Erwachsenenfirmung 2016

Weihbischof Udo Bentz firmte 54 Erwachsene im Mainzer Dom

Erwachsenenfirmung 2016 (c) Bistum Mainz / Blum
Sa 20. Feb 2016
tob (MBN)
Mainz. Der Mainzer Weihbischof, Dr. Udo Markus Bentz, hat 54 Erwachsenen aus dem ganzen Bistum Mainz das Sakrament der Firmung gespendet. Die Firmung fand im Rahmen eines Gottesdienstes am Samstag, 20. Februar, im Mainzer Dom statt.
Erwachsenenfirmung 2016 (c) Bistum Mainz / Blum

In seiner Predigt sagte Weihbischof Bentz: „Sich firmen lassen, heißt Ja sagen zur Taufe. Das, was in der Taufe geschehen ist, wird jetzt besiegelt. In der Taufe hat Gott zu Ihnen Ja gesagt und Ihnen zugesagt: Du bist gewollt. Du bist mein Geschöpf, ich will, dass dein Leben gelingt. In der Firmung sagen Sie ein Ja. Sie sagen: Ich will darauf vertrauen, dass die Zusage Gottes mir gilt. Ich will mit Gott durchs Leben gehen.“

Das Ja des Gefirmten beschreibe dabei keinen Zustand, sondern einen Weg, betonte der Weihbischof. „Der Heilige Geist ist die Kraft, die Sie dabei leitet und Ihnen dieses Ja zu Gott ermöglicht.“ Die Beziehung zu Gott sei eine Beziehung der Freiheit und nicht geprägt durch Verbote, sagte Bentz. Die Gefirmten seien aufgerufen, „so zu lieben, wie Jesus es Dir vorgelebt hat“. Diese Liebe ist „anspruchsvoll“, sagte der Weihbischof. „Wirklich lieben und nicht insgeheim doch sich selbst zu lieben: Das ist eine hohe Kunst.“ Im Sakrament der Firmung bekomme der Gefirmte, „die Liebe Gottes hautnah zu spüren“.

Zu dem Gottesdienst im Mainzer Dom waren auch die Familien der Firmlinge sowie zahlreiche Priester und Wegbegleiter aus den Heimatgemeinden gekommen. Der Gottesdienst wurde von Domorganist Daniel Beckmann an der Mainzer Domorgel musikalisch gestaltet.

Stichwort: Firmung

Das Sakrament der Firmung gehört mit Taufe und Eucharistie zu den so genannten Einführungssakramenten. Die Spendung der Firmung geschieht durch Handauflegung und Salbung der Stirn mit den Worten: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Der Ritus steht für den Empfang des Heiligen Geistes zur Stärkung des persönlichen Glaubens und als Zeichen für die Verbundenheit mit allen anderen Glaubenden. Während der Firmung legt der Pate dem Firmling die Hand auf die Schulter. Damit drückt er aus, dass er ihn auf seinem Glaubensweg stärken will. In der Regel wird die Firmung im Bistum Mainz im Alter zwischen 14 und 16 Jahren gespendet. Die Firmlinge bekräftigen in der Firmung ihre Entscheidung, Christ zu sein. Während bei der Taufe noch Eltern und Paten für sie entschieden haben, treten sie nun selbst für ihren Glauben ein. In diesem Sinn vollendet die Firmung die Taufe.

Erwachsenenfirmung 2016 (c) Bistum Mainz / Blum