„Ein gutes Zeichen für unsere Kirche und unsere Gesellschaft“

Pressekonferenz mit Bischof Kohlgraf zur 72-Stunden-Aktion im Bistum Mainz

Mainz, 10.5.2019: Bischof Karl-Heinz Wiesemann und Bischof Peter Kohlgraf (v.l.) mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich bei der 72-Stunden-Aktion des BDKJ beteiligen. (c) Bistum Mainz / Matschak
Fr 10. Mai 2019
am (MBN)

Mainz. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat es als ein „gutes Zeichen für unsere Kirche und unsere Gesellschaft“ bezeichnet, dass so viele Jugendliche und junge Erwachsene bei der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) mitmachen.

Es sei zudem ein Zeichen dafür, dass Gemeinschaftssinn und Solidarität „nicht aus der Mode gekommen“ seien. Auch zeige die Aktion ein „frisches und lebendiges Bild“ von Kirche. Kohlgraf äußerte sich bei einer Pressekonferenz zur 72-Stunden-Aktion am Freitag, 10. Mai, im Caritas-Altenzentrum Maria Königin in Mainz-Drais. Die Aktion habe derzeit eine hohe Aufmerksamkeit, gleichzeitig dürfe man nicht vergessen, dass kirchliche Sozialarbeit in der katholischen Jugendverbandsarbeit selbstverständlich sei, betonte der Mainzer Bischof.

Die 72-Stunden-Aktion ist eine Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend und seiner Verbände. Sie findet vom 23. bis 26. Mai bundesweit statt. In 72 Stunden werden dabei in ganz Deutschland Projekte umgesetzt, die die „Welt ein Stückchen besser machen“ – so lautet das Motto der Aktion im Jahr 2019. In 72 Stunden sollen die beteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine gemeinnützige soziale, ökologische, interkulturelle oder politische Aufgabe erfüllen. Die Aktionen können als „Do-it-Projekt“ selbstgewählt sein oder als „Get-it-Projekt“ durchgeführt werden. Bei dieser Variante erhalten die Gruppen eine Aufgabe vom jeweiligen Koordinierungskreis als Überraschung am 23. Mai, die sie dann eigenverantwortlich umsetzen.

Im Bistum Mainz haben sich 158 Gruppen zur 72-Stunden-Aktion angemeldet. Insgesamt werden rund 3.400 Kinder und Jugendliche aktiv sein. Das entspricht der Gruppen- und Teilnehmerinnenzahl der Aktion 2013. Im rheinland-pfälzischen Teil des Bistums Mainz gibt es 1.150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 58 Aktionsgruppen, im hessischen Teil 2.250 Teilnehmer in 93 Aktionsgruppen. Deutschlandweit hatten sich damals über 100.000 Kinder und Jugendliche in 4.000 Projekten engagiert.

Der Speyrer Bischof Karl-Heinz Wiesemann erinnerte daran, dass die 72-Stunden-Aktion die größte Sozialaktion junger Menschen in Deutschland ist. Sie sei auch ein „Glaubenszeugnis“: „Glaube wird hier von Kindern und Jugendlichen gelebt.“ Wiesemann dankte dem BDKJ dafür, dass er sich so einem großen Projekt gestellt habe. Der Vorsitzende des BDKJ im Bistum Mainz, Sascha Zink, stellte das Projekt der Katholische Jugend Mainz-Drais vor, die in dem Caritas-Altenzentrum während der Aktion eine „Retro-Sitzecke“ für Einwohnerinnen und Einwohner mit Demenz einrichten werden. Eröffnet wird die Aktion am Donnerstag, 23. Mai, um 17.07 Uhr mit Auftaktveranstaltungen in den Dekanaten des Bistums Mainz – so in der Stadt Mainz ab 16.45 Uhr auf dem Ballplatz. Partner der Aktion sind unter anderem die Radiosender HR 3 und SWR 3, der Diözesancaritasverband Mainz, die Pfeiffer- und May-Stiftung sowie die Stiftung Jugendraum.

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft.

Hinweis: Weitere Informationen auch im Internet unter www.72stunden.de