesbaden und Rüsselsheim war er ab 2004 zunächst an der Heinrich von Kleist-Schule in Eschborn tätig, bevor er 2005 an die Martin Niemöller-Schule in Wiesbaden wechselte. Dort war er Fachleiter für Katholische Religion und ab 2007 Mitglied der erweiterten Schulleitung. Im Jahr 2008 wechselte er als wissenschaftlicher Referent zur CDU-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz, wo er für die Themen Bildung, Wissenschaft, Familie, Jugend, Inneres, Sport, Integration, Kirchen und Religionsgemeinschaften zuständig war. 2018 hat er außerdem die Aufgaben des stellvertretenden Fraktionsgeschäftsführers übernommen. Geissler ist verheiratet und hat mit seiner Frau fünf Kinder.

Elisabeth Eicher wurde am 30. Mai 1969 in Siegen geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Ausbildung zur Bankkauffrau. Ab 1990 studierte sie Katholische Theologie und Germanistik an der Universität-Gesamthochschule Siegen, wo sie von 1996 bis 2000 das Studienangebot für Senioren organisierte. Zum 1. September 2001 wurde sie Referentin für religiös-theologische Bildung und Mitarbeiterfortbildung im Bildungswerk im Bistum Mainz. Im November 2002 erfolgte die Promotion an der Universität-Gesamthochschule Siegen. 2004 übernahm sie die Pädagogische Leitung des Katholischen Bildungswerks Rheinhessen; 2008 wechselte sie zum Katholischen Bildungswerk Südhessen. Ab 2010 arbeitete sie zusätzlich in der Koordinationsstelle zur Prävention von sexualisierter Gewalt. 2017 übernahm sie die Leitung des Katholischen Bildungswerkes im Bistum Mainz und wurde zur Präventionsbeauftragten im Bistum Mainz ernannt.

tob (MBN)

Bericht

Werbeclip mit Bischof Kohlgraf

Projekt-Wettbewerb für den Pastoralen Weg des Bistums Mainz

Mainz. Im Rahmen des Pastoralen Weges des Bistums Mainz ist ein Projekt-Wettbewerb ausgelobt worden. Für diesen Wettbewerb hat die Medienarbeit im Bischöflichen Ordinariat Mainz einen Werbeclip gedreht, der jetzt auf der Internetseite des Bistums Mainz sowie unter anderem bei Facebook und auf Instagram veröffentlicht worden ist. Hauptdarsteller des Videos ist der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf.

Bei dem Projekt-Wettbewerb sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beispielhaft zeigen, wie Teilen in der Kirche funktionieren kann - Einsendungen sind bis zum 30. April über Facebook, Instagram, Twitter oder per E-Mail möglich. Unter allen Einsendungen verlost das Bistum Mainz zehn Plätze für einen Kochkurs mit Bischof Kohlgraf und dem Mainzer Koch Frank Buchholz. Der Kochkurs findet am Freitag, 10. Mai, in Mainz statt.

Der Pastorale Weg des Bistums Mainz ist ein Prozess der theologischen und strukturellen Erneuerung der Kirche im Bistum Mainz. „Wir wollen eine Kirche des Teilens werden, in der nicht nur Leben und Glauben, sondern auch Ressourcen und Verantwortung geteilt werden“, hat Bischof Kohlgraf die Grundidee dieses Weges erläutert.

Hinweis: bistummainz.de/so-geht-teilen

am (MBN)

MBN vor 40 Jahren

„Gebet aller Gläubigen um Priester notwendig“ ist ein Artikel über einen Beitrag von Kardinal Volk in der Kirchenzeitung überschrieben: „Das Beispiel mancher Pfarreien im Bistum nachzuahmen, die Gebetsgemeinschaften zum Gebet um geistliche Berufe gebildet haben, appellierte der Bischof von Mainz, Kardinal Hermann Volk, an die Gläubigen seines Bistums. Wie der erste Freitag im Monat Herz-Jesu-Freitag sei, könnte der erste Donnerstag ein Tag besonderen Gebetes um Priester in allen Pfarreien sein, betonte der Kardinal in der Mainzer Kirchenzeitung ‚Glaube und Leben’ zum Tag der geistlichen Berufe am 6. Mai. Das Gebet um Priesterberufe sei das Gebet für alle, an die der Ruf zum Priestertum ergehe, dass sie den Glaubensmut hätten, Priester zu werden, aber auch für alle, die Priester seien, dass sie in Treue zu ihrem Wort stünden.

Kardinal Volk bekräftigte die Aussagen Papst Johannes Pauls II. in seinem Schreiben an die Priester, worin er auch am Festhalten am Zölibat keinen Zweifel ließ. In der Öffentlichkeit werde völlig falsch dagegen argumentiert: ‚Jeder hat das Recht zu heiraten, aber nicht jeder hat das Recht, Priester zu werden. Darauf hat niemand einen Rechtsanspruch, Priestertum ist vielmehr eine Sendung’, unterstrich der Kardinal. Da es sich hier nicht um Aufnahmen in die Kirche handele, sondern um einen innerkirchlichen Dienst, habe die Kirche das volle Recht, die Voraussetzung dafür festzulegen, welche diesen Dienst als geistlichen Dienst förderten. Es gehe dabei um die Verfügbarkeit der Priester, aber nicht nur um sie, sondern auch um das persönliche Zeugnis für das Himmelreich.

