Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 36

Mainz, 18.10.2019: Schüler des Theresianums testen eine virtuelle Expedition-Tour mit VR-Brillen (Virtual Reality) über das Hambacher Schloss. (c) Dominik Ketz
Mainz, 18.10.2019: Schüler des Theresianums testen eine virtuelle Expedition-Tour mit VR-Brillen (Virtual Reality) über das Hambacher Schloss.
Mi 23. Okt 2019
am (MBN)

Weitere Bilder zu den MBN Nr. 36/2019 in der Bildergalerie am Ende der Seite.

Vorschau

  • Austauschforen zum Pastoralen Weg (ab 17.10.)
  • 25 Jahre Mädchenchor am Mainzer Dom (26.-27.10.)
  • Tag der offenen Tür an der KH Mainz (26.11.)

Berichte

  • Solidaritätsbrief von Kohlgraf an jüdische Gemeinden
  • Virtuelle Expedition-Tour am Theresianum vorgestellt

Publikationen

  • Neuerscheinung: „Briefe vom Amazonas“
  • Neuerscheinung: „Die Natur feiern“

 

Vorschau

Erstmals vier regionale Austauschforen zum Pastoralen Weg (ab 17.10.)

Fritzen: „Wir wollen gemeinsam für einen guten Fortgang des Pastoralen Weges sorgen.“

Mainz. Mit einem Treffen im Bartholomäushaus in Zornheim am Donnerstag, 17. Oktober, startet die erste Runde der regionalen Austauschforen zum Pastoralen Weg des Bistums Mainz. „Nach dem Auftakt zum Pastoralen Weg im Juni haben in den Dekanaten des Bistums Mainz die ersten Überlegungen, Planungen und Schritte begonnen. Dies wollen wir von Seiten des Bischöflichen Ordinariates mitgestalten“, sagt Dr. Wolfgang Fritzen, Leiter der Koordinationsstelle für den Pastoralen Weg. Für die insgesamt vier Treffen seien keine festen Themen gesetzt worden. „Es geht zunächst einmal um den Austausch: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen einander den Stand mitteilen, von guten Ideen und Erfahrungen berichten und miteinander Schwierigkeiten und offene Fragen besprechen“, betont Fritzen. Hauptanliegen sei es, „gemeinsam für einen guten Fortgang des Pastoralen Weges sorgen“.

Eingeladen zu den Treffen sind die Mitglieder der Dekanats-Projektteams und der Arbeitsgruppen in den Dekanaten; teilnehmen werden neben Fritzen und Dr. Ursula Stroth von der Koordinationsstelle auch der Personaldezernent des Bistums Mainz, Domkapitular Prälat Hans-Jürgen Eberhardt, sowie der Seelsorgedezernent, Ordinariatsdirektor Hans Jürgen Dörr.

Neben der Veranstaltung in Zornheim für die Dekanate Alzey/Gau-Bickelheim, Bingen, Mainz-Stadt, Mainz-Süd und Worms finden noch folgende Treffen statt:

  • Donnerstag, 7. November: Region Südhessen (Dekanate Bergstraße-Mitte, -Ost und -West sowie Darmstadt, Dieburg und Erbach) in der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) Darmstadt, Clubraum in NR 30, 64283 Darmstadt, Nieder-Ramstädter Straße 30
  • Dienstag, 12. November: Region Oberhessen (Dekanate Alsfeld, Gießen, Wetterau-Ost und -West) in Lich, Pfarrzentrum, Don-Bosco-Saal, Ringstraße 15, 35423 Lich
  • Montag, 18. November: Main-Region (Dekanate Dreieich, Offenbach, Rodgau, Rüsselsheim und Seligenstadt) in Dreieichenhain, Pfarrzentrum St. Marien, Taunusstraße 47, 63303 Dreieichenhain

Stichwort: Pastoraler Weg

Der Pastorale Weg des Bistums Mainz ist ein Prozess der geistlichen und strukturellen Erneuerung der Kirche im Bistum Mainz. „Wir wollen eine Kirche des Teilens werden, in der nicht nur Leben und Glauben, sondern auch Ressourcen und Verantwortung geteilt werden“, erläutert der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf die Grundidee dieses Weges. Leit-figur für den Pastoralen Weg ist der heilige Martin. Bischof Kohlgraf hat auch strukturelle Veränderungen angekündigt: Diese zielen darauf, dass die lokalen Gemeinden Orte des christlichen Lebens im Bistum Mainz bleiben. Pfarreien, die sich aus mehreren lokalen Gemeinden zusammensetzen, werden in erster Linie Verwaltungseinheiten sein.

Es gibt drei Phasen: Bis 2021 soll in einer ersten Phase in den Dekanaten ein Konzept erarbeitet werden. Von 2021 bis spätestens zum Jahr 2030 sollen in einer zweiten Phase die derzeit 134 Pastoralen Einheiten (Pfarrgruppen und Pfarreienverbünde) im Bistum dann nach und nach zu künftig rund 50 Pfarreien zusammengeführt werden. Dabei wird es voraussichtlich in den Dekanaten zu Ungleichzeitigkeiten kommen. Sobald eine neue Pfarrei errichtet ist, werden dann in der dritten Phase durch Pfarreientwicklungsprozesse die erarbeiteten Konzepte umgesetzt. In allen Phasen gibt es Möglichkeiten und Formen der Beteiligung.

Mit den strukturellen Veränderungen des Pastoralen Weges reagiert das Bistum Mainz auch auf die Entwicklungen der kommenden Jahre: Neben einem Rückgang der Katholi-kenzahlen geht das Bistum Mainz von einem Rückgang von Seelsorgerinnen und Seelsor-gern und einem Rückgang des Kirchensteueraufkommens aus.

Hinweis: Koordinationsstelle für den Pastoralen Weg im Bischöflichen Ordinariat Mainz, Dr. Wolfgang Fritzen (Leitung) und Dr. Ursula Stroth, Telefon: 06131/253-524, E-Mail: pastoraler.weg@bistum-mainz.de, Internet: www.pastoraler-weg.de

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25 Jahre Mädchenchor am Dom und St. Quintin (26.-27.10.)

Das Ensemble gehört zu den ältesten Mädchenchören in Deutschland

Mainz. Der Mädchenchor am Dom und St. Quintin feiert sein 25-jähriges Bestehen mit einem Festkonzert und einem Festgottesdienst im Mainzer Dom. Das Festkonzert am Samstag, 26. Oktober, um 19.30 Uhr steht unter der Überschrift „Jauchzet Gott“; es erklingen Kompositionen von unter anderen Gabriel Fauré, Josef Gabriel Rheinberger, Felix Mendelssohn Bartholdy und Ennio Morricone. Begleitet wird der Chor vom Kreisjugendorchester Böblingen unter der Leitung von Thomas Scheiflinger und Domorganist Professor Daniel Beckmann an der Domorgel. Die Gesamtleitung hat der Leiter des Mädchenchores, Domkantor Michael Kaltenbach, der für das Programm auch eigene Kompositionen und Arrangements beigesteuert hat. Die Musikerinnen und Musiker gestalten auch den Festgottesdienst am Sonntag, 27. Oktober, um 10.00 Uhr im Mainzer Dom. Als Hauptzelebrant steht Domdekan Prälat Heinz Heckwolf dem Gottesdienst vor.

Kaltenbach: „Ich bin sehr glücklich: Es läuft im Chor super.“

Der Mädchenchor war 1994 von dem damaligen Domkapellmeister Mathias Breitschaft und Domdekan Heinz Heckwolf gegründet worden, er gehört zu den ältesten Mädchenchören in Deutschland. Der Name des Chores – Mädchenchor am Dom und St. Quintin – geht auf die Kirche St. Quintin zurück, die ganz in der Nähe des Mainzer Domes steht und die bei der Gründung des Chores keinen eigenen Pfarrchor hatte. Auch die ersten Auftritte des Chores erfolgten in dem Gotteshaus, wo der Chor – neben seinen Aufgaben im Mainzer Dom – auch heute noch regelmäßig singt. Darüber hinaus singen die Mädchen in Konzerten und im Mainzer Staatstheater.

Sechs Mainzer Domkantoren – der Mädchenchor ist traditionell das künstlerische Betätigungsfeld des Domkantors – hatten die Leitung seit 1994 inne. Aktuell leitet Domkantor Michael Kaltenbach den Chor – seit 2015 hat er das Amt inne. Zweimal in der Woche probt er mit seinen 140 Sängerinnen, dazu haben die Mädchen Stimmbildung. Zwischen neun und 19 Jahren sind sie alt, die meisten verlassen den Chor nach dem Ende ihrer Schulzeit. In den vergangenen Wochen war Kaltenbach wieder in den Mainzer Grundschulen unterwegs, um neue Mitglieder zu werben, 30 Mädchen singen jetzt im Vorbereitungschor. Über Nachwuchsmangel klagt der Domkantor nicht: „Ich bin sehr glücklich, denn es läuft im Chor super. Und ich arbeite sehr daran, dass es so bleibt“, betont er.

