Mainzer Bistumsnachrichten Nr. 12 / 2026

Während der Sendungsfeier überreichte Bischof Kohlgraf den Mitarbeitenden jeweils eine Bibel (c) Bistum Mainz/Hoffmann
Während der Sendungsfeier überreichte Bischof Kohlgraf den Mitarbeitenden jeweils eine Bibel
Datum:
Mi. 1. Juli 2026
Von:
hoff (MBN)

In der aktuellen Ausgabe folgenden Themen: Sendungsfeier Pastoral- und Gemeindereferent/innen, Beauftragungsfeier für Geistliche Begleitende, Weihbischof Pottackal würdigt Weihejubilare, Kirchensteuerrat verabschiedet Jahresabschluss, Bischof Kohlgraf mit Pastoralkommission in Frankreich, erstes Treffen des Diözesanen Synodalteams, Versammlung Beirat Katholiken anderer Muttersprache, Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht in Hessen, Bistum schreibt Umweltpreis aus, Online-Publikation älterer Kirchenbücher, Neues Programm der Chöre am Mainzer Dom, und "Mit Popsongs auf Sinnsuche".

 

Bischof Kohlgraf: Freiheit als Suche nach dem Guten

Gruppenfoto mit den neuen pastoralen Mitarbeitenden im Bistum Mainz (c) Bistum Mainz/Hoffmann
Gruppenfoto mit den neuen pastoralen Mitarbeitenden im Bistum Mainz

Gemeinsame Sendungsfeier von Pastoral- und Gemeindereferent/innen im Dom

 

Mainz. Im Rahmen eines feierlichen Sendungsgottesdienstes am Samstag, 27. Juni, um 10.00 Uhr im Mainzer Dom, haben elf neue pastorale Mitarbeitende vom Mainzer Bischof Peter Kohlgraf die bischöfliche Sendung für den pastoralen Dienst im Bistum Mainz erhalten. Unter ihnen sind vier neue Pastoralreferentinnen und -referenten sowie sechs Gemeindereferentinnen und ein Gemeindereferent. Die Sendungsfeier wurde von den Gesendeten unter das biblische Leitwort gestellt: „Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit!“ (2 Kor 3,17b). Die Sendung haben erhalten: Fabian Besso, Lea Döring, Finja Fiedler, Barbara Flößer, Jasmin Fritsch, Janina Kühnl und Sigrid Volk als Gemeindereferentinnen und als Gemeindereferent sowie Mareike Böhm, Bernhard Gresch, Elke Pickartz und Lukas Sims als Pastoralreferentinnen und als Pastoralreferenten.

 

Mit Blick auf das Leitwort des Gottesdienstes sagte Bischof Kohlgraf in seiner Predigt: „Wo aber der Geist ist, da ist Freiheit – dieses Wort aus dem 2. Korintherbrief haben Sie über diesen Tag und über Ihre Sendung gestellt. Freiheit steht für Weite, für Gottvertrauen, für ein glaubendes Selbstbewusstsein, das davon zeugt, dass Gott mir etwas zutraut. Sie lassen sich als freie Menschen senden, um anderen Menschen Geschmack an einer Freiheit zu machen, die nicht nur meint, sich selbst verwirklichen zu müssen, sondern die die Freiheit nutzt, um andere groß zu machen und Mut zu einem eigenen Weg des Glaubens zu vermitteln.“

 

Diese Freiheit habe ein Ziel und einen Inhalt, so Bischof Kohlgraf: „Die Suche nach dem Guten, worin sich für den Glaubenden auch die Suche nach Gott selbst zeigt. Das ist pastoral höchst relevant. Kirchliche Verkündigung dient dieser wahren Suche nach Freiheit, nach dem Guten, und sie lebt in der bescheidenen Gelassenheit, dass sich Gott dem Menschen auch außerhalb klar definierter kirchlicher Grenzen zeigen kann. Auch die Kirche hat die Wahrheit nicht im Sinne einer unveränderlichen Verfügungsmasse. Kirche ist ‚Zeichen und Werkzeug‘ (Lumen Gentium 1), nicht mehr, aber auch nicht weniger. Sie verfolgt kein Eigeninteresse in ihrer Pastoral, sondern dient der Verwirklichung der Freiheit zum Guten.“

 

„Menschen suchen Orientierung, nicht Bevormundung“

An die Sendungskandidatinnen und – kandidaten gewandt sagte Kohlgraf: „Sie lassen sich in diese Welt senden, die Papst Leo XIV. eine großartige Menschheit nennt. Sie ist gerade aufgrund ihrer vielfältigen Gaben und Möglichkeiten großartig. In den Gemeinden und Kirchorten unseres Bistums werden Sie solche großartigen Menschen finden. Oft haben sie einen starken eigenen Willen, manchmal auch ein starkes Selbstbewusstsein. Sie suchen Orientierung, aber nicht Bevormundung. Sie suchen gemeinsame Werte, aber nicht einen König oder eine Königin, die ihnen sagen, was zu tun ist. Es gilt, ihnen Orientierung zu geben, besonders durch ein glaubwürdiges Vorbild, durch offene Ohren, einen klugen Verstand, die Gabe der Unterscheidung und die Bereitschaft, von ihnen zu lernen.“

 

Einsatzorte der gesendeten pastoralen Mitarbeitenden

Die Bevollmächtigte des Generalvikars, Ordinariatsdirektorin Stephanie Rieth, überreichte den Gesendeten am Ende des Gottesdienstes die Dekrete für ihre neuen Einsatzstellen:

 

Lukas Sims – Seine Heimatpfarrei ist St. Andreas in Altenstadt. Als Pastoralreferent wird er seinen Beruf mit dem Schwerpunkt digitale Glaubenskommunikation im Bischöflichen Jugendamt und bei „Kirche im Hessischen Rundfunk“ ausüben.

 

Mareike Böhm – Ihre Heimatpfarrei ist St. Marcellinus und Petrus in Seligenstadt. Sie arbeitete als Religionslehrerin in Dieburg, nun wechselt sie in den Beruf der Pastoralreferentin. 2024 wechselte sie auf die Koordinatorenstelle im damaligen Pastoralraum Bachgau. Sie bleibt dort in dieser Funktion tätig und arbeitet zudem in der neuen Pfarrei St. Christophorus, Dieburger Land in der Seelsorge.

 

Elke Pickartz – Die Journalistin aus der Eifel wechselt nun in den Beruf der Pastoralreferentin. Sie wird ihren Dienst im Pastoralraum Darmstadt-West antreten.

 

Bernhard Gresch – Er stammt aus Mainz und wird als Pastoralreferent in der Pfarrei St. Maria Magdalena, Ingelheim, in der Gemeindeseelsorge tätig sein.

 

Barbara Flößer – Sie stammt aus Lauterbach im Vogelsberg und wird Gemeindereferentin im Pastoralraum Überwald. Dort ist sie seit 2021 auch Koordinatorin und bleibt in dieser Funktion.

 

Fabian Besso – Seine Heimatpfarrei ist die Gemeinde St. Martinus in Hattersheim im Bistum Limburg. Er wird im Pastoralraum Rodgau-Rödermark als Gemeindereferent tätig sein.

 

Sigrid Volk – Ihre Heimatpfarrei ist in Zwingenberg. Ihre Stelle als Gemeindereferentin tritt sie in der Pfarrei Alfred Delp Südliches Ried an.

 

Finja Fiedler – Sie stammt aus Groß-Zimmern. Künftig wird sie im Pastoralraum AKK-Mainspitze als Gemeindereferentin arbeiten.

 

Lea Döring – Ihre Heimatpfarrei ist Heiliger Franz von Assisi Blieskastel im Saarland. Sie wird künftig als Gemeindereferentin im Pastoralraum Mainweg tätig sein.

