Domkapitular em. Prälat Josef Seuffert verstorben

Langjähriger Leiter des Seelsorgeamtes / Beerdigung in Geburtsort Hanau-Steinheim

Domkapitular em. Josef Seuffert wird am 10. Januar in Hanau-Steinheim beigesetzt. (c) Bistum Mainz / Blum
Mi, 2. Jan 2019
tob (MBN)

Mainz. Domkapitular em. Prälat Josef Seuffert ist am Samstag, 22. Dezember, im Alter von 92 Jahren verstorben.

Seuffert hatte unter anderem von 1975 bis 1993 das Bischöfliche Seelsorgeamt im Bischöflichen Ordinariat Mainz geleitet; seit 1981 war er Domkapitular am Mainzer Dom. Der Verstorbene wird am Dienstag, 8. Januar, um 8.00 Uhr in den Mainzer Dom überführt und in der Memorie des Mainzer Domes aufgebahrt. Am Mittwoch, 9. Januar, findet im Mainzer Dom um 12.00 Uhr das Requiem mit dem Mainzer Bischof Peter Kohlgraf statt. Die Beerdigung in Seufferts Geburtsort Hanau-Steinheim nimmt der Mainzer Domdekan, Prälat Heinz Heckwolf, am Donnerstag, 10. Januar, um 10.00 Uhr vor.

Seuffert war ab 1993 bis zum Eintritt in den Ruhestand und Emeritierung als Domkapitular im Jahr 1996 Vorsitzender der Liturgischen Kommission des Bistums Mainz und Leiter des Referates „Liturgie und Kirchenmusik“. Ende 2015 sind die autobiographischen Erinnerungen von Domkapitular em. Josef Seuffert über seine Zeit im Priesterseminar für Kriegsgefangene in Orléans und Chartres (1945 bis 1947) erschienen. Das Buch „Gesang hinter Stacheldraht“ hat 104 Seiten und ist in der Reihe „Mainzer Perspektiven - Aus der Geschichte des Bistums“ erschienen.

Josef Seuffert wurde am 1. Juni 1926 in Steinheim/Main geboren. Am 15. Juli 1951 wurde er in Mainz von Bischof Albert Stohr zum Priester geweiht. Nach verschiedenen Kaplansstellen im Bistum Mainz wurde er Bundeskurat der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) in Düsseldorf (1960-1967) und später Sekretär der Kommission für das Einheitsgesangbuch „Gotteslob“ (1967-1973). Außerdem war er Hauptschriftleiter der vom Liturgischen Institut in Trier herausgegebenen und von ihm mitbegründeten Zeitschrift „Gottesdienst“. Für seine Verdienste wurde er mit den Päpstlichen Ehrentiteln Monsignore (1975) und Päpstlicher Ehrenprälat (1986) geehrt.