Eine Herausforderung sei es immer wieder, passende Chorliteratur für die verschiedensten Anlässe zu finden. Vor dem 20. Jahrhundert gebe es nur wenige Originalkompositionen für Mädchenchor. Das habe sich aber im 21. Jahrhundert mit der Gründung vieler Mädchenchöre verändert, sagt Kaltenbach. Und wie seine Vorgänger auch, komponiert er selbst für seinen Chor. „Das geht gar nicht anders, denn sonst singen die Mädchen immer wieder dieselben Stücke.“ Für das Jubiläumskonzert hat er beispielsweise die fünfstimmige Mottete „Bonum est confiteri Domino“ komponiert.

Kaltenbach lobt die „großartige Gemeinschaft“ innerhalb des Chores, die vor allem durch die jährlichen Chorfahrten gefestigt wird. „Ich beobachte immer wieder den guten Zusammenhalt der Mädchen und ich freue mich über ihre musikalische Entwicklung“, sagt er. Bei den Proben komme es immer wieder darauf an, die richtige Balance zu finden, damit die älteren Sängerinnen nicht unterfordert, die jüngeren nicht überfordert seien. „Das geht nur mit einer guten Kommunikation“, sagt er.

Hinweis: www.domchor-mainz.de

am (MBN)

 

Einblicke in das Hochschulleben (26.11.)

Tag der offenen Tür an der Katholischen Hochschule Mainz

Mainz. Am Dienstag, 26. November, findet an der Katholischen Hochschule (KH) Mainz von 10.00 bis 14.00 Uhr ein Tag der offenen Tür statt. Interessierte haben dann Gelegenheit, das Studienangebot der KH Mainz kennenzulernen und einen Einblick in das Hochschulleben zu gewinnen. Im Rahmen des Tages wird es ausführliche Informationen zu den Bachelor- und Masterstudiengänge der Einrichtung geben.

So werden die Fachbereiche Soziale Arbeit, Sozialwissenschaften: Migration und Integration, Gesundheit und Pflege (Pflege, Physiotherapie, Logopädie, Hebammenwesen) sowie Praktische Theologie Informations- und Fragerunden anbieten. Darüber hinaus haben die Besucher die Möglichkeit, an Fachvorträgen und Vorlesungen oder Seminaren teilzunehmen. Bei Kaffee und Gebäck besteht außerdem die Möglichkeit, sich über Tipps und Fragen zur Studienorganisation, Zulassungsvoraussetzungen oder Berufsperspektiven mit Mitarbeitern und Studenten der Katholischen Hochschule Mainz auszutauschen.

Hinweis: Weitere Informationen zum Tag der offenen Tür auch im Internet unter www.kh-mz.de

am (MBN)

 

Berichte

„Wir stehen fest an Ihrer Seite“

Solidaritätsbrief des Mainzer Bischofs an die Jüdische Gemeinde

Mainz. Angesichts der Ereignisse in Halle hat der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf im Namen der Katholiken im Bistum Mainz sein „Mitgefühl, seine Verbundenheit und seine Solidarität“ gegenüber der Jüdischen Gemeinde zum Ausdruck gebracht. In einem am 10. Oktober versendeten Brief an Aharon Ran Vernikovsky, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde von Mainz, Rheinhessen und Worms, und an die Vorsitzende der Gemeinde, Anna Kischner, schreibt Kohlgraf unter anderem: „Es macht uns fassungslos, dass Juden in unserem Land einer solchen Gewalttat ausgesetzt sind. Wir sind besonders entsetzt darüber, dass der Täter gezielt den hohen jüdischen Feiertag Jom Kippur ausgesucht hat und seinen Angriff gegen eine Gemeinde richtete, die sich zum Gebet versammelt hat. Ich kann Ihnen versichern, dass wir als Katholiken fest an Ihrer Seite stehen. Antisemitische Hetze, Anfeindungen und Gewalt dürfen in unserem Land keinen Raum haben, und wir werden das uns Mögliche tun, um dagegen anzugehen.“ Und weiter heißt es: „Unsere Gedanken sind bei den Opfern des Angriffs, bei den Verletzten und allen, die durch diese Tat in Angst und Schrecken versetzt wurden. Ihnen und der gesamten jüdischen Gemeinschaft in Deutschland sind wir in diesen Tagen auch im Gebet eng verbunden.“

am (MBN)

 

Premiere mit Theresianum Mainz

Schüler testen Google Expedition-Tour über das Hambacher Schloss

Mainz. Am Freitag, 18. Oktober, ist im Bischöflichen Gymnasiums Theresianum in Mainz erstmals eine virtuelle Expedition-Tour mit VR-Brillen (Virtual Reality) über das Hambacher Schloss getestet worden. Die virtuelle Führung und Erzählung rund um das Hambacher Fest wurde in Zusammenarbeit mit zahlreichen Projektpartnern von Google Arts & Culture realisiert. Staatssekretär Dr. Denis Alt vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur stellte zusammen mit Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihres Geschichtsunterrichts die Expedition-Tour über das Hambacher Schloss auf den Prüfstand.

