Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 32

Ockenheim, 16. September 2019: Austausch mit Bischof Kohlgraf über den Pastoralen Weg im Bistum Mainz beim Ordenswallfahrtstag. (c) Bistum Mainz / Blum
Ockenheim, 16. September 2019: Austausch mit Bischof Kohlgraf über den Pastoralen Weg im Bistum Mainz beim Ordenswallfahrtstag.
Mi 18. Sep 2019
am (MBN)

Die Bilder zu den MBN sind unten am Ende der Seite in einer Bildergalerie zusammengefasst.

Berichte

  • Erster Ordenswallfahrtstag mit Bischof Kohlgraf
  • Begleitung konfessionsverbindender Ehen im Bistum
  • Diözesantag für Betriebsräte mit Weihbischof Bentz
  • Neuer BONI-Bus in Buseck

Vorschau

  • Interview zu den Pfarrgemeinderatswahlen (9. & 10.11.)
  • Erthal-Ausstellung in der Martinus-Bibliothek (ab 18.9.)
  • Umweltbeirat ruft zur Beteiligung am Klimaprotest auf (20.9.)

Berichte

Kohlgraf: Ein wichtiger Dienst, auf den wir nicht verzichten können

Erster Ordenswallfahrtstag mit Bischof Peter Kohlgraf im Kloster Jakobsberg

Ockenheim. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat das Engagement der Orden und geistlichen Gemeinschaften im Bistum Mainz gewürdigt: „Ich bin froh, dass es Sie gibt. Ihrem Ordensideal entsprechend leben und bezeugen Sie treu Jesu Gegenwart in der Welt. Das ist ein wichtiger Dienst, auf den wir nicht verzichten können“, sagte Kohlgraf am Montag, 16. September, beim ersten Ordenswallfahrtstag des Bistums Mainz im Kloster Jakobsberg. Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Orden und geistlichen Gemeinschaften aus dem Bistum Mainz waren zu dem Tag gekommen, der mit einer gemeinsamen Eucharistiefeier in der Klosterkirche begann.

Im Anschluss gab Kohlgraf einen Überblick zum Pastoralen Weg im Bistum Mainz und forderte die Orden und geistlichen Gemeinschaften auf, sich etwa als „prophetische Stimme“ oder mit ihrer Präsenz in der Gesellschaft einzubringen. Der Bischof räumte ein, dass die Kirche in einem Veränderungsprozess stehe, von dem man nicht wisse, wohin er führen werde. „Ganz wichtig ist aber das Vorzeichen, unter dem auch dieser Weg steht: Wir haben den tiefen Glauben und die tiefe Hoffnung, dass Christus auch heute seine Kirche begleitet.“ Die Kirche sei heute in vielerlei Hinsicht erschüttert - selbst innerhalb der Kirche gebe es Positionen, die nicht mehr gesprächsfähig miteinander seien, sagte Kohlgraf. Er verwies darauf, dass es in der Kirchengeschichte immer wieder Erschütterungen gegeben habe, die dazu führten, dass Christen danach gefragt hätten, was ihr eigentlicher Auftrag sei. 

Am Nachmittag stand neben einer Klosterführung  auch ein Vortrag von Pater Rhabanus Petri OSB über „Benediktinische Spiritualität“ und die gemeinsame Vesper auf dem Programm. Von Seiten des Bischöflichen Ordinariates haben außerdem teilgenommen: der Personaldezernent, Domkapitular Prälat Hans-Jürgen Eberhardt, und Pfarrer Michael Ritzert, Bischöflicher  Beauftragter für die Priester.

Veranstaltet wurde der Wallfahrtstag vom Ordensrat im Bistum Mainz. Pater Frano Prcela OP, der Vorsitzende des Ordensrates, und Schwester M. Helena Hopf RSM, die zweite Vorsitzende des Ordensrates, hatten in ihrer Einladung darauf hingewiesen, dass der neue Ordenswallfahrtstag aus der Zusammenlegung des bisherigen Wallfahrtstages für Ordensleute mit dem Einkehrtag entstanden sei. Weiterhin werden die Orden und geistlichen Gemeinschaften noch zum Tag des geweihten Lebens am 2. Februar zusammenkommen.

tob (MBN)

 

Verantwortete Gewissensentscheidung ermöglichen

Orientierungshilfe der Bischofskonferenz zur Begleitung konfessionsverbindender Ehen

Mainz. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat die Orientierungshilfe der Deutschen Bischofskonferenz zur Frage des Eucharistieempfangs in konfessionsverbindenden Ehen „zur Anwendung und als Grundlage seelsorglicher Begleitung“ im Bistum Mainz empfohlen. Das hat er den seelsorglichen Mitarbeitern im Bistum in einem Schreiben mitgeteilt. Darin bittet er die Seelsorger, „sich solchen Gesprächen ernsthaft zu öffnen“.