 

Janina Kühnl – Sie stammt aus Nauheim und wird künftig als Gemeindereferentin in der Pfarrei St. Clara in Mainz tätig sein.

 

Jasmin Fritsch – Sie stammt aus Otzberg und wird künftig als Gemeindereferentin in der Pfarrei Heilige Katharina von Siena, Heusenstamm-Dietzenbach tätig sein.

 

Mitwirkende im Gottesdienst

An dem Gottesdienst wirkten als Konzelebranten Weihbischof P. Joshy Pottackal O.Carm., sowie Regens Michael Leja mit, sowie Diakon Joseph Möller. Ausbildungsleiterin Sara-Marie Hüser übernahm die Lesung. Den Ministrantendienst übernahmen Messdienerinnen und Messdiener aus den Heimat- und Ausbildungspfarreien der Gesendeten. Musikalisch gestaltet wurde die Feier von Organist Lukas Adams, Kantor Alexander Deick und der Musik- und Gesangsgruppe Rückenwind der Gemeindereferentinnen und –referenten im Bistum Mainz. Im Anschluss an den Gottesdienst feierten die pastoralen Mitarbeitenden in der Aula und im Garten des Bischöflichen Priesterseminars/Haus der kirchlichen Berufe.

 

Hinweise:

  • Die Predigt von Bischof Kohlgraf im Wortlaut: https://bistummainz.de/organisation/bischof-kohlgraf/
  • Weitere Informationen zu den neuen pastoralen Mitarbeitenden lesen Sie in „Glaube und Leben“, oder unter folgendem Link: https://bistummainz.de/pressemedien/aktuell/nachrichten/nachricht/Menschen-in-Schwierigkeiten-die-funkelnden-Sterne-zeigen/

 

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 27.6.26                                                                   hoff (MBN)

 

 

Beauftragungsfeier für Geistliche Begleiterinnen und Begleiter

Ockenheim/Kloster Jakobsberg, 11. Juni 2026: Weihbischof Joshy Pottackal hat insgesamt 88 Frauen und Männern am Ende eines gemeinsamen Gottesdienstes im Kloster Jakobsberg die Dekrete für ihre Bischöfliche Beauftragung überreicht. (c) Bistum Mainz / Blum
Ockenheim/Kloster Jakobsberg, 11. Juni 2026: Weihbischof Joshy Pottackal hat insgesamt 88 Frauen und Männern am Ende eines gemeinsamen Gottesdienstes im Kloster Jakobsberg die Dekrete für ihre Bischöfliche Beauftragung überreicht.

Weihbischof Pottackal überreichte bischöfliche Beauftragungen im Kloster Jakobsberg

 

Ockenheim. Das Bistum Mainz stärkt den Dienst der Geistlichen Begleitung mit der Einführung Bischöflicher Beauftragungen für Geistliche Begleiterinnnen und Begleiter. Weihbischof Joshy Pottackal O.Carm. hat am Donnerstagabend, 11. Juni, insgesamt 88 Frauen und Männern am Ende eines gemeinsamen Gottesdienstes im Kloster Jakobsberg die Dekrete für ihre Bischöfliche Beauftragung überreicht. Die allermeisten Geistlichen Begleiter üben diesen Dienst bereits seit vielen Jahren aus.

 

Weihbischof Pottackal würdigte in seiner Predigt den Dienst der Geistlichen Begleitung und dankte den ehren- und hauptamtlichen Geistlichen Begleitern für ihren Dienst im Bistum Mainz: „Im anderen Menschen nicht nur zu sehen, was war, sondern auch das, was durch Gottes Wirken werden kann – das ist vielleicht eine der schönsten Beschreibungen für Geistliche Begleitung. Unsere Welt braucht Menschen wie Sie: Menschen, die zuhören können. Menschen, die nicht vorschnell urteilen. Menschen, die Vertrauen schenken. Menschen, die helfen, Gottes Spuren im Leben zu entdecken, damit Suchenden etwas von Gottes Gegenwart spüren können.“

 

Pottackal hob hervor, dass alle Geistlichen Begleiter ihre eigene Lebensgeschichte mitbringen: „Sicherlich ist aus all diesen Erfahrungen die Fähigkeit gewachsen, andere Menschen auf ihrem Glaubensweg zu begleiten: Nicht Vollkommenheit macht glaubwürdig, sondern die Erfahrung, selbst von Gott geführt worden zu sein.“ Weiter sagte der Weihbischof: „Gott führt Menschen durch Menschen. Er schenkt Weggefährten, die

helfen, seine Stimme im eigenen Leben besser zu hören und zu verstehen.“

 

Erarbeitung einer verbindlichen Ordnung für die Geistliche Begleitung

Der Einführung der Bischöflichen Beauftragungen vorausgegangen war ein mehrjähriger Prozess zur Erarbeitung einer verbindlichen Ordnung für die Geistliche Begleitung. Dabei wurden neben inhaltlichen Fragen auch strukturelle und rechtliche Rahmenbedingungen geklärt. Geistliche Begleitung ist ein seelsorgliches Angebot, bei dem Gläubige in regelmäßigen Einzelgesprächen mit den besonders geschulten Begleitern in ihrem Glaubensleben unterstützt werden.

Weihbischof Pottackal überreichte außerdem weitere Dekrete für die Beauftragung zur Begleitung von Exerzitien und geistlichen Prozessen. Auch diese Dekrete wurden erstmals vergeben. Insgesamt wurden durch Weihbischof Pottackal 114 Dekrete vergeben, da ein Teil der Beauftragten beide Dekrete erhält. Weitere 14 Personen hatten ihre Beauftragung bereits im September und Oktober 2025 nach Abschluss der entsprechenden Ausbildungskurse erhalten.

 

Wagner-Erlekam: Große Wertschätzung des Dienstes wird sichtbar und greifbar

Der Leiter des Seelsorgeamtes, Ordinariatsdirektor Michael Wagner-Erlekam, hatte in seiner Begrüßung deutlich gemacht, dass die Einführung einer Bischöflichen Beauftragung „mehr ist als ein formaler Akt“, sondern damit „die große Wertschätzung dieses Dienstes in unserem Bistum sichtbar und greifbar wird“. Verantwortlich für die AG Geistliche Begleitung und für die Ausbildung der geistlichen Begleiterinnen und Begleiter im Bistum Mainz ist Pastoralreferentin Sonja Knapp vom Institut für Spiritualität. Sie gestaltete die Übergabe der Dekrete durch den Weihbischof gemeinsam mit dem Leiter des Institutes für Spiritualität, Dr. Bernhard Deister.

Knapp hatte im Vorfeld das Anliegen der Geistlichen Begleitung zusammengefasst: „Die Geistliche Begleitung ist ein kostbarer Dienst in der Kirche. Sie geschieht oft im Verborgenen, ist aber von unschätzbarem Wert für das geistliche Leben der Menschen. Die offizielle Beauftragung unterstreicht, dass dieser Dienst in die Mitte des kirchlichen Lebens gehört. Mit dieser Feier wird die Wertschätzung des Bistums für diesen Dienst ausgedrückt und sichtbar. Hinter jeder Beauftragung steht ein persönlicher Weg, großes Engagement und der Wunsch, Menschen achtsam auf ihrem geistlichen Weg zu begleiten.“

Und weiter: „Die geistlichen Begleiterinnen und Begleiter bringen vielfältige Erfahrungen, Qualifikationen und persönliche Glaubenswege ein. Hinter jedem Dekret steht eine mehrjährige Ausbildung und viel Erfahrung in der Einzelbegleitung bzw. in der Begleitung von Exerzitien und geistlichen Prozessen. Die Beauftragungsfeier versteht sich als Zeichen der Ermutigung – und als Ausdruck einer Kirche, die Menschen in ihren Lebens- und Glaubensprozessen begleitet, stärkt und ernst nimmt.“

Fotos unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 11.6.26                                                                      tob (MBN)

 

 

Weihbischof Pottackal würdigt Weihejubilare

Mainz, 10. Juni 2026: Der Gottesdienst mit Weihbischof Joshy Pottackal für die Weihejubilare in diesem Jahr fand in der Bonifatius-Kapelle des Priesterseminars statt. (c) Bistum Mainz / Blum
Mainz, 10. Juni 2026: Der Gottesdienst mit Weihbischof Joshy Pottackal für die Weihejubilare in diesem Jahr fand in der Bonifatius-Kapelle des Priesterseminars statt.