Anschließend diskutierten Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit den Lehrkräften und allen am Projekt Beteiligten über die Erfahrungen und die Geschichte der Demokratie. An dem Gespräch nahm auch der Bildungsdezernent des Bistums Mainz, Gereon Geissler, teil. Die Expedition-Tour soll künftig auch an den anderen Schulen in Rheinland-Pfalz verwendet werden.

PM (MBN)

 

Publikationen

Neuerscheinung: „Briefe vom Amazonas“

Bericht aus 44 Jahren Missions- und Entwicklungsarbeit von zwei Rüsselsheimer Pfarrern

Mainz. Das Neue Jahrbuch für das Bistum Mainz widmet sich in diesem Jahr der Missionsarbeit von zwei Priestern aus dem Bistum Mainz in Brasilien. Autoren des Buches „Briefe vom Amazonas. Berichte und Bilder aus 44 Jahren Missions- und Entwicklungsarbeit in Juruti/Brasilien 1972-2016“ sind die beiden Mainzer Bistumspriester Gunter Bee und Alfons Blumenfeld, die unter anderem in Rüsselsheim tätig waren und dort auch viele Unterstützer für ihre Missionsarbeit haben. Das Buch enthält die Rundbriefe und Chroniken aus ihrer Zeit in Brasilien. Die Herausgeber Alois Bauer und Dr. Barbara Nichtweiß haben das erste Exemplar des gerade erschienenen Buches „Briefe vom Amazonas“ am Dienstag, 22. Oktober, im Bischöflichen Ordinariat Mainz an den Mainzer Bischof Peter Kohlgraf sowie Weihbischof und Generalvikar Dr. Udo Markus Bentz überreicht. Alois Bauer ist Leiter der Geschäftsstelle „Weltkirche / Gerechtigkeit und Frieden“ im Bischöflichen Ordinariat Mainz; Dr. Barbara Nichtweiß ist Leiterin der Abteilung Publikationen im Bischöflichen Ordinariat.

Weihbischof Bentz, zu dessen Verantwortungsbereich die Geschäftsstelle „Weltkirche / Gerechtigkeit und Frieden“ gehört, schreibt in seinem Geleitwort: „Die Briefe der Mainzer Priester wollen das Bewusstsein für eine notwendige Solidarität und Verantwortung füreinander stärken.“ Und weiter: „In den Schilderungen der alltäglichen Ereignisse werden die großen Grundsatzthemen greifbar: die gesellschaftliche Kraft des Evangeliums, eine elementare Schöpfungsidentität, die Option für die Armen und Ausgegrenzten und die Wiederentdeckung der Berufung und Sendung aller Getauften für Kirche und Welt. Die in Rom versammelten Teilnehmer der Amazonas-Synode sind sich bewusst, dass ihre Beratungen nicht nur regionale Relevanz haben, sondern dass derzeit die gesamte Weltkirche auf die Kirche am Amazonas schaut. Die Kirche am Amazonas weiß um ihre prophetische Rolle nicht nur für die Menschen am Amazonas, sondern auch für die Katholiken weltweit. Diese prophetische Dimension blitzt auch an vielen Stellen der hier gesammelten Briefe auf.“

Darüber hinaus enthält das Buch auch einen Überblick über die weltweite Unterstützung von Missionsarbeit durch das Bischöfliche Ordinariat. Autoren sind Missio-Diözesanreferentin Dr. Eva Baillie, Alois Bauer und sein Vorgänger Udo Mechlinski. Außerdem gibt der Trierer Priester Dr. Michael Meyer in seinem Beitrag einen Überblick zur Entwicklung des katholischen Missionsverständnisses nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965).