In den Gemeinden ist dazu ein Faltblatt mit ausführlichen Informationen verfügbar. Die Orientierungshilfe mit dem Titel „Mit Christus gehen - der Einheit auf der Spur. Konfessionsverbindende Ehen und gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie“ war im Februar 2018 veröffentlicht worden. Im Bistum Mainz hatte Kohlgraf das Thema bei zwei Gesprächstagen in Darmstadt und Pohlheim im März diskutiert.

In dem erläuternden Faltblatt schreibt Bischof Kohlgraf: „Mir ist es daher wichtig, die Absicht und auch Grenzen der Orientie­rungshilfe herauszustellen: Es geht bei der Frage der gemeinsamen Teilnahme an der Eucharistie in konfessionsverbindenden Ehen immer um den Einzelfall. Jeder und jede muss das eigene Gewissen bilden und prüfen, ob er oder sie den Glauben an die Gegenwart Christi in der Eucharistie im Sinne des katholischen Glaubens teilen kann. Dazu be­darf es eines seelsorglichen Gesprächs. Die Orientierungshilfe formuliert keine allgemeine Einladung zur Eucharistie an Menschen anderer Kon­fessionen. Am Ende eines solchen geistlichen Weges wird die begleitete Glaubens­entscheidung eines Einzelnen akzeptiert. Die Menschen, die sich auf diesen Weg machen, leben in einer sakramentalen Ehe, einer Hauskir­che, und spiegeln in ihrem alltäglichen Leben die Liebe Christi zu seiner Kirche wider. Ihnen prinzipiell die sakramentale Stärkung der Eucharistie zu verweigern, scheint mir nicht stimmig zu sein.“

Hinweise:

tob (MBN)

 

Bentz: Gelingende Kommunikation braucht ein Miteinander

Diözesantag für Personal- und Betriebsräte und Mitarbeitervertretungen

Mainz. Mehr als 120 Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter waren in diesem Jahr zum traditionellen Diözesantag für Personal- und Betriebsräte und Mitarbeitervertretungen am Mittwoch, 11. September, in den Erbacher Hof gekommen. Der Mainzer Weihbischof und Generalvikar, Dr. Udo Markus Bentz, hat dabei die Notwendigkeit von fairer und wirksamer Kommunikation in Betrieben und Unternehmen hervorgehoben.

In seinem Grußwort zu Beginn der Tagung sagte er: „Ich bin der Überzeugung, um zu guten und für ein Unternehmen und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragfähigen Entscheidungen zu kommen, braucht es beide Bewegungen - von oben nach unten und von unten nach oben. Es braucht ein Aufeinander zugehen, ein Miteinander, auch wenn es manchmal mühsam ist. Nur wenn sich eine Organisation als lernfähig zeigt, kann Kommunikation fruchtbar werden. Davon bin ich überzeugt“, sagte Bentz. Der Tag, der vom Referat Berufs- und Arbeitswelt des Bistums Mainz veranstaltet wurde, stand unter dem Motto „(fair)-sprechen!  informieren - befragen - beteiligen - Kommunikation im Betrieb“.

Weihbischof Bentz ging auch auf die Dienstgemeinschaft in der Katholischen Kirche ein: „Wir im Bistum Mainz haben keinen Betriebs- oder Personalrat, wir haben uns für den sogenannten Dritten Weg entschieden. Ein Modell, das die Dienstgemeinschaft zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer herausstellt. Ja, wir verzichten dabei bewusst auf die verschiedenen Mittel der Durchsetzung von jeweiligen Interessen der einen wie der anderen Seite. Und doch fordert gerade dieser Weg ein hohes Maß an Kommunikation, enge und kleinschrittige Abstimmung, das andauernde miteinander im Gespräch sein.“ Die Diözesantage für Betriebs- und Personalräte und Mitarbeitervertretungen würdigte Bentz als „gute Tradition“, die einen Ort biete, um Kirche und Arbeitswelt ins Gespräch zu bringen.