Gemeinsamer Gottesdienst und Begegnung im Priesterseminar

 

Mainz. Der Mainzer Weihbischof Joshy Pottackal O.Carm. hat im Rahmen eines Gottesdienstes am Mittwochnachmittag, 10. Juni, in der Bonifatiuskapelle des Mainzer Priesterseminars achtzehn Priestern und einem Ständigen Diakon aus dem Bistum Mainz zu ihren Weihejubiläen in diesem Jahr gratuliert: „Ich danke Ihnen für Ihren priesterlichen und diakonischen Dienst – für Ihre Ausdauer, Ihr Gebet und Ihre Treue. Durch Sie haben Menschen die Nähe Gottes erfahren“, sagte Weihbischof Pottackal. 

Manches, was vertraut war, habe sich in den Jahrzehnten des Dienstes verändert, sagte der Weihbischof: „Aber wenn wir uns von Gottes Geist leiten lassen, kann es gelingen, in Problemen auch Chancen zu sehen. Denn eines bleibt: Die Treue Gottes. Und das ist vielleicht die schönste Botschaft dieses Tages: Nicht wir haben die Kirche getragen in diesen Jahren, sondern Gott hat uns getragen in dieser Zeit.“

 

Im Anschluss an den Gottesdienst, den Diakon Alexander Deick an der Orgel musikalisch gestaltete, nahm sich Weihbischof Pottackal Zeit für die Begegnung mit den Jubilaren bei Kaffee und Kuchen im Priesterseminar. Teilgenommen haben vom Team Personaleinsatz und -begleitung für Priester und Ständige Diakone P. Ralf Sagner OP, Sr. Helena Hopf und Domkapitular Michael Ritzert.

 

Ihre Jubiläen mit dem Weibischof begangen haben: Pfarrer Dr. Leszek Balkiewicz, Pfarrer Hartmut Böhm, Pfarrer Ulrich Fahl, Pfarrer Johannes Gans, Pfarrer Thomas Hoffäller, Pfarrer Paul Kollar, Diakon Reinhold Lang, Pfarrer Manfred Lebisch, Pfarrer Ignatius Löckemann, Pfarrer Hippolyte Nsunda Mantuba, Prof. em. Dr. Johannes Meier, Pfarrer Christian Nagel, Pater Biji Purakkeril, Pfarrer Michael Oros, Pfarrer Gerold Reinbott, Pfarrer Joachim Respondek, Pfarrer Eduard Schließmann, Pfarrer Prof. Dr. Helmut Schwalbach und Pfarrer Dieter Wessel.

 

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Nachricht vom 10.6.26                                                                           tob (MBN)

 

 

Kirchensteuerrat verabschiedet Jahresabschluss 2025

Mainz, 24. Juni 2026: Sitzung des Kirchensteuerrates zum Jahresabschluss 2025 (v.l.n.r.): Carsten Erdt, Stephanie Rieth, Bischof Peter Kohlgraf und Rainer Reuhl. (c) Bistum Mainz / Blum
Mainz, 24. Juni 2026: Sitzung des Kirchensteuerrates zum Jahresabschluss 2025 (v.l.n.r.): Carsten Erdt, Stephanie Rieth, Bischof Peter Kohlgraf und Rainer Reuhl.

Sinkende Kirchensteuer prognostiziert / Positives Jahresergebnis durch Sondereffekt

 

Mainz. Bei der Sitzung der Vollversammlung des Kirchensteuerrates hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Solidaris den zusammengefassten Jahresabschluss 2025 für das Bistum Mainz und den Bischöflichen Stuhl zu Mainz vorgelegt. Der Jahresabschluss wurde, wie bereits in den vergangenen Jahren, nach den handelsrechtlichen Vorschriften in der für große Kapitalgesellschaften vorgeschriebenen Form aufgestellt. Nach einer Aussprache wurde der Abschluss, der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Solidaris geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen wurde, nach Prüfung und Feststellung durch den Diözesanvermögensverwaltungsrat, von den Mitgliedern des Kirchensteuerrates zur Kenntnis genommen, die auch über die Ergebnisverwendung entschieden haben. Die Sitzung fand am Mittwochabend, 24. Juni, im Erbacher Hof in Mainz unter Vorsitz von Bischof Peter Kohlgraf statt.

 

Das Bistum Mainz schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 87 Millionen Euro ab (im Vorjahr 23 Millionen Euro), erläuterte der Ökonom des Bistums Mainz, Carsten Erdt. Wesentlicher Grund für diese Abweichung vom Plan ist ein einmaliger Sondereffekt durch die Auflösung von Pensions- und Beihilferückstellungen in Höhe von 61,5 Millionen Euro. Durch eine Neuregelung der Privatschulfinanzierungen im vergangenen Jahr übernimmt das Land einen wesentlich größeren Anteil der künftigen Pensionslasten für die verbeamteten Lehrkräfte. Damit wird es der Bedeutung von Ersatzschulen in höherem Maß als in der Vergangenheit gerecht und sichert deren Bestand. Entsprechend niedriger waren Pensions- und Beihilferückstellungen im Jahresabschluss 2025 zu dotieren. „Wir reduzieren damit ein Risiko, das seit Jahrzehnten Teil unserer Bilanz ist, und führen es unserer Rücklage zu. So sichern wir kirchliches Leben auch für die kommenden Generationen“, sagte Erdt. Der erzielte Jahresüberschuss wurde zum allergrößten Teil (rund 85 Millionen Euro) der Zweckrücklage des Bistums Mainz sowie der Ergebnisrücklage zugeführt.

 

Einnahmen aus Kirchensteuern

Das Bistum finanziert sich im Wesentlichen durch Erträge aus Kirchensteuern (2025: 224,7 Millionen Euro, im Jahr 2024: 224,1 Millionen Euro). Diözesanökonom Erdt wies darauf hin, dass er aufgrund des demographischen Wandels und durch Kirchenaustritte grundsätzlich auch weiterhin mit einem Rückgang des Kirchensteueraufkommens in den nächsten Jahren rechne. „Lediglich der deutliche Anstieg der Kirchensteuer auf Kapitalerträge habe für 2025 dazu geführt, dass sich die Kirchensteuereinnahmen insgesamt um rund 500.000 Euro erhöht haben“, sagte Erdt. Die leichte Erhöhung der Kirchensteuer decke jedoch nicht Kostensteigerungen, die sich etwa durch Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst ergeben haben, sagte Erdt.

