Würzburg. Unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“, findet von Mittwoch, 13., bis Sonntag, 17. Mai der 104. Katholikentag in Würzburg statt. Das Bistum Mainz präsentierte sich mit einem eigenen von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit gestalteten Stand auf der Kirchenmeile in der Nähe der Friedensbrücke. Die Bistumsleitung sowie zahlreiche Ehrenamtliche waren vor Ort. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat an einer Liturgiewerkstatt zum Thema „Wenn die Kirche nicht mehr im Dorf bleibt“ mitgewirkt, sowie an einem Podium zum Thema Antifeminismus. Die Bevollmächtigte des Generalvikars, Ordinariatsdirektorin Stephanie Rieth, war an einem Gespräch zum Thema Missbrauchskrise beteiligt.
Die Liturgiewerkstatt mit Bischof Kohlgraf fand im Mutterhausareal der Schwestern des Erlösers statt und musste wegen Überfüllung vorzeitig seine Türen schließen. Drinnen diskutierte Bischof Kohlgraf unter dem Motto „Wenn die Kirche nicht mehr im Dorf bleibt - (Liturgisch) heimatlos in Großgemeinden?“ mit dem Mainzer Bistumspriester Professor Dr. Martin Stuflesser aus Würzburg, sowie Liturgiereferentin Nikola Banach aus Berlin. Es ging zum Beispiel um die Frage, wie Menschen in größer werdenden Pfarreistrukturen weiterhin ihre liturgische Heimat finden können. Kohlgraf schilderte die Situation im Bistum Mainz, Liturgiereferentin Banach sprach von ihren Erfahrungen aus dem Erzbistum Berlin. Überall in Deutschland stünden die Menschen vor ähnlichen Herausforderungen. Auch das Publikum beteiligte sich an der Diskussion, Teilnehmende schilderten die Erfahrungen, die sie in ihren Gemeinden machen.
Am Nachmittag nahm Bischof Kohlgraf Teil an der Diskussion „Wer hat das Wort? Wie Antifeminismus Diskursräume verengt. Und wie wir sie wieder öffnen können“, die in der St. Johannis-Kirche stattfand. Zu Beginn gab die Direktorin der Bundesstiftung Gleichstellung, Lisi Maier aus Berlin, einen Impuls. Auf dem Podium saßen neben Bischof Kohlgraf auch Josephine Ballon, Geschäftsführerin von HateAid Berlin, Dr. Katarina Barley MdEP, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Brüssel/Belgien, sowie Anna Klüsener, Bundesvorsitzende der Pfadfinderinnenschaft St. Georg, Düsseldorf. Die Moderation übernahm Jutta Weduwen, Berlin. Anwältinnen des Publikums waren Joana Kulgemeyer und Annika Pohl aus Berlin.
Auch die Bevollmächtige des Generalvikars, Stephanie Rieth, nahm an einer Podiumsdiskussion teil. Bei ihr stand die Diskussion unter dem Titel „Verpasste Chancen - verständlicher Schutzreflex? Von Erkenntnissen und Möglichkeiten aus der Missbrauchskrise“. Im Würzburger Maritim Hotel diskutierte sie mit Professor Dr. Lars Castellucci MdB, Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung, Berlin, Johannes Norpoth vom Betroffenenbeirat bei der Deutschen Bischofskonferenz, ZdK-Mitglied, Bonn, sowie Landesbischöfin Professorin Dr. Heike Springhart aus Karlsruhe. Die Gesprächsleitung übernahm Joachim Frank, Chefkorrespondent der DuMont Mediengruppe und ZdK-Mitglied aus Köln.
Wie bereits am Tag zuvor, besuchte Bischof Kohlgraf auch am Samstagnachmittag den Stand des Bistums Mainz auf der Kirchenmeile. Dort schauten auch Weihbischof Joshy Pottackal, Generalvikar Sebastian Lang und die Bevollmächtigte Stephanie Rieth vorbei. Die Bistumsleitung dankte den Mitarbeitenden, die am Stand des Bistums als Ansprechpersonen für Besucherinnen und Besucher des Katholikentags zur Verfügung standen, für ihr Engagement.
Auf der Kirchenmeile präsentierte sich auch das Dom- und Diözesanarchiv des Bistums Mainz. Das Archiv beteiligte sich am Stand der Bundeskonferenz der katholischen Archive. Das Christliche Orientierungsjahr Mainz war ebenfalls an einem Stand auf der Kirchenmeile vertreten. Gemeinsam mit den (Erz-)Diözesen Freiburg und Rottenburg-Stuttgart präsentierte sich das Team am Stand „Orientierungsjahre im Südwesten!“.
Hinweis: Weitere Informationen unter https://bistummainz.de/aktionen/katholikentage/wuerzburg-2026/