Das Impulsreferat hatte Dr. Hermann Schäfer von der Technologie- und Beratungsstelle (tbs) des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Rheinland-Pfalz gehalten. Er gab Anregungen, „wie in hierarchisch strukturierten Unternehmen eine herrschaftsfreie Kommunikation etabliert werden kann“. Wichtig sei dabei vor allem eine professionelle Umsetzung der Kommunikationskonzepte. Von entscheidender Bedeutung sei ebenso die kommunikative Kompetenz der Führungskräfte.

Aus der Praxis berichteten vier Arbeitnehmervertreter, die ihre Erfahrungen in ihren Unternehmen aus Industrie, Verwaltung und Handel schilderten: Wolfgang Heinrich, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Schott AG, Claudia Pasolo, Betriebsrätin bei H&M Hennes & Mauritz B.V. & Co. KG, Corinna Vahrenkamp, ehemalige Personalrätin beim Regierungspräsidium Gießen, sowie Markus Horn, Vorsitzender der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen (DiAG MAV) im Bistum Mainz.

Nachmittags folgten Workshops, um das Thema zu vertiefen. Referenten waren Katja Deusser, Gewerkschaftssekretärin bei ver.di, Nina Stock, Mitarbeiterin der tbs Rheinland-Pfalz, Margarethe Szpilok, Diplom-Psychologin und Unternehmensberaterin aus Frankfurt, sowie Dr. Hermann Schäfer. Zum Abschluss der Veranstaltung fasste Betriebsseelsorgerin Ingrid Reidt aus Rüsselsheim die Ergebnisse des Tages in einem sozialethischen Impuls zusammen.

Hinweis: www.arbeitswelt-bistum-mainz.de

tob (MBN)

 

Ein neuer BONI-Bus in Buseck

Fahrzeug soll für Gemeindeaktivitäten genutzt werden

Paderborn/Buseck. Die katholische Kirchengemeinde St. Marien in Buseck (Dekanat Gießen) hat Anfang September einen neuen BONI-Bus vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken erhalten. Den neuen Bus nahm Franz Borgmann stellvertretend für die Pfarrei entgegen. „Der BONI-Bus ist für alle Gemeindeaktivitäten offen“, sagte er bei der Übergabe der Fahrzeuge in Paderborn. Er soll für Fahrten zum Sonntagsgottesdienst, für die Pfadfinder, die Familienbildungsstätte und die Kleiderkammer genutzt werden.

Zum vierten Mal in diesem Jahr hat das Glaubenswerk mit Sitz in Paderborn gelbe VW-Busse an katholische Gemeinden vergeben. „Es freut mich, dass die BONI-Busse generations- und nationsübergreifend eingesetzt werden“, sagte Monsignore Georg Austen bei der Übergabe an die Gemeindevertreter aus den (Erz-)Bistümern Hamburg, Magdeburg, Mainz und Osnabrück. Austen ist Leiter des Bonifatiuswerkes. „Die mobilen Glaubenshelfer sind für uns wichtige Vehikel, damit Glaube mobil in Kirche und Gesellschaft bleibt“, sagte er.

Das Bonifatiuswerk vergibt alljährlich zwischen 30 und 45 BONI-Busse an katholische Gemeinden und Einrichtungen in Diaspora-Gebieten, das heißt in Regionen, in denen katholische Christen in einer Minderheit leben. Es übernimmt dabei zwei Drittel der Anschaffungskosten. Die Busse werden eingesetzt für Fahrten mit Kindern und Jugendlichen und Senioren, für Ausflüge, Freizeiten und vieles mehr.