 

Erdt betonte, dass der fortgesetzte Rückgang der Kirchenmitgliederzahlen und die Altersstruktur der Katholiken die Kirchensteuerbasis nachhaltig schwächen wird. „Eine Abkehr von diesem Trend zeichnet sich derzeit nicht ab. Es ist zu erwarten, dass die damit verbundene Abnahme der Kirchensteuerzahler zu sinkenden oder bestenfalls stagnierenden Kirchensteuereinnahmen führen wird“, betonte Erdt. Nach neuesten Einschätzungen für 2026 gehe die Finanzverwaltung von leicht steigenden Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 225,7 Millionen Euro „Es bleibt eine große Herausforderung, die unvermeidlichen Preissteigerungen bei Personal- und Sachkosten durch geeignete und nachhaltige Einsparungen zu gewährleisten“, sagte er: „Höhere Materialkosten verteuern zudem die verstärkt notwendigen Baumaßnahmen im Bistum.“

 

Weitere Sparmaßnahmen erforderlich

Die Bevollmächtigte des Generalvikars, Ordinariatsdirektorin Stephanie Rieth, sagte: „Das Rückgrat unserer Finanzen bleiben die Kirchensteuern. Und die gehen zurück – mit Blick auf die Zeit vor der Corona-Pandemie ist dieser Rückgang signifikant. Der Sondereffekt aus dem vergangenen Jahr ermöglicht es uns nun, unsere Zweckrücklagen weiter aufzubauen. Wir müssen deshalb Vorsorge treffen für schlechtere Jahre. Gerade mit Blick auf unsere Gebäude ist es für einen verantwortungsvollen Umgang unerlässlich, Rücklagen für die Zukunft aufzubauen.“

 

Weiter sagte Rieth: „Für unsere mittelfristige Finanzplanung der kommenden zehn Jahre müssen wir durch inhaltliche Schwerpunktsetzungen und eine damit verbundene Reduktion von Leistungen, Abgabe von Gebäuden und Senkung von Fixkosten die notwendige Konsolidierung unserer Finanzen vorantreiben.“ Ein wesentliches Element zur Umsetzung dazu sei der laufende Organisationsentwicklungsprozess (OE-Prozess): „Der OE-Prozess mit seinen begleitenden Maßnahmen schafft die Grundlage und Voraussetzungen für eine tragfähige und zukunftsorientierte Ausrichtung des Bistums Mainz, die aber vor allem auch darin bestehen wird, als Organisation Flexibilität zu erreichen, die eine schnelle Anpassung auf sich verändernde Rahmenbedingungen ermöglicht.“ Rieth machte außerdem deutlich, dass es durch das hohe Durchschnittsalter der Belegschaft im Bistum in den kommenden Jahren zu einem natürlichen Personalkostenabbau kommen werde. Gerade auch im Bereich des pastoralen Personals sei künftig mit einem Personalmangel zu rechnen.

 

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Bilanzsumme des Bistums Mainz stieg im Geschäftsjahr 2025 um 32,4 Millionen Euro auf rund 1,564 Milliarden Euro. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 91 Prozent (Stand 2024: 93 Prozent). Das Anlagevermögen setzt sich dabei aus immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen (18,5 Prozent) und Finanzanlagen (81,5 Prozent) zusammen. Zum Stichtag war das Finanzanlagevermögen überwiegend in Wertpapierspezialfonds investiert. Die Finanzanlagen dienen insbesondere zur Deckung der Altersversorgungsverpflichtungen des Bistums und der Bauerhaltungsmaßnahmen. Allein die Rückstellungen für Pensionen belaufen sich auf 660 Millionen Euro, für Beihilfeverpflichtungen auf 185 Millionen Euro und die Zweckrücklagen, zu denen etwas auch die Bauerhaltungsrücklagen gehören, auf rund 303 Millionen Euro.

 

Stichwort: Diözesankirchensteuerrat

Der Diözesankirchensteuerrat berät die Bistumsleitung in Haushalts- und Finanzfragen, verabschiedet den Wirtschaftsplan, setzt die Hebesätze für die Kirchensteuer fest und nimmt den von externen Wirtschaftsprüfern geprüften Jahresabschluss des Bistums und des Bischöflichen Stuhls zu Mainz entgegen. Zudem beschließt der Diözesankirchensteuerrat die Verwendung des festgestellten Jahresergebnisses. Die Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst. Die Amtsdauer beträgt jeweils vier Jahre. Mitglieder sind nach den Statuten unter anderen der Mainzer Bischof als Vorsitzender, die Bevollmächtigte als seine Stellvertreterin sowie der Generalvikar, der Diözesanökonom und jeweils drei Vertreterinnen und Vertreter der Kirchengemeinden aus den vier Bistumsregionen Oberhessen, Mainlinie, Rheinhessen und Südhessen. Zudem sind aus den drei Kirchorten „Caritas“, „Schule“ und „Kindertagesstätten“ jeweils zwei ehrenamtliche Mitglieder des Rates dabei. Hinzu kommen je zwei Mitglieder des Priesterrates und zwei Vertreter aus der Konferenz der Leiter der Pastoralräume und neuen Pfarreien sowie vier Mitglieder des Rates der Katholikinnen und Katholiken. Darüber hinaus können bis zu vier weitere stimmberechtigte ehrenamtliche Repräsentantinnen und Repräsentanten aus dem nicht-kirchengemeindlichen Bereich, insbesondere aus den Verbänden, hinzugewählt werden. Geschäftsführender Vorsitzender ist seit 2020 Rainer Reuhl, seit 2024 im neu konstituierten Gremium.

 

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Nachricht voraus am 24.6.26                                                                                     tob (MBN)

 

 

Erwachsenentaufen verändern das kirchliche Leben in Frankreich

Delegation der Deutschen Bischofskonferenz zieht positive Bilanz ihrer Reise

 

Paris. Am Freitag, 12. Juni, ist die Reise einer Delegation der Jugendkommission und der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz nach Frankreich zu Ende gegangen. Die Gruppe hielt sich seit dem 8. Juni im Erzbistum Paris sowie in den Bistümern Créteil und Saint-Denis auf. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die deutlich gestiegenen Zahlen von Katechumenen und Neugetauften sowie die Auswirkungen dieser Entwicklung auf das kirchliche Leben in Frankreich.

 

Der Vorsitzende der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Peter Kohlgraf (Mainz), erklärte zum Abschluss der Reise: „Die Begegnungen in Frankreich haben uns beeindruckt. Wir haben erlebt, wie Menschen den Weg zum Glauben finden, und durften persönliche Zeugnisse von Neugetauften hören. In den Gesprächen mit Vertretern der Französischen Bischofskonferenz, mit Taufbegleiterinnen, Neugetauften, Katechumenen sowie Theologinnen und Theologen am Institut Catholique de Paris wurde deutlich, dass die steigende Zahl von Neugetauften ein pastorales Phänomen ist, das zunehmend zur Transformation der Pfarreien führt. Dabei findet diese Veränderung nicht separiert von den Gemeinden statt, sondern ist an sie rückgebunden.“

 

Die Fragen, wie diese Entwicklung der hohen Taufzahlen zur Transformation der Pfarreien beiträgt, und welche pastoralen Konsequenzen daraus erwachsen, werden die Kirche in Frankreich in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen. Dies wurde auch im Sekretariat der Französischen Bischofskonferenz deutlich, wo die Delegation zum Austausch eingeladen war. Das Gespräch mit den Kirchenvertretern aus Deutschland führten Bischof Olivier Leborgne (Arras, Frankreich), Präsident der Kommission „Initiation et Vie Chrétienne“, Bischof Olivier de Germay (Lyon, Frankreich), Mitglied des Ständigen Rates der Französischen Bischofskonferenz, und Catherine Chevalier, die im Sekretariat der Französischen Bischofskonferenz für Katechese, Katechumenat und Familien zuständig ist.

