Stabile Wahlbeteiligung

Bischof Kohlgraf gratulierte neu gewählten Pfarrgemeinderäten

Mainz, 10.11.2019: Bischof Peter Kohlgraf (r.) informiert sich gemeinsam mit Hans Jürgen Dörr bei Nadine Roos von der EDV-Abteilung über die ersten Ergebnisse der PGR-Wahlen im Bistum Mainz. (c) Bistum Mainz / Matschak
Mo 11. Nov 2019
am (MBN)

Mainz. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat den neu gewählten Mitgliedern der Pfarrgemeinderäte im Bistum Mainz gratuliert.

„Wir befinden uns im Bistum Mainz auf dem Pastoralen Weg: Gemeinsam wollen wir darüber beraten, wie wir zukünftig Kirche in der Welt und Kirche bei den Menschen sein können. Auf diesem Pastoralen Weg werden insbesondere die Pfarrgemeinderäte eine wichtige Rolle spielen: Ich gratuliere den neu gewählten Mitgliedern der Pfarrgemeinderäte ganz herzlich und wünsche ihnen für ihre Arbeit Gottes Segen. Ich freue mich, dass Sie nicht nur das Gemeindeleben aktiv gestalten wollen, sondern auch Verantwortung für die Zukunft unserer Kirche im Bistum Mainz übernehmen“, sagte er am Sonntagabend, 10. November, in Mainz.

Kohlgraf dankte auch allen, die sich zu einer Kandidatur bereit erklärt hatten: „Dies ist für mich ein wichtiges Zeugnis aktiven Christ-Seins. Ich danke außerdem den Wahlleiterinnen und -leitern in den Pfarreien unseres Bistums und den Verantwortlichen auf überdiözesaner Ebene für die Vorbereitung und Durchführung der Wahl.“

Rund 95.000 Katholikinnen und Katholiken gingen zur Wahl

Mainz, 10.11.2019: Zufrieden über die stabile Wahlbeteiligung sind (v.l.) Hans Jürgen Dörr, Bischof Peter Kohlgraf, Monika Dörr und Ulrich Janson. (c) Bistum Mainz / Matschak

Die Wahlbeteiligung bei den Pfarrgemeinderatswahlen im Bistum Mainz ist gegenüber den Wahlen von vor vier Jahren stabil geblieben. Nach Auszählung der Stimmen lag sie bei 15,67 Prozent gegenüber 15,97 Prozent vor vier Jahren (Stand: 11. November, 12.00 Uhr mittags). Insgesamt sind im Bistum Mainz rund 95.000 Katholikinnen und Katholiken zur Wahl gegangen. Die Wahlen am 9. und 10. November fanden in rund 330 Pfarreien und Filialen sowie Gemeinden anderer Muttersprache statt. Von den rund 2.800 Kandidaten wurden 1.710 Frauen und Männer in die Gremien gewählt.

Ordinariatsdirektor Hans Jürgen Dörr, Leiter des Dezernates Seelsorge, in dessen Zuständigkeitsbereich die Pastoralen Räte im Bistum Mainz fallen, zeigte sich erfreut über die stabile Wahlbeteiligung. „Ich bin über die Wahlbeteiligung angenehm überrascht. Wir brauchen dieses Zeichen der Stabilität, damit wir nun gute Gremien bilden können. Das ist auch wichtig hinsichtlich der nächsten Phasen des Pastoralen Weges.“

Dörr äußerte sich am Sonntagabend, 10. November, im Bischöflichen Ordinariat in Mainz. Gemeinsam mit dem Mainzer Bischof Peter Kohlgraf informierte er sich noch am Wahlabend im Rechenzentrum des Bischöflichen Ordinariates über die eingehenden Ergebnisse. Auch Ulrich Janson, der die Ergebnisse der PGR-Wahlen seit dem Sonntagnachmittag verfolgt hatte, freute sich über die gute Wahlbeteiligung. „Die Stimmung im Vorfeld war erstaunlich gut. Gut ist jetzt auch die Beteiligung“, sagte er. Janson ist Referent für Pfarrgemeinde-, Seelsorge- und Dekanatsräte im Bischöflichen Ordinariat Mainz.

In der Wahlzentrale des Bistums Mainz liefen im Laufe des Abends über Telefon, Fax und E-Mail die Ergebnisse aus den Pfarrgemeinden der Diözese ein. Während die Wahlbeteiligung gegen 18.45 Uhr noch unter 15 Prozent lag, machte sich aufgrund der stetig steigenden Werte im Laufe des Abends Zufriedenheit breit. Um 20.30 Uhr lag der Wert erstmals bei 15,5 Prozent. Die Mitarbeiter der EDV-Abteilung sorgten zusammen mit Mitarbeitern der Diözesanstelle für Pfarrgemeinde-, Seelsorge- und Dekanatsräte um Monika Dörr und Ulrich Janson dafür, dass immer die aktuellsten Zahlen im Internet abrufbar waren.

In acht Dekanaten stieg die Wahlbeteiligung

In acht der 20 Dekanate im Bistum Mainz hat die Wahlbeteiligung leicht zugenommen. Die höchste Wahlbeteiligung bei den Dekanaten wurde mit 21,5 Prozent im Mainz-Süd verzeichnet; die stärkste Steigerung der Wahlbeteiligung gab es im Dekanat Bingen mit 1,6 Prozent. Die niedrigste Wahlbeteiligung gab es mit 9,7 Prozent im Dekanat Darmstadt. Rund 82 Prozent der Stimmen wurden in diesem Jahr per Briefwahl abgegeben. Auch in diesem Jahr wurden wieder mehr Frauen (973) als Männer in die Gremien gewählt (737). Die größte Gruppe machen nach wie vor die 46- bis 55-Jährigen aus (506); die Zahl der 16- bis 25-Jährigen in den Pfarrgemeinderäten liegt bei 162.

Erstmals gab es im Bistum Mainz die Möglichkeit, dass Jugendvertreterinnen und Jugendvertreter durch eine eigene Jugendversammlung direkt in den Pfarrgemeinderat gewählt werden können. In rund fünfzehn Pfarreien konnte zum jetzigen Termin nicht gewählt werden. Gründe waren unter anderem aktuelle Pfarrerwechsel und dass nicht genügend Kandidaten für den Pfarrgemeinderat gefunden wurden. Für diese Gemeinden findet im am 29. Februar/1. März 2020 ein Nachwahltermin statt.

Bei den Wahlen am Samstag, 9., und Sonntag, 10. November, waren etwa 650.000 Katholiken zum vierzehnten Mal aufgerufen, die Mitglieder für die Pfarrgemeinderäte (PGR) im Bistum Mainz zu wählen. Insgesamt wurden 60 Gesamtpfarrgemeinderäte gewählt, die sich aus etwa 150 Pfarreien und ihren Filialgemeinden zusammensetzen. Mit 60 Prozent haben die Frauen wieder die Mehrheit der rund 2.700 Kandidaten gestellt. Wie bereits in den vergangenen Jahren fand die Wahl an einem gemeinsamen Termin mit den benachbarten Diözesen Fulda und Limburg statt. Das gemeinsame Motto lautete: „Kirche gemeinsam gestalten“.

Entstanden ist der Pfarrgemeinderat als Gremium der Laien nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965). Die Mitverantwortung aller Gemeindemitglieder für die Sendung der Kirche ist Leitidee des Gremiums. Die Räte sollen das Leben in den Gemeinden mitgestalten und Sorge für die Gemeindemitglieder tragen. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Beratung des Pfarrers in pastoralen Fragen.

Hinweise: