Bewusst im Gebet vernetzen (2. & 3.5.)

Initiative „Werft die Netze aus“ wirbt für Gebet um Berufungen

Die Startseite der Gebetsinitiative
Mo 27. Apr 2020
tob (MBN)

Mainz. Eigentlich hätte zum Abschluss des 24-stündigen Gebetes am Sonntag, 3. Mai, ein Gottesdienst zur Gebetsinitiative „Werft die Netze aus“ (www.werft-die-netze-aus.de) in der Mainzer Augustinerkirche stattgefunden. Aber das ist in der aktuellen Situation der Corona-Krise natürlich nicht wie geplant möglich.

Gleichwohl soll das Anliegen des Gebets um Berufungen im Bistum Mainz auch in diesem Jahr in Erinnerung gerufen werden und seinen Platz finden. Darauf hat der Leiter der Mainzer Diözesanstelle „Berufe der Kirche“, Pfarrer Markus W. Konrad, hingewiesen. Bereits im vergangenen Jahr hatte er den dezentralen Charakter der Gebetsinitiative betont: „Bei dem 24-Stunden-Gebet verbinden sich Menschen im Anliegen geistlicher Berufungen mit Gott und miteinander. Es geht ja nicht nur darum, dass Leute zum Gebet nach Mainz kommen. Es wäre schön, wenn sie sich auch zuhause oder in ihren Gemeinden dieser Gebetsgemeinschaft anschließen. Gott bewirkt Dinge, die wir nicht so einfach machen können.“ Anlässlich des Welttags für geistliche Berufungen lädt das Deutsche Zentrum für Berufungspastoral in jedem Jahr zu der Gebetsinitiative „Werft die Netze aus“ ein.

Im vergangenen Jahr hatte der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf bei einem Gottesdienst  anlässlich der Initiative „Werft die Netze aus“ in der Mainzer Augustinerkirche zum Gebet um geistliche Berufungen von Priestern, Diakonen, Ordensleuten sowie Pastoral- und Gemeindereferenten aufgerufen: „Wir brauchen Hirten im besonderen Dienst als Priester und in anderen pastoralen Berufen. Deren Aufgabe ist es, andere zu befähigen durch die Sakramente, die Verkündigung, den Dienst am Wort und in der Caritas, den eigenen Weg der Nachfolge zu gehen. Wir brauchen glaubende Menschen, die sich dem Hirtendienst Jesu anschließen. Beten Sie, beten wir, dass Menschen den Mut finden, sich in die Nachfolge zu begeben.“ Kohlgraf machte damals deutlich, dass der Hirtendienst Jesu gekennzeichnet ist „durch Heilen, Verbinden, Stärken, Suchen, Aufrichten und Nahrung geben“. Und weiter: „Hirtendienst ist kein Machtinstrument, sondern eine sehr verantwortungsvolle und sensible Aufgabe, in der Welt und in der Kirche. Eine schöne Aufgabe, die sehr viel Herz und Fingerspitzengefühl erfordert. Wer eine Hirtenaufgabe erfüllt, übernimmt Verantwortung für den anderen Menschen.“

Hinweis: www.werft-die-netze-aus.de