PM (MBN)

Vorschau

„Kirche gemeinsam gestalten“

Am 9. und 10. November finden im Bistum Mainz Pfarrgemeinderatswahlen statt

Mainz. „Es geht darum, Frauen und Männer zu finden, denen die Kirche am Herzen liegt, die im Pfarrgemeinderat gerne Verantwortung für ihre Kirche übernehmen wollen, und die Freude daran haben, Kirche vor Ort zu gestalten.“ Mit diesen Worten hat der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf zur Teilnahme an den Pfarrgemeinderatswahlen aufgerufen, die in diesem Jahr am 9. und 10. November in den Pfarreien des Bistums Mainz stattfinden. Rund 630.000 Katholikinnen und Katholiken im Bistum Mainz sind aufgerufen, an die Wahlurne zu gehen. Die Wahlen stehen unter dem Motto „Kirche gemeinsam gestalten“. Im Interview spricht Ulrich Janson, Referent für Pfarrgemeinde-, Seelsorge- und Dekanatsräte im Bischöflichen Ordinariat Mainz, über die anstehenden Wahlen, die ganz im Zeichen des Pastoralen Wegs des Bistums Mainz stehen.

Mainzer Bistumsnachrichten (MBN): Noch knapp zwei Monate, dann finden im Bistum Mainz zum 14. Mal Wahlen zu den Pfarrgemeinderäten (PGR) statt. Was steht bis dahin auf der Agenda?

Ulrich Janson: Im Moment geht es insbesondere darum, Frauen und Männer für eine Kandidatur zu motivieren. Aus zahlreichen Pfarreien bekomme ich Rückmeldung, dass viele bereit sind, im PGR mitzumachen. Dort sind die Kandidatenlisten schon gut gefüllt. In anderen Pfarreien ist es eher schwierig, Menschen für eine Kandidatur zu gewinnen, weshalb der Bischof in einem Brief an die Pfarreien dazu aufruft, sich als Kandidatin oder Kandidat zur Verfügung zu stellen. Die Gemeindemitglieder haben noch bis zum 12. Oktober Gelegenheit, Kandidatenvorschläge im Pfarrbüro einzureichen. Dann werden die Wahlunterlagen erstellt und an alle Wahlberechtigten verteilt. Schließlich geht es darum, alle Gemeindemitglieder zu ermuntern, am 9. und 10. November zur Wahl zu gehen.

MBN: Was motiviert Menschen, sich als Kandidatin oder Kandidat für den Pfarrgemeinderat aufstellen zu lassen?

Janson: Das ist sehr unterschiedlich. Die einen möchten sich einfach aktiv in der Pfarrei beteiligen und mitwirken, dass ein buntes und einladendes Gemeindeleben entsteht. Andere möchten gerne ihre Fähigkeiten, Begabungen und ihre Interessen einbringen und so zu einer lebendigen Pfarrei beitragen. Und wieder andere möchten gerne aktiv an der Gestaltung der Zukunft der Kirche vor Ort mitwirken, Konzepte entwickeln, neue Ideen ausprobieren und aktiv am Pastoralen Weg des Bistums mitwirken.

MBN: Rund 80 Prozent der Pfarreien führen eine allgemeine Briefwahl durch. Was ist der Vorteil?

Janson: Damit haben alle Wahlberechtigten die Möglichkeit, den neuen PGR per Brief zu wählen. So wird vielen Gemeindemitgliedern die Chance gegeben, sich über das Pfarrei-leben zu informieren und über die Wahl den zukünftigen Kurs der Pfarrgemeinde mitzugestalten.

MBN: Über 150 Pfarreien werden rund 60 Gesamtpfarrgemeinderäte bilden. Wie deuten Sie diese Entwicklung?

Janson: Ich halte diese Entwicklung für sehr positiv. Dadurch wird deutlich, dass ein starkes Bewusstsein für einen gemeinsamen Weg in die Zukunft der Kirche und der Wille zur engeren Zusammenarbeit gewachsen ist.

MBN: Neuerungen gibt es auch bei der Wahl des Jugendvertreters…

Janson: … ja, denn in diesem Jahr ist es erstmals möglich, Jugendvertreter von einer Jugendversammlung direkt in den Pfarrgemeinderat zu wählen. Damit haben die Jugendvertreter einen engeren Kontakt zur Pfarreijugend und erfahren eine hilfreiche Rückenstärkung durch die Jugendlichen der Pfarrgemeinde.

MBN: Im Bistum Mainz hat der Pastorale Weg begonnen, der viele Veränderungen nach sich ziehen wird. Warum ist es wichtig, sich gerade jetzt im Pfarrgemeinderat zu engagieren?

