Kirche mit Leidenschaft und Humor in die Öffentlichkeit tragen

Thomas Klumb geht als Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit in den Ruhestand

Thomas Klumb (rechts) im Mai 2018 bei der Vorstellung des VR-Brillen-Projektes im Wormser Dom zusammen mit Dr. Michael Klein, Leiter des Institutes für Neue Medien Frankfurt, welches das VR-Projekt maßgeblich unterstützt hat. (c) Bistum Mainz / Blum
Fr 15. Feb 2019
tob (MBN)

Mainz. Der langjährige Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit im Bistum Mainz, Ordinariatsrat Thomas Klumb, wird am Mittwoch, 27. Februar, in den Ruhestand verabschiedet. An diesem Tag wird der Mainzer Weihbischof Dr. Udo Markus Bentz, der als Generalvikar auch Dezernent des Zentraldezernates ist, Klumb im Rahmen einer Feierstunde im Erbacher Hof würdigen.

Die Verabschiedung beginnt um 17.00 Uhr mit einer liturgischen Feier in der Kapelle des Erbacher Hofes. Zur Teilnahme ist eine persönliche Einladung erforderlich; die Veranstaltung ist allerdings presseöffentlich.

Als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit hat Klumb unter anderem die Präsentationen des Bistums Mainz auf den Katholikentagen, Bistumsfesten oder etwa den Hessen- und Rheinland-Pfalz-Tagen sowie Landesgartenschauen organisiert. Zum Rheinhessen-Jubiläum 2016 wurde eine von ihm initiierte Lichtbrücke zwischen Jakobsberg und Rochusberg zu einem optischen Höhepunkt. Gerade auf Menschen ohne tiefere Kirchenbindung zugehen, wollte er mit den multimedialen Illuminationen „Schöpfung im Licht“ und „Glaubensfeuer“. Diese wurden in den vergangenen Jahren in zahlreichen Kirchen aufgeführt, zuletzt beim Katholikentag in Münster. Mit verschiedenen Virtual Reality-Projekten, wie „Balancieren zwischen den Domtürmen“ beim Jubiläum des Wormser Doms im vergangenen Jahr, präsentierte er das Bistum innovativ und mit hoher öffentlicher Resonanz. Auf zahlreichen Veranstaltungen hat er sich auch als Moderator engagiert. Stets hat er die Kirche mit Leidenschaft und Humor in die Öffentlichkeit getragen. Die Abteilung Öffentlichkeit ist außerdem für den Internetauftritt des Bistums und die Aktivitäten in den sozialen Medien zuständig, genauso wie für die Gestaltung von Faltblättern, Plakaten und die Produktion hochwertiger Fotoserien. Im Jahr 2010 ist auf Anregung von Thomas Klumb das Kinderbuch „Martin und Lena - Auf Entdeckungsreise im Mainzer Dom“ entstanden.  

Ein Mann der Fastnacht und des Kabaretts

Über das Bistum hinaus bekannt geworden ist Klumb durch seine Auftritte als Redner in der Mainzer Fastnacht. Dem viel diskutierten Auftritt als Bestatter in der Fernsehfastnacht bei „Mainz bleibt Mainz“ im Jahr 2004 folgten noch viele weitere Auftritte bei Fastnachtsveranstaltungen und anderen Fernsehsendungen. Mit seinem Rednertalent hat Klumb auch die Ritterrede von Kardinal Karl Lehmann bei der Verleihung des „Ordens wider den tierischen Ernst“ in Aachen bereichert. Er war einer der vier Autoren aus der Mainzer Fastnacht, die für den Kardinal einen gelungenen Vortrag als Hirte auf dem Weg nach Aachen getextet haben. Lehmann hatte kurz vor der Preisverleihung im Januar 2005 bekundet, dass es in seinem Leben kaum eine Rede gegeben habe, mit der er sich im Vorfeld mehr beschäftigt habe, was einzelne Formulierungen und Proben angehe. Seit dem Katholikentag 1990 in Berlin war Klumb gemeinsam mit Diakon Franzrudolf Kordel als „Freies Katholisches Kabarett (FKK)“ aktiv, ab 2001 dann mit seinem Solo-Kabarettprogramm „Heiliger Bimbam“.

Thomas Klumb wurde am 15. April 1955 in Worms geboren und wuchs in Biblis auf. Im Jahr 1975 kam er als Theologiestudent nach Mainz und wirkte nach Abschluss seines Studiums als Diplom-Theologe ab 1980 im Gemeindedienst. 1982 wurde der Pastoralreferent Assistent bei Weihbischof Wolfgang Rolly. Weitere Stationen im Bischöflichen Ordinariat waren das Planungsbüro ab 1987 und die Diözesanstelle für Pfarrgemeinde- und Dekanatsräte ab 1991. Zum 1. April 2000 wurde Klumb, der Vater von drei erwachsenen Söhnen ist, Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit. Seit einem Jahr hat er seinen Wohnsitz in Geldern/Niederrhein, wo er auch seinen Ruhestand verbringen wird.