Die Zukunft liege ganz gewiss nicht in der Abschwächung, sondern in der Intensivierung, betonte Kardinal Volk. Und wenn nicht alles täusche, begreife das auch unsere Jugend, indem sie sich gewinnen lasse für Dienste, die schon von ihrem Ansatz Entscheidung und Verzicht um des Himmelreiches willen forderten.“

Über eine Stellungnahme des Mainzer Pastoralrates zur Sexualerziehung berichten die MBN folgendermaßen: „Aus- und Weiterbildung der Lehrer, ganz besonders der Religionslehrer, für die schulische Sexualerziehung fordert der Diözesanpastoralrat im Bistum Mainz in einer Stellungnahme. Sie liegt als Faltblatt in einer Auflage von 55.000 vor und wird den Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und Hessen sowie deren Landtagsabgeordneten, den Schulen in Rheinhessen und Hessen, Religionslehrern, Eltern- und Lehrerverbänden, Weiterbildungseinrichtungen und anderen Fachleuten, aber auch den Pfarrgemeinderäten des Bistums zugeleitet, darüber hinaus in allen Pfarrkirchen ausgelegt. In der Ausbildung dürfe die Unterrichtspraxis nicht vergessen werden, betont der Pastoralrat darin. Da schulische Sexualerziehung aber den an erster Stelle stehenden Erziehungsauftrag der Eltern nur ergänzen solle, sei eine intensive Elternbildung ebenso notwendig - ein wichtiges Aufgabenfeld kirchlicher Bildungsarbeit.

Eltern sollen daher Informations- und Orientierungshilfen zur Klärung der eigenen Ein-stellung in Fragen der Sexualität angeboten, ihre Fähigkeit zur Gesprächsführung mit ihren heranwachsenden Kindern und den Lehrern als Erziehungspartnern gefördert werden. Als geeignete Hilfen dazu schlägt der Pastoralrat Gesprächskreise und Elternseminare sowie entsprechendes Schrifttum in den Pfarrbüchereien vor. Von der kirchlichen Jugendarbeit erwartet er eine Unterstützung der Bemühungen von Elternhaus und Schule. Der Pastoralrat fordert auch die kirchliche Verkündigung auf, Hilfestellung zu geben. Die Bildung des Gewissens, das Hinführen zu vertieftem Verständnis personaler Verantwor-tung und Stärkung der sittlichen Entscheidungskraft nennt er als dringliche Aufgaben, erwartet aber auch Klärung in Fragen der sexualethischen Normen. Bei der Stützung von Ehe und Familie müsse die Kirche der gewandelten Stellung der Frau Rechnung tragen.

Der Pastoralrat stellt fest: ‚Da Sexualerziehung Bestandteil der Gesamterziehung ist, müssen ihre Probleme auch in diesem Rahmen gesehen werden. Erziehung in diesem Teilbereich kann nur gelingen, wenn der Erziehungsauftrag von allen Beteiligten ernstgenommen wird. Es ist leicht, die schulische Sexualerziehung zum Sündenbock zu machen und ihr alle negativen Entwicklungen auf dem Gebiet der Sexualität zur Last zu legen. Ihre Möglichkeiten werden überschätzt, wenn man von ihr allein erwartet, was nur die gemeinsamen Anstrengungen aller zuwege bringen können.’“

In der Meldung „Professor Hübener wird Geistlicher Direktor des Bildungszentrums Erbacher Hof in Mainz“ heißt es: „Weihbischof Wolfgang Rolly führte den neuen Leiter des Erbacher Hofes, Professor Christian Hübener, ein. Dieser war 15 Jahre Dozent, zuletzt Professor an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule Rheinland-Pfalz, Abteilung Worms. Neben der Leitung des Hauses wurde er zum Mitarbeiter im Haus am Dom und in der Priesterfortbildung des Bistums bestellt. So wird neben der Erwachsenenbildung vor allem die Priesterfortbildung verstärkt. Ordinariatsrat Helmut Hanschur, der neben seiner Aufgabe als Leiter des Bildungswerkes der Diözese 16 Jahre lang das Ketteler-Haus bzw. den Erbacher Hof geleitet hatte, dankte Weihbischof Rolly für die langjährige fruchtbare Tätigkeit. Er überreichte ihm die von Kardinal Volk verliehene Ernennungsurkunde zum Geistlichen Rat. Hanschur wird im Dezernat Weiterbildung des Bischöflichen Ordinariates zusätzlich die Verantwortung für Häuser der Erwachsenen- und Familienbildung wahrnehmen.“

Mit einem Satz findet auch der erste „Bistums-Beauftragte für den Datenschutz“ Erwähnung: „Seit dem 1. März 1979 hat das Bistum Mainz einen Datenschutzbeauftragten: Rechtsdirektor Horst Kremer. Seine Anschrift ist 6500 Mainz, Weißliliengasse 31.“

Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 9 vom 30. April 1979

Bilder zu den MBN Nr. 14/2019

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