Janson: Pfarrgemeinderäte hatten selten so viele Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume wie heute. Das Bistum wünscht ausdrücklich die Beteiligung der ehrenamtlichen Gremien auf dem Pastoralen Weg. Die Pfarrgemeinderäte sind ein wichtiger Gesprächspartner und Mitgestalter, was die Zukunft der Kirche betrifft. In der Mitarbeit im PGR liegt eine große Chance, aktiv mitzureden statt nur zu klagen.

MBN: Sie begleiten zum fünften Mal die Pfarrgemeinderatswahlen im Bistum Mainz. Was erwarten Sie ganz persönlich?

Janson: Die Kirche hat in den letzten Jahren viel an Vertrauen und Glaubwürdigkeit verloren. Ich wünsche mir in den Pfarrgemeinderäten ein wachsendes Bewusstsein dafür, dass die Zukunft der Kirche von Mainz und vor Ort auch in ihren Händen liegt. Deshalb haben wir als Motto gewählt „Kirche gemeinsam gestalten“. Pfarrgemeinderäte und Ehrenamtliche haben die Chance, der Kirche in der Welt von heute ein Gesicht, eine Stimme und ein Profil zu geben. Dazu ist es aber für die Pfarrgemeinderäte hilfreich, in Zukunft den Blick noch mehr auf die Menschen und die Lebensräume der Menschen zu richten.

Hinweis: Viele weitere Informationen und zahlreiche Materialien auch auf der Internetseite www.pfarrgemeinderatswahlen.de/bistum-mainz

am (MBN)

 

Bewahrung der Schöpfung Kern der christlichen Botschaft

Umweltbeirat ruft zur Beteiligung am Klimaprotest am 20. September auf

Mainz. Der Umweltbeirat des Bistums Mainz ruft die Katholikinnen und Katholiken des Bistums dazu auf, sich an Aktionen vor Ort zum weltweiten Klimaprotesttag der „Fridays for Future“-Bewegung am 20. September zu beteiligen. „Die Bewahrung der Schöpfung gehört zum Kern der christlichen Botschaft“, erklärte Dr. Franz Hock, Umweltbeauftragter des Bistums, in einer Pressemitteilung am Mittwoch, 11. September, unter Verweis auf die Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus. Hock erinnerte auch daran, dass Papst Franziskus im April 2019 bei einer Audienz in Rom Gretha Thunberg, der Initiatorin der Klimaproteste, für ihr Engagement gedankt und sie darin bestärkt hatte. Klimaschutz und eine „ganzheitliche Ökologie“ spielen im Bistum Mainz wie in der katholischen Kirche weltweit eine wichtige Rolle: etwa bei der Umsetzung des „Klimaschutzkonzepts des Bistums Mainz“ oder im Oktober bei der „Amazonas-Synode“ in Rom.

Stichwort Umweltbeirat

Seit 2010 gibt es im Bistum Mainz einen Umweltbeirat. Unter Vorsitz des Umweltbeauftragten Dr. Franz-Jakob Hock berät er Fragen der Ökologie, Energie und Nachhaltigkeit und trägt sie in das Bistum hinein. So hat er etwa den „Umweltpreis des Bistums“ und das „Klimaschutzkonzept“ angeregt und bisher fünf „Tippgeber“ für den Umweltschutz herausgegeben.

Hinweis: www.umwelt.bistummainz.de

PM (MBN)

 

Erthal-Ausstellung in der Mainzer Martinus-Bibliothek (ab 18.9.)

Tagung, Domkonzert und mehrere Konzerte im Erthaler Hof vorgesehen

Mainz. An Friedrich Karl Joseph von Erthal (1719-1802) und das kulturelle Leben in seiner Zeit erinnert in den kommenden Tagen und Wochen ein umfangreiches Programm. Erthal, dessen Geburtstag sich am 3. Januar 2019 zum 300. Mal gejährt hatte, war der vorletzte Kurfürst und Erzbischof des Erzbistums Mainz. In der Ausstellung „Ausklang von Kurmainz“ (18. September 2019 bis 14. Februar 2020) wird in der Mainzer Martinus-Bibliothek das musikalische Leben zur Zeit Erthals vorgestellt. Anhand von Tafeln und Exponaten wird die Fülle musikalischer Handlungsräume dargestellt, die sich unter der Regentschaft Erthals entfaltete. Durch die Wirren der Französischen Revolution und den Einmarsch der französischen Truppen in Mainz erfuhr dieser künstlerische Aufschwung ein abruptes Ende. Erarbeitet wurde die Ausstellung von Studierenden der Abteilung Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz unter Leitung von Professor Dr. Klaus Pietschmann. Die Schirmherrschaft zur Ausstellung hat der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf übernommen.