 

Die Aufnahme und Begleitung neuer Christinnen und Christen verändert die Gestalt kirchlichen Lebens und stellt die Frage nach neuen Formen von Gemeinschaft, Beteiligung und Glaubensvertiefung. Diesen und weiteren Aspekten wird sich die kommende Provinzversammlung der Metropolie Paris widmen, über die P. Maximilien de la Martinière, der Generalsekretär der Kirchenversammlung, die Delegation informierte. Bei ihrer Reise traf die Delegation außerdem mit zwei katholischen Influencern zusammen. Bei allen Gesprächen ist deutlich geworden, dass Menschen auf sehr unterschiedlichen Wegen mit dem Glauben in Berührung kommen – im Gottesdienst, im persönlichen Gespräch, durch glaubwürdige Zeuginnen und Zeugen und zunehmend auch über digitale Räume. Die Ergebnisse der Reise werden in die weiteren Beratungen der Deutschen Bischofskonferenz einfließen.

 

Der Delegation in Frankreich gehörten neben Bischof Kohlgraf an: Bischof Heinrich Timmerevers (Dresden-Meißen), Vorsitzender der Kommission für Erziehung und Schule, Prof. Dr. Katharina Karl (Eichstätt), Beraterin der Jugendkommission, Prof. Dr. Jan Loffeld (Utrecht), Berater der Pastoralkommission, und Prof. Dr. Bernd Hillebrand (Graz), Berater der Jugendkommission.

 

Nachricht vom 12.6.26                                                                           SDBK (MBN)

 

 

 

 

Erstes Treffen des Diözesanen Synodalteams

Mainz, 16. Juni 2026: Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat sich am Dienstagabend, 16. Juni, im Er-bacher Hof in Mainz erstmals mit dem neu ernannten Diözesanen Synodalteam für die Weltsynode getroffen. (c) Bistum Mainz / Blum
Mainz, 16. Juni 2026: Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat sich am Dienstagabend, 16. Juni, im Er-bacher Hof in Mainz erstmals mit dem neu ernannten Diözesanen Synodalteam für die Weltsynode getroffen.

Bistum Mainz begleitet mit Gremium die Umsetzungsphase der Weltsynode

 

Mainz. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat sich am Dienstagabend, 16. Juni, im Erbacher Hof in Mainz erstmals mit dem neu ernannten Diözesanen Synodalteam für die Weltsynode getroffen. Der Vatikan hatte alle Bistümer gebeten, ein Diözesanes Synodenteam für die Umsetzungsphase der Weltsynode „Für eine synodale Kirche. Gemeinschaft, Teilhabe, Sendung“ zu gründen, um das Engagement der jeweiligen Bistümer zu koordinieren. Von Seiten des Bistums wurden die Mitglieder des Diözesane Synodalteams an das Generalsekretariat der Weltsynode gemeldet.

 

Da der bereits bestehende Vorstand der Diözesanversammlung im Bistum Mainz bereits seit Jahren den Synodalen Weg der Kirche in Deutschland intensiv begleitet und Haltungen, Gesprächsmethoden und langfristig die Frage nach Strukturen mit Blick auf Synodalität thematisiert, hat Bischof Kohlgraf angeregt, dass dieses Gremium die Aufgabe übernimmt: „Im bestehenden Vorstand der Diözesanversammlung werden unsere diözesanen Räte und Gremien zusammengeführt. Insofern ist es sehr sinnvoll, dass wir diese Kompetenz auch für die Fragen der Weltsynode nutzen und nicht noch ein weiteres Gremium installieren.“

 

Das Diözesane Synodalteam will mit seiner Arbeit den Blick auf die geistlichen Grundlagen von Synodalität lenken und legt daher den Schwerpunkt für das Bistum Mainz zunächst auf das Einüben einer synodalen Haltung. Diese ermöglicht eine Kultur des Zuhörens als Grundlage gemeinsamer Beratung und Entscheidung. Gerade in den Räten und Gremien existiert im Bistum Mainz existieren bereits vielfältige Bemühungen um Synodalität, die unterstützt und begleitet werden sollen.

 

Mitglieder des Diözesanen Synodenteams sind: Bischof Dr. Peter Kohlgraf als Vorsitzender, Dr. Susanne Barner, Pfarrer Frank Blumers, Hildegard Eckert, Barbara Flößer, Generalvikar Dr. Sebastian Lang, Patrick Landua, die Bevollmächtigte des Generalvikars, Ordinariatsdirektorin Stephanie Rieth, und Seelsorge-Dezernent Michael Wagner-Erlekam. Die Geschäftsführung liegt ebenso wie bei der Diözesanversammlung bei Martina Reißfelder.

 

Foto unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 17.6.26                                                                    tob (MBN)

 

 

„Wir brauchen mehr Verrückte…“

Frühjahrsvollversammlung des Beirats von Katholiken anderer Muttersprache

 

Mainz. „Wir brauchen mehr Verrückte, seht Euch doch an, wohin uns die Normalen gebracht haben“ – mit diesem Zitat von George Bernard Shaw ermutigte Weihbischof P. Joshy Pottackal O.Carm. in seinem Schluss-Impuls die Mitglieder des Beirates von Katholiken anderer Muttersprache im Bistum Mainz, ausgetretene Pfade zu verlassen und Neues zu wagen. Schon Jesus wäre gleichsam „verrückt“ gewesen: Er ist in eine Welt gekommen, die ihn nicht aufnehmen wollte, er hat mit Sündern gegessen, sich von einer Prostituierten die Füße salben lassen, ist schließlich für die Menschen gestorben. Das Gespräch mit dem Weihbischof stellte den letzten Punkt der Frühjahrsvollversammlung dar, zu der sich am Freitag, 12. Juni, die Delegierten im Erbacher Hof versammelt hatten.

 

Unter der Leitung der Vorsitzenden, Agnieszka Struzyna, aus der Polnischen Gemeinde Mainz ging es um die Rolle der Muttersprachlichen Gemeinden im Pastoralen Weg, Modalitäten der Pfarreiratswahlen sowie um ein neues Statut. Der Besuch des Weihbischofs in der letzten halben Stunde war für beide Seiten ein Herzensanliegen, empfinden die Mitglieder des Gremiums P. Joshy, der in Indien geboren ist, doch als einen von ihnen, einen Katholiken anderer Muttersprache im Bistum Mainz.

 

Stichwort: Beirat von Katholiken anderer Muttersprache

Das Bistum Mainz ist eines der wenigen Bistümer Deutschlands, in dem es einen eigenen Beirat für die Katholiken anderer Muttersprachen gibt. Es ist die Vertretung der haupt- und ehrenamtlichen Delegierten aus den Sprachgruppen, für die das Bistum eigene Gemeinden eingerichtet hat, sowie der im Bistum mit einer größeren Zahl vertretenen Riten, z. B. der Syromalakaren oder der Chaldäer. Das Gremium berät zu kirchlichen und gesellschaftlichen Fragen und ist in die weitere Räte-Struktur des Bistums vernetzt, z. B. in die Diözesanversammlung, in den Pastoralrat und in den Rat der Katholikinnen und Katholiken. Begleitet wird der Beirat durch das Fachreferat im Seelsorge-Dezernat sowie durch die Geschäftsstelle der Diözesanen Räte.

 

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Nachricht vom 15.6.26                                                                            mr (MBN)

 

Starkes Zeichen gelebter Ökumene

Schulmädchen in der Klasse (c) Adobe Stock Lightfield Studios (c) Lightfield Studios | stock.adobe.com
Schulmädchen in der Klasse (c) Adobe Stock Lightfield Studios

Land und Kirchen führen konfessionell-kooperativen Religionsunterricht ein

 

Hessen. Ab dem kommenden Schuljahr 2026/2027 wird in Hessen der konfessionell-kooperative Religionsunterricht (KKR) eingeführt. Das neue Angebot orientiert sich am schulischen Bedarf und kann für die ersten bis zehnten Jahrgangsstufen auf Antrag umgesetzt werden.

