Franz Adam Landvogt wurde am 3. März 1889 in Rockenberg/Wetterau geboren und am 1. Juni 1912 im Mainzer Dom durch Bischof Georg Heinrich Kirstein zum Priester geweiht. Nach Kaplansjahren in Mainz-Finthen, Darmstadt-St. Ludwig, im Mainzer Städtischen Krankenhaus St. Rochus und in Oppenheim-St. Bartholomäus übernahm Landvogt 1927 die Pfarrei Frei-Laubersheim. Von 1928 bis 1951 war Landvogt Pfarrer von St. Christoph in Mainz und nach der Zerstörung der Kirche seit 1945 zusätzlich Pfarrverwalter in St. Emmeran und in St. Peter. Nach seinem Tod am 5. Oktober 1953 wurde Pfarrer Landvogt in der Memorie des Domes aufgebahrt; sein Leichnam wurde in seine letzte Pfarrkirche, St. Peter, überführt und dort in der Krypta beigesetzt. 1958 wurde seine Grabstätte in eine Seitenkapelle am Eingang der Kirche verlegt. Diese Ruhestätte gestaltete der Mainzer Künstler Karlheinz Oswald bis 2009 neu. Nach Franz Adam Landvogt auch die Pfarrer Landvogt-Hilfe benannt, die sich in der Stadt Mainz um wohnungslose Menschen kümmert.
Bei der Segnung der neu gestalteten Grabstätte im Jahr 2009 hatte der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, betont, dass Landvogt in die Reihe der großen Priester des Bistums Mainz gehöre. Landvogt sei als vorbildlicher Christ und Priester ein heiligmäßiger Mann gewesen. „Er ist uns in ganz besonderer Weise ein Vorbild", sagte er. Lehmann würdigte auch die Frömmigkeit Landvogts, die mit einer großen Zuwendungsfähigkeit zu den Menschen gepaart gewesen sei. „Er ist im Dienst für andere aufgegangen", sagte er. „Pfarrer Landvogt hat niemanden im Stich gelassen und sich so in die Herzen der Menschen in Mainz hineingeschrieben", betonte Lehmann. Auch wenn Landvogt nicht selig- oder heiliggesprochen sei: „Dies nimmt nichts von der tiefen Verehrung, die wir ihm schenken. Wir bleiben seiner Heiligkeit am besten auf der Spur, wenn wir den Geist Christi in seinem Leben nachfolgen."
Anlässlich seines 50. Todestages (2003) hatte Lehmann Pfarrer Landvogt zudem als „Vater der Armen" gewürdigt. Landvogt sei ein Mann der Caritas gewesen, der sich in ganz ungewöhnlicher Weise für die Armen und Hilfsbedürftigen in seinem Bereich einsetzt habe. Pfarrer Landvogt hätten insbesondere die Menschen am Herzen gelegen, denen der Krieg das eigene Haus und die Wohnung zerstört hatte, und die nun ausgebombt und zwischen Trümmern in der Stadt lebten. Neben der materiellen Not habe Landvogt auch seelische Verwundungen im Blick gehabt wie Arbeitslosigkeit, Verfolgungen in der nationalsozialistischen Diktatur oder der Verlust von Familienangehörigen im Krieg.