Bei einem Presserundgang am Freitag, 13. September in der Martinus-Bibliothek wurden die Ausstellung sowie die weiteren Angebote vorgestellt: Professor Dr. Klaus Pietschmann vom Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, sowie die Studierenden Sylva Bouchard-Beier, Anna Lahusen und Rodney Fuchs, der Mainzer Domkapellmeister, Professor Karsten Storck, und der Direktor der Martinus-Bibliothek, Dr. Helmut Hinkel, erläuterten die verschiedenen Veranstaltungen zum Erthal-Jubiläum. 

Vernissage mit Professor Pietschmann (17.9.) 

Die Vernissage der Ausstellung „Ausklang von Kurmainz“ findet am Dienstag, 17. September, um 18.15 Uhr in der Martinus-Bibliothek statt. Dabei wird Professor Pietschmann einen einführenden Vortrag halten („Routine, Neubeginn, Kanonendonner: Zur Mainzer Musikkultur im ausgehenden 18. Jahrhundert“). Außerdem werden Sylva Bouchard-Beier und Stephan Münch Mainzer Liedkompositionen der Erthal-Zeit vortragen. Die Ausstellung kann - bei freiem Eintritt - von Mittwoch, 18. September, bis Freitag, 14. Februar 2020 zu den Öffnungszeiten der Martinus-Bibliothek besucht werden.

Tagung im Erthaler Hof (14.9.)

Bereits das vorangehende Wochenende steht ganz im Zeichen von Erthal: Am Samstag, 14. September, findet ab 10.00 Uhr die Tagung „Friedrich Karl Joseph von Erthal und das Mainzer Musikleben im späten 18. Jahrhundert“ im Festsaal des Erthaler Hofs in Mainz statt. Veranstalter ist die Abteilung Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft für mittelrheinische Musikgeschichte. Den Abschluss bildet um 18.00 Uhr ein Konzert mit Harmoniemusiken des Mainzer Kapellmeisters Vincenzo Righini und Franz Heinrich Ehrenfried. Weitere Konzerte im Erthaler Hof sind am Freitag, 25. Oktober, und Samstag, 16. November, vorgesehen.

Domkonzert mit Righinis Krönungsmesse (15.9.)

Im Zentrum des Domkonzerts am Sonntag, 15. September, um 17.00 Uhr, steht Righinis Messe zur Krönung der Kaiser Leopold II. und Franz II., die unter der Leitung von Domkapellmeister Professor Karsten Storck von Solisten, dem Mainzer Domorchester und dem Domchor zur Aufführung gebracht wird. Auf dem Programm des Domkonzerts stehen außerdem „Terra tremuit“ von Johann Ernst Eberlin und das „Konzert für Horn und Orchester“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Storck wies darauf hin, dass das Domkonzert bereits ausverkauft ist - so wie die komplette Reihe der Domkonzerte. Allerdings werde das Konzert für eine CD-Produktion aufgenommen, sagte Storck.

Hinweise:

  • Martinus-Bibliothek - Wissenschaftliche Diözesanbibliothek im Priesterseminar Mainz - Grebenstraße 8 (Eingang), Augustinerstraße 34 (Post), 55116 Mainz, Telefon: 06131/266-222, Fax: 06131/266-387, E-Mail: bibliothek@bistum-mainz.de, Internet: www.bistum-mainz.de/martinus-bibliothek- Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9.00 bis 12.30 Uhr und von 13.30 bis 18.00 Uhr
  • Zur Ausstellung gibt es eine eigene Internetseite unter mugemir.de/erthal19
  • Weitere Informationen zur Tagung im Erthaler Hof auf der Seite der Arbeitsgemeinschaft für mittelrheinische Musikgeschichte unter mugemir.de/tagung-erthal
  • Das Domkonzert ist bereits ausverkauft - domchor-mainz.de

tob (MBN)

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