 

Die katholischen Bistümer und evangelischen Landeskirchen gehen damit gemeinsam mit dem Land einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung des Religionsunterrichts. Mit der Vereinbarung „Konfessionelle Kooperation im evangelischen und katholischen Religionsunterricht in Hessen, den konfessionellen Religionsunterricht stärken - Perspektiven konfessioneller Kooperation” wird die Grundlage für eine neue Organisationsform des konfessionellen Religionsunterrichts an hessischen Schulen geschaffen. Ziel ist es, den Religionsunterricht unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen zu stärken und zugleich seine konfessionelle Identität klar zu bewahren.

 

Kultusminister Armin Schwarz erklärt: „Hessen schafft für den bekenntnisorientierten evangelischen und katholischen Religionsunterricht in den Schulen ein neues, zusätzliches Angebot. Die religiöse Bildung von Kindern und Jugendlichen auf dem Fundament des christlichen Glaubens ist schon immer zentrale Aufgabe der christlichen - evangelischen und katholischen - Religionsunterrichte gewesen. Diese Gemeinsamkeit in ihren religiösen Bildungsanliegen unterstreichen die beiden christlichen großen Kirchen nun durch das Angebot eines konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts".

 

Dies sieht auch die katholische Kirche in Hessen so: „Mit dem konfessionell-kooperativen Religionsunterricht beschreiten wir gemeinsam einen zukunftsweisenden Weg. Wir reagieren auf die Lebenswirklichkeit junger Menschen, ohne das konfessionelle Profil aufzugeben. Gerade im Miteinander wird erfahrbar, dass christlicher Glaube Orientierung geben, Unterschiede wertschätzen und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern kann“, erklärt Tonke Dennebaum, Leiter des Kommissariats der katholischen Bischöfe im Lande Hessen.

 

Für die Evangelischen Kirchen in Hessen ist konfessionell-kooperativer Religionsunterricht eine wichtige Antwort auf die Frage, welchen Religionsunterricht Kinder und Jugendliche heute brauchen, damit sie Chancen auf eine bestmögliche religiöse Bildung haben. „In Begegnung und dialogischem Lernen üben Schülerinnen und Schüler offen eine gegenseitige Wertschätzung ihrer unterschiedlichen religiösen Traditionen und Glaubensüberzeugungen ein, sagt Dr. Martin Mencke, Leiter des Evangelischen Büros Hessen am Sitz der Landesregierung. „Das Einüben von Toleranz gehört für die Ev. Kirchen wesentlich zur Demokratiebildung. Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht trägt somit nicht nur zur Identitätsbildung, Sprach- und Dialogfähigkeit der Schülerinnen und Schüler bei, sondern stärkt damit den staatlichen Bildungsauftrag insgesamt.“ Ausdrücklich gilt: Auch in der neuen Organisationsform bleibt der Religionsunterricht ein „ordentliches Lehrfach“ im Sinne des Grundgesetzes. Er wird weiterhin in gemeinsamer Verantwortung von Staat und Kirche erteilt und ist verfassungsrechtlich fest verankert. 

 

Gemeinsam lernen – im eigenen Profil bleiben

Der konfessionell-kooperative Religionsunterricht reagiert auf die Realität einer pluralen und zunehmend säkularen Gesellschaft. Schülerinnen und Schüler verschiedener christlicher Konfessionen lernen gemeinsam – und setzen sich dabei bewusst sowohl mit den Gemeinsamkeiten als auch mit den Unterschieden zwischen evangelischem und katholischem Glauben auseinander.

 

In der von allen leitenden Geistlichen der hessischen Bistümer und Landeskirchen unterzeichneten Vereinbarung heißt es unter anderem: „Religiöse Bildung zielt darauf, Trennendes zu überwinden und zugleich die eigene Identität zu stärken.“ Im Dialog lernen junge Menschen, Unterschiede zu respektieren, ihre eigene Position zu reflektieren und Verantwortung in Gesellschaft und Kirche zu übernehmen.

 

Der Unterricht wird dabei im Wechsel von evangelischen und katholischen Lehrkräften erteilt. Beide bringen ihre jeweilige konfessionelle Perspektive ein und gestalten den Unterricht gemeinsam weiter. Hier liegt der religionsdidaktische und pädagogische Mehrwert gegenüber dem Religionsunterricht in gemischt-konfessionellen Lerngruppen, der aus Gründen der Lerngruppengröße nach Maßgabe des Erlasses weiterhin beantragt werden, inhaltlich jedoch nicht die Mehrperspektivität in vergleichbarer Differenziertheit wie der konfessionell-kooperative Religionsunterricht bieten kann.

 

Klare Regeln und hohe Qualitätsstandards

Die kirchliche Vereinbarung sowie der angepasste Erlass zum Religionsunterricht definieren verbindliche Rahmenbedingungen für diese Unterrichtsform. So bleibt sichergestellt, dass der Religionsunterricht auch in kooperativer Form klar konfessionell geprägt ist. Voraussetzung ist unter anderem, dass Lehrkräfte beider Konfessionen an der Schule tätig sind und über eine kirchliche Bevollmächtigung verfügen. 

Die beiden bestehenden Kerncurricula für die Fächer Evangelische und Katholische Religion bleiben weiterhin die Grundlage für den Unterricht.  Ein gemeinsamer Kompetenzrahmen bildet eine ergänzende verbindliche Grundlage des Unterrichts, der vom Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen verantwortet wird und der synoptisch die Inhalte und Ziele des Unterrichts zusammenführt und zugleich konfessionelle Unterschiede sichtbar macht. 

Schulen, die diese Form des Religionsunterrichts einführen möchten, müssen dafür einen Antrag stellen. Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung zwischen staatlicher Schulaufsicht und den Kirchen.

 

Bedarfsorientierte Einführung 

Die konfessionell-kooperative Form des Religionsunterrichts wird zunächst orientiert am schulischen Bedarf aufwachsend für die ersten bis zehnten Jahrgangsstufen eingeführt und bis zum Jahr 2030 durch Evaluation begleitet.  Dieser Zeitraum dient der Sammlung von Unterrichtserfahrungen, deren Ergebnisse in die Weiterentwicklung einfließen. Mit dem Ziel einen Religionsunterricht zu entwickeln, der sowohl theologisch fundiert als auch gesellschaftlich anschlussfähig ist.

 

Starkes Zeichen ökumenischer Zusammenarbeit

Die gemeinsam mit dem Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen geplante Einführung des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts ist zugleich ein deutliches Signal gelebter Ökumene. Evangelische und katholische Kirche übernehmen gemeinsam Verantwortung für die religiöse Bildung junger Menschen – in gegenseitigem Respekt und mit klarem Profil.

 

Die an hessischen Schulen angebotenen Formen des konfessionellen Religionsunterrichts bleiben ein wichtiger Ort, an dem junge Menschen religiöse Bildung erhalten und ihnen eine Möglichkeit zur Welterschließung angeboten wird.

 

Stephan Schnelle, Pressesprecher Bistum Limburg (MBN)

 

Nachricht voraus am 26.6.26

 

 

 

Bistum schreibt Umweltpreis aus

UMWELTBEIRAT--UMWELTPREIS (c) Bistum Mainz (Ersteller: Bistum Mainz)
UMWELTBEIRAT--UMWELTPREIS

Vorgezogene Bewerbungsfrist für Ausschreibung

 

Mainz. Das Bistum Mainz bleibt weiterhin dran am Thema Klimaschutz. Deshalb schreibt es erneut einen Umweltpreis aus. Dieser wird jährlich an Personen, Gruppen oder Projekte verliehen, die sich in besonderer Weise für den Schutz und die Erhaltung der Umwelt engagieren. Die Preisträger werden dabei insbesondere für ihr nachhaltiges und umweltbewusstes Handeln ausgezeichnet. Dieses Mal geht es um das Thema Schöpfungszeit, die jährlich zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober gefeiert wird. Deshalb wird der Anmeldeschluss auch in diesem Jahr auf diesen Zeitraum vorgezogen. Das Preisgeld beläuft sich insgesamt auf 5.000 Euro und wird im Rahmen einer Feierstunde verliehen. Mit der Auszeichnung möchte das Bistum das Bewusstsein für Umweltschutz stärken und das Engagement für eine nachhaltige Zukunft würdigen.

