Im Mozart-Stil

Uraufführung der „Missa Sancti Quintini“ von Michael Kaltenbach (17.12.)

Mainz, 5.12.2019: Domkantor Michael Kaltenbach probt mit dem Mädchenchor am Dom und St. Quintin seine Missa Sancti Quintini (c) Bistum Mainz / Matschak
Di 10. Dez 2019
am (MBN)

Mainz. Der Mainzer Domkantor Michael Kaltenbach hat die „Missa Sancti Quintini“ komponiert. Erstmals erklingt das Werk am Dienstag, 17. Dezember, um 19.00 Uhr in der Kirche St. Quintin in Mainz im Rahmen eines Gottesdienstes. Ausführende sind der Mädchenchor am Dom und St. Quintin unter Leitung von Domkantor Kaltenbach, die Orgel spielt Thomas Höpp. Domkapitular Professor Dr. Franz-Rudolf Weinert steht dem Gottesdienst als Zelebrant vor.

„Klar, da rockst Du mit!“

Mainz, 5.12.2019: Konzentriertes Proben auch bei den jüngsten Mädchen des Chores. (c) Bistum Mainz / Matschak

Donnerstagabend, 5. Dezember, der Tag vor Nikolaus: 140 junge Sängerinnen sitzen auf ihren Stühlen im großen Chorsaal im Mainzer Chorhaus am Dom. In einer Ecke verstecken sich Dutzende Tüten mit Nikolaus-Geschenken, über dem Flügel schwebt ein Adventskranz. Heute steht Michael Kaltenbachs „Missa Sancti Quintini“ auf dem Probenplan. Sie im Laufe dieses Jahres entstanden. „Ich habe diese Vertonung vor allem für unsere jungen Sängerinnen geschrieben, damit sie einmal mit dem lateinischen Mess-Text in Berührung kommen“, sagt er. Und da seine Sängerinnen gerne Musik von Wolfgang Amadeus Mozart singen, hat er sie ganz im Mozart-Stil gehalten.

Das ist schon bei den ersten Takten des „Kyrie“ zu bemerken: Es ist ein Motiv aus der B-Dur-Messe Mozarts. Kaltenbach lässt den Abschnitt einmal durchlaufen, korrigiert da und dort das Tempo, klärt einige Noten. Der Chorsatz ist zweistimmig, für eine hohe und eine tiefe Frauenstimme, dazu jeweils eine Solo-Partie. „Theoretisch könnte man das Stück auch einstimmig singen“, betont er. Bei der Aufführung in der Mainzer Quintins-Kirche werden die Solo-Partien von kleineren Chorgruppen der älteren Mädchen gesungen. Das wirft im „Gloria“ gleich Fragen auf. „Muss ich da mitsingen“, fragt eine der Solistinnen. „Klar, da rockst Du mit“, antwortet Kaltenbach.

Während der Probe begleitet Kaltenbach am Klavier, bei der Aufführung in St. Quintin gibt es Orgelbegleitung. „Theoretisch könnte ich noch einen Streichersatz schreiben, bin aber noch nicht dazu gekommen“, erläutert der Domkantor. Vertont hat Kaltenbach zudem das „Sanctus“ mit „Benedictus“ (mit hoher und tiefer Fassung) sowie das „Agnus Dei“. Und er will die Komposition im kommenden Jahr gerne in Salzburg singen – dem Geburtsort Mozarts. Denn dahin geht die Konzertreise des Mädchenchores.

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