Hinweise: 

  • Gunter Bee und Alfons Blumenfeld: Briefe vom Amazonas. Berichte und Bilder aus 44 Jahren Missions- und Entwicklungsarbeit in Juruti/Brasilien 1972-2016. Hg. von der Geschäftsstelle „Weltkirche / Gerechtigkeit und Frieden“ im Bischöflichen Ordinariat Mainz. (Erschienenen in der Reihe: Neues Jahrbuch für das Bistum Mainz. Beiträge zur Zeit- und Kulturgeschichte der Diözese - Jahrgang 2019; hg. von Barbara Nichtweiß.) Bistum Mainz Publikationen, Mainz 2019. 276 Seiten. 18 Euro. ISBN 978-3-934450-76-9.
  • Das Buch ist im Infoladen des Bistums Mainz erhältlich - Heiliggrabgasse 8 (Ecke Augustinerstraße), 55116 Mainz, Telefon: 06141/253-888, E-Mail: infoladen@bistum-mainz.de, Internet: infoladen@bistum-mainz.de 

Hinweis für die Redaktionen: Am Freitag, 25. Oktober, um 12.00 Uhr findet eine persönliche Begegnung statt zwischen den beiden Autoren der „Briefe vom Amazonas“, Gunter Bee und Alfons Blumenfeld, dem Mainzer Weihbischof und Generalvikar, Dr. Udo Markus Bentz, und anderen Beteiligten an der Buchveröffentlichung. Ort des Treffens ist die Mainzer Martinus-Bibliothek (Grebenstraße 8). Zur Berichterstattung sind Sie herzlich eingeladen. Bitte geben Sie uns unter der E-Mail-Adresse pressestelle@bistum-mainz.de eine kurze Rückmeldung, wenn Sie an dem Termin teilnehmen möchten.

tob (MBN)

 

Neuerscheinung „Die Natur feiern“

Pressegespräch beim Dialogforum des Abrahamischen Forums in Deutschland

Mainz. „Der Naturschutz ist eng mit ethischen und religiösen Grundeinstellungen verknüpft. Deswegen sind die Religionen wichtige Kooperationspartner für unsere Arbeit.“ Das sagte Professorin Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), bei der Vorstellung der Neuerscheinung „Die Natur feiern. Religiöse Feste und Naturschutz“ am Donnerstag, 17. Oktober, im Erbacher Hof in Mainz. Religionen könnten dazu beitragen, ein stärkeres Bewusstsein für Naturschutz und biologische Vielfalt zu schaffen. Insbesondere religiöse Feste zeigten Möglichkeiten für einen emotionalen Zugang zum Naturschutz auf, betonte sie. Daher sei die Publikation, die auf die verschiedenen religiösen Feste hinweist, die einen Naturbezug haben, „ein wertvoller Beitrag für den interkulturellen und interreligiösen Dialog“, sagte Jessel.

Autorin der Publikation ist Julia Glaeser. „Viele Festtage der Religionen haben ihre Wurzeln in der Natur und deren Bewahrung. Feste bieten eine gute Gelegenheit, ein tiefes gemeinsames Miteinander zu erreichen: Dieses Miteinander ist in der multireligiösen Gesellschaft in Deutschland für den Naturschutz wie auch für andere gesellschaftliche Aufgaben von großer Bedeutung“, sagte sie. Ein gemeinsames Lernen der Religionen von- und übereinander durch die gemeinsam gefeierten Feste könnten neue Bekanntschaften und sogar Freundschaften entstehen lassen und so zum Schutz der Natur beitragen. Professor Dr. Ralf Rothenbusch von der Bistumsakademie Erbacher Hof wies in seinem Statement auf die Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus hin, die dem Thema Naturschutz eine „hohe Bedeutung“ für die Katholische Kirche gegeben habe. Zu Beginn hatte Dr. Jürgen Micksch, Geschäftsführer des Abrahamischen Forums in Deutschland, die Anwesenden begrüßt und betont, dass es insbesondere im Bereich des Naturschutzes große Chancen für die Zusammenarbeit zwischen den Religionen gebe, da die Texte „alle in eine ähnliche Richtung gehen“. Hier gebe es neue Möglichkeiten interreligiöser Kooperationen.

Das Pressegespräch fand zum Auftakt des Dialogforums „Die Natur feiern. Religiöse Feste und Naturschutz“ statt. Dazu haben die Bistumsakademie Erbacher Hof und das Abrahamische Forum in Deutschland von Donnerstag, 17., bis Freitag, 18. Oktober, in den Erbacher Hof in Mainz eingeladen. Das Dialogforum ist Teil des Projekts „Religionen für biologische Vielfalt“, in dem Vertreterinnen und Vertreter von neun Religionsgemeinschaften sowie Verantwortliche aus den Bereichen Naturschutz, Wissenschaft und staatliche Stellen zusammenarbeiten. Gefördert wird das Vorhaben durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Da die Tagung in der Zeit des jüdischen Sukkotfestes stattfindet, wurde für das Pressegespräch eine Laubhütte rekonstruiert, in der das Pressegespräch stattfand.

am/tob (MBN)

 

 

Bilder zu den MBN Nr. 36/2019 vom 23. Oktober

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