 

Die Schöpfungszeit wurde erstmals im Jahr 2007 von den Kirchen ausgerufen, um sich auf die Verantwortung für Gottes Schöpfung zu besinnen. Es ist der Zeitraum zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober (Gedenktag des Franziskus von Assisi). Das Bistum Mainz lädt dazu ein, die Schöpfungszeit stärker in den Fokus der Kirchorte zu stellen. Preiswürdig sind daher alle Angebote, Veranstaltungen und Aktionen, die zu diesem Ziel beitragen. Zum Beispiel Gottesdienste (in der Natur), Laudato si – Wanderungen, oder -Prozessionen, Bildungsangebote, Säuberungsaktionen in Wald und Flur, Aktionen zur Bewahrung der Biodiversität, Pflanzaktionen, Aufforstung, oder Kooperationen mit örtlichen Naturschutzverbänden. Bedingung: Die Angebote müssen zwingend in der Zeit zwischen dem 1. September und 4. Oktober 2026 stattfinden und im Vorfeld an schoepfungszeit@um-welt-bedacht.de gemeldet werden.

 

Eine unabhängige Jury wird im Januar 2027 die Bewerbungen sichten und die Preisträger auswählen. Jedes Jurymitglied bewertet die Bewerbungen nach einem festgelegten Kriterienkatalog. Bewerben können sich alle kirchlichen Einrichtungen, Kindergärten, Schulen, Pfarreien und Klöster im Bistum Mainz. Letzter Abgabetag für die gesamten Bewerbungsunterlagen ist der 30. November 2026 (Datum des Poststempels). Gleichzeitig mit der Postsendung wird um eine Mailzusendung an umweltbeauftragter@bistum-mainz.de gebeten.

 

Hinweise:

  • Alle Bewerbungen um den Umweltpreis müssen zwingend in der Zeit zwischen dem 1. September und 4. Oktober 2026 stattfinden und im Vorfeld an schoepfungszeit@um-welt-bedacht.de gemeldet werden. Bitte senden Sie eine kurze, aussagestarke Beschreibung mit Termin, Ort, Zeit usw. – möglichst mit einem Bild. Alle eingereichten Angebote werden auf der Bistumshomepage veröffentlicht.
  • Weitere Informationen zum Umweltpreis 2026 unter: https://bistummainz.de/gesellschaft/umwelt/projekte/umweltpreis/

 

Foto unter www.bistummainz.de/presse  

 

Nachricht voraus 16.6.26                                                                          hoff (MBN)

 

 

 

Bistum Mainz startet Online-Publikation der älteren Kirchenbücher

Mainz, 9. Juni 2026: Insgesamt wurden im Rahmen des Projekts bis jetzt 252 Kirchenbücher mit mehr als 40.000 Aufnahmen digitalisiert. (c) Bistum Mainz / Blum
Mainz, 9. Juni 2026: Insgesamt wurden im Rahmen des Projekts bis jetzt 252 Kirchenbücher mit mehr als 40.000 Aufnahmen digitalisiert.

100 Kirchenbücher sind ab sofort in Bild-Reproduktionen verfügbar auf Portal Matricula

 

Mainz. Die alten Kirchenbücher gehören zu den wertvollsten Beständen der kirchlichen Archive – und zu den Archivalien, die am häufigsten nachgefragt werden. Sie geben Auskunft über die Taufen, Heiraten und Sterbefälle in den Pfarreien, lange bevor die staatlichen Personenstandsregister einsetzen. Familienforscher und -forscherinnen, die länger zurückblicken möchten, sind daher auf die Kirchenbücher angewiesen, und auch für die kirchen-, sozial- und kulturgeschichtliche Forschung stellen die „Matrikeln“ eine zentrale Quelle dar. Das Bistum Mainz erleichtert jetzt den Zugang und stellt die älteren Kirchenbücher sukzessive ins Netz.

 

Der Mainzer Generalvikar Dr. Sebastian Lang hat am Dienstagnachmittag, 9. Juni, das neue digitale Dienstleistungsangebot des Mainzer Dom- und Diözesanarchivs eröffnet und symbolisch die Kirchenbücher der Pfarrei Abenheim St. Bonifatius freigeschaltet – die ersten der 100 Kirchenbücher, die nach Ortsnamen geordnet nun auf dem Fachportal Matricula online zugänglich sind. Der Zugriff erfolgt direkt über die Matricula-Homepage oder über den Link auf der Webseite des Mainzer Dom- und Diözesanarchivs:

 

 

Die Benutzung erfordert keine Anmeldung, ist technisch barrierefrei und kostenlos.

 

„Ich freue mich, dass wir mit dem Start des neuen digitalen Angebots gleich 100 alte Kirchenbücher online stellen können“, erklärte Generalvikar Dr. Lang. „In einigen Jahren werden fast alle etwa 1.900 schutzfristfreien älteren Matrikeln aus den Pfarreien des Bistumsgebiets im Netz verfügbar sein. Familienforscher und Wissenschaftlerinnen haben auf diese Weise die Möglichkeit, die einzigartige Quelle der Kirchenbücher, deren ältestes in unserem Bistum immerhin im Jahre 1582 beginnt, in bester Bildqualität am eigenen Computer auszuwerten. Das neue Online-Angebot trägt zugleich auch zur Entlastung der Pfarrbüros bei, an die Anfragen zu den Kirchenbüchern mangels direkter Zugänglichkeit bislang meist herangetragen wurden.“

 

Nicht nur für die Familienforschung, sondern auch in sozial- und kulturhistorischer Hinsicht stellen die alten Kirchenbücher eine unersetzliche Quelle von allererstem Rang dar; hier finden sich die Namen und Lebensdaten der „einfachen Leute“, die in anderen Quellen aus der Vormoderne meist nur punktuell vorkommen, hier bilden sich anhand der Knotenpunkte Taufe, Eheschließung und kirchliche Beerdigung auch wichtige ortskirchliche Vollzüge ab.

 

Ins Netz gestellt werden in den nächsten Jahren alle abgeschlossenen, noch in kirchlichem Besitz befindlichen Kirchenbücher aus dem jetzigen Mainzer Bistumsgebiet, sofern die Anfertigung digitaler Reproduktionen unter konservatorischen Gesichtspunkten möglich ist und keine Schutzfristen entgegenstehen. Ein Teil der älteren Kirchenbücher wurde schon länger im Mainzer Dom- und Diözesanarchiv aufbewahrt. Die meisten Kirchenbücher lagen aber bislang noch in den Pfarreien. Sie werden derzeit im Zuge der Einholung der alten Pfarrarchive ebenfalls nach Mainz verbracht. Den Eigentümer wechseln die Kirchenbücher – ebenso wie die alten Pfarrarchive – aber nicht: Das Dom- und Diözesanarchiv verwahrt sie als „Deposita“, Eigentümer sind nach wie vor die Pfarreien und ihre Rechtsnachfolger.

