Lutz Brenner neuer Diözesankirchenmusikdirektor des Bistums

Der Bezirkskantor aus Bad Ems tritt die Nachfolge von Thomas Drescher an

Lutz Brenner (c) privat
Fr 9. Aug 2019
am (MBN)

Mainz/Ilbenstadt. Lutz Brenner wird zum 1. Januar 2020 der neue Diözesankirchenmusikdirektor des Bistums Mainz. Der Mainzer Weihbischof und Generalvikar Dr. Udo Markus Bentz stellte Brenner am Freitag, 9. August, bei der 93. Kirchenmusikalischen Werkwoche in Ilbenstadt vor einhundert Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern aus dem Bistum Mainz vor. Brenner, der derzeit noch Bezirkskantor in Bad Ems (Bistum Limburg) ist, tritt die Nachfolge von Thomas Drescher an, der im Dezember 2018 in den Ruhestand getreten war.

 

Der Weihbischof verlas einen Brief des Mainzer Bischofs Peter Kohlgraf. Kohlgraf heißt Brenner im Bistum Mainz willkommen und schreibt, dass er in einer Zeit ins Bistum komme, in der aufgrund des Pastoralen Weges „einiges in Bewegung“ sei. „Natürlich werden wir auch darüber nachdenken, welche Rolle die Kirchenmusik im Leben der Gemeinden und in der Verkündigung spielen kann, und wie ihre Rahmenbedingungen entsprechend gestaltet werden können. Ich hoffe sehr, dass Sie, sehr geehrter Herr Brenner, sich in diese Überlegungen einbringen“, schreibt Kohlgraf. Diese Fragen seien Brenner „nicht neu“: „Sie bringen Erfahrungen mit, die für unsere Überlegungen hilfreich sein werden: Sie waren im Bistum Limburg Mitglied der ,Zukunftswerkstatt Kirchenmusik‘, um an neuen kirchenmusikalischen Ideen, Visionen und Strukturen mitzuarbeiten. Vernetztes Arbeiten innerhalb der Bistumsstrukturen ist Ihnen vertraut, ebenso die Zusammenarbeit mit nicht-kirchlichen Partnern“ Er sei gespannt auf seine Ideen und Impulse, schreibt der Mainzer Bischof.

Weiter heißt es in dem Brief des Bischofs, dass Kirchenmusik Teil der Liturgie sei, und in ihrer Vielgestaltigkeit Ausdruck eines lebendigen Glaubens. „Kirchenmusik vermag viele Menschen anzusprechen, und sie ist für immer mehr Menschen, die nicht mehr im christlichen Glauben verwurzelt sind, ein Berührungspunkt mit der christlichen Botschaft. Ich bin daher sehr dankbar, dass sich in unserem Bistum so viele Menschen für die Kirchenmusik engagieren, und ich freue mich, wenn Sie, Herr Brenner, gemeinsam mit den vielen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern in unserem Bistum die Kirchenmusik pflegen und weiterentwickeln“, schreibt der Bischof.

Lutz Brenner wurde am 9. August 1973 in Mainz geboren. Er studierte Schulmusik, Germanistik, Kirchenmusik (A-Examen „Mit Auszeichnung“) und Konzertfach Orgel und Orgelimprovisation an der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz, dem Conservatoire National de Région Dijon und an der Folkwang-Hochschule in Essen. Zu seinen Lehrern zählten Albert Schönberger, Hans-Jürgen Kaiser, Jean-Pierre Leguay und Roland Maria Stangier (Orgel); darüber hinaus Mathias Breitschaft (Chorleitung) und Michael Hofstetter (Orchesterleitung). Brenner ist Träger zahlreicher Preise, so unter anderem beim Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation Schwäbisch Gmünd 2003 (Dritter Preis) und 2005 (Zweiter Preis).

Von 2000 bis 2002 war er Assistent von Michael Hofstetter für das Fach Orchesterleitung am Fachbereich Musik der Universität Mainz und übernahm in der Spielzeit 2001/2002 die musikalische Leitung der Produktion „Die kleine Zauberflöte“ am Staatstheater Mainz. Von 1991 bis 2004 wirkte er als Organist und Chorleiter in St. Georg in Mainz-Bretzenheim und war darüber hinaus ständiger Vertreter des Domorganisten am Mainzer Dom. 2004 wurde Brenner als Bezirkskantor nach Bad Ems-St. Martin berufen und leitet dort den St. Martins-Chor Bad Ems. Seit 2006 arbeitet er im künstlerischen Leitungsteam der Orgelfestwochen des Kultursommers Rheinland-Pfalz mit. Neben Konzerten in Deutschland und ganz Europa spielte er Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen ein. Im Jahr 2012 leitete er vertretungsweise die Orgelklasse von Roland Maria Stangier an der Folkwang-Hochschule Essen, derzeit hat er einen Lehrauftrag für das Fach Orgelimprovisation an der Musikhochschule Mainz.

 

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