 

Im Dom- und Diözesanarchiv wird das Projekt „Kirchenbuch-Digitalisierung“ von Dipl.-Archivarin Jutta von Essen, Eva Grabietz M.A. und Lydia Immerheiser M.A. betreut. Das Projekt ist aufwändig. „Wir paginieren jedes einzelne Kirchenbuch, erschließen und beschreiben es im digitalen Verzeichnungsprogramm des Archivs und untersuchen es unter konservatorischen Gesichtspunkten, damit sichergestellt ist, dass das Buch bei der Digitalisierung keinen Schaden nimmt“, erläutert Jutta von Essen. Für die Anfertigung der Digitalaufnahmen wurde ein ausgewiesener Spezialdienstleister ausgewählt. „Wir haben eine technisch hochqualitative Digitalisierung realisiert“, erläutert Lydia Immerheiser, die für die digitale Seite des Projekts verantwortlich ist; „Auflösung, Farbtreue und Plastizität der Aufnahmen bieten die Gewähr, dass es kaum Recherchefragestellungen gibt, für die die Ansicht des Digitalisats nicht ausreicht“. Die alten Original-Kirchenbücher können daher aus der direkten Nutzung herausgenommen werden, was der Substanzerhaltung der Bücher zugutekommt.

 

Insgesamt wurden im Rahmen des Projekts bis jetzt 252 Kirchenbücher mit mehr als 40.000 Aufnahmen digitalisiert.

 

Fotos unter www.bistum-mainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 10.6.26                                                                      PM (MBN)

 

 

 

Neues Programm der Chöre am Mainzer Dom

Chöre am Mainzer Dom (c) Bistum Mainz
Chöre am Mainzer Dom

Zwei besondere Highlights und Vorverkaufs-Start für Spielzeit 2026/2027

 

Mainz. Die Chöre am Hohen Dom zu Mainz blicken dankbar auf eine erfüllte Spielzeit zurück. „Für das entgegengebrachte Vertrauen, die anhaltende Verbundenheit und die positive Resonanz bei unseren Konzerten möchten wir unserem Publikum von Herzen danken“, sagt Domkapellmeister Professor Karsten Storck. Zugleich lädt er zur neuen Spielzeit ein, die ein vielfältiges und anspruchsvolles Programm bereithalte. Auf zwei Höhepunkte möchten die Chöre am Dom bereits jetzt hinweisen: Am Sonntag, 8. November, um 17.00 Uhr stehen grandiose Beispiele romantischer Chorsinfonik auf dem Programm. Das Konzert „Now and then“ mit Mendelssohns Orchesterpsalm: „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser“ op. 42 sowie Faurés „Pavane“ op. 50 und sein „Requiem“ op. 48.

 

Das diesjährige Weihnachtskonzert findet am Sonntag, den 20. Dezember, um 17.00 Uhr statt. Zur Aufführung kommt Claudio Monteverdis monumentales Werk „Vespro della Beata Vergine“ SV 206 (Marienvesper), ein Meisterwerk des Frühbarocks, das klangliche Pracht mit tief geistlicher Ausdruckskraft vereint. Die Chöre am Dom werden vom international gefeiertem Barockorchester L’arpa festante begleitet.

 

Der Vorverkauf für die neue Saison startet am Montag, den 24. August um 9.00 Uhr über www.reservix.de. Das Leporello für die neue Spielzeit steht ab sofort unter www.domchor-mainz.de als Download zur Verfügung.

 

Foto unter www.bistummainz.de/presse

 

Nachricht voraus am 24.6.26                                                                  hoff (MBN)

 

 

Mit Popsongs auf Sinnsuche: Hinaus ins Weite

Sommerreihe 2026 der hr1 Sonntagsgedanken vom 28. Juni bis 16. August

 

Hessen. „Hinaus ins Weite“ ist für viele das Motto im Sommer und in den Ferien – und es ist auch das Motto der diesjährigen Sommerreihe der hr1 Sonntagsgedanken. Mit acht Songs zum Thema „Weite“ gehen evangelische und katholische Autorinnen und Autoren vom 28. Juni bis 16. August sonntags ab 7.45 Uhr in hr1 „auf Sinnsuche“. Hits von Michael Jackson, Peter Schilling und Chris Rea und anderen sind zu hören.

 

Weite auf der Erde und Weite des Alls

Am 28. Juni startet Pastoralreferent Stefan Herok aus Wiesbaden die Sommerreihe mit seinen hr1 Sonntagsgedanken zum Song „Wide Open Spaces“ von „The Chicks“. Hinaus ins Weite“ wird hier zum persönlichen Aufbruch in Eigenständigkeit und Selbstbestimmung, gerade als junge Frau. Eine „Meditation über Stillstand und Bewegung, über das, was wir auf Reisen hinter uns lassen“ steht am 5. Juli auf dem Programm: Pfarrer Stephan Krebs geht mit dem Song „Happy On the Road“ von Chris Rea auf Reise und Sinnsuche. Im Song „Major Tom“ von Peter Schilling steht die Weite des Weltalls im Mittelpunkt. Pfarrerin Tanja Griesel aus Fritzlar lotet in ihren hr1 Sonntagsgedanken am 19. Juli aus, wie wir uns auf Erden „völlig losgelöst“ und zugleich „erdverbunden“ fühlen können.

 

Weitere Songs zu „Hinaus ins Weite“

Außerdem in der Sommerreihe zu hören: Pfarrerin Claudia Rudolff zu „We Are the World“ von „U.S.A. For Africa” (12. Juli), Pfarrerin Ksenija Auksutat zu „Solsbury Hill“ von Peter Gabriel (26. Juli), Pastoralreferentin Anke Jarzina zu Michael Jacksons „Earth Song“ (2. August), Pfarrer Hermann Trusheim zu „You'll Never Walk Alone” von „Die Toten Hosen“ (9. August) und Pastoralreferent Lukas Sims zu “I Still Haven’t Found What I’m Looking For” von U2 (16. August).

 

Seit 16 Jahren mit „Mit Popsongs auf Sinnsuche“

2010 sind die „hr1 Sonntagsgedanken“ zum ersten Mal „mit Popsongs auf Sinnsuche“ gegangen. Seitdem stoßen die Song-Interpretationen aus christlicher Sicht jeden Sommer auf große Resonanz bei den Hörerinnen und Hörern von hr1.

 

Zum Nachhören und Nachlesen im Internet

 

Die rund zehnminütigen „hr1 Sonntagsgedanken“ werden immer sonntags um 7.45 Uhr in hr1 ausgestrahlt. Jederzeit nachhören kann man sie unter www.hr1.de. Die Sendungen zum Nachlesen und Nachhören sowie Infos rund um die Beiträge und die Autorinnen und Autoren gibt es auch auf der ökumenischen Homepage www.kirche-im-hr.de.

 

Termine, Autor*innen und Songs in der Übersicht:

 

Datum

Autor:in

Songs

28.06.26

Pastoralreferent Stefan Herok, Wiesbaden

The Chicks: Wide Open Spaces

05.07.26

Pfarrer Stephan Krebs, Langen

 

Chris Rea: Happy On the Road

12.07.26

Pfarrerin Claudia Rudolff, Kassel

U.S.A. For Africa: We Are the World

19.07.26

Pfarrerin Tanja Griesel, Fritzlar

 

Peter Schilling: Major Tom (völlig losgelöst)

 

26.07.26

Pfarrerin Ksenija Auksutat, Stockstadt

Peter Gabriel: Solsbury Hill

02.08.26

Pastoralreferentin Anke Jarzina, Eltville

Michael Jackson: Earth Song

09.08.26

Pfarrer Hermann Trusheim, Hanau

 

Die Toten Hosen: You'll Never Walk Alone

 

16.08.26

Pastoralreferent Lukas Sims, Wiesbaden

U2: I Still Haven’t Found What I’m Looking For

 

Hinweis: Weitere Informationen bei Beate Hirt, Senderbeauftragte der katholischen Kirche beim hr, Telefon: 069 / 800 87 18 250, E-Mail: beate.hirt@kirche-im-hr.de

 

Nachricht vom 24.6.26                                                                                            PM (MBN)