Unterstützung der Kampagne „Kein Weihnachten in Moria“ beschlossen

Auch Herbstvollversammlung des Katholikenrates fand als Video-Konferenz statt

Der Sprecher des Katholikenrats, Patrick Landua, moderierte die Videokonferenz zur Herbstvollversammlung des Gremiums. (c) Bistum Mainz / Blum
Datum:
Mi 11. Nov 2020
Von:
tob (MBN)

Mainz. Der Katholikenrat des Bistums Mainz hat sich bei seiner Herbstvollversammlung am Samstag, 7. November, mehrheitlich für eine Mitträgerschaft der Kampagne „Kein Weihnachten in Moria“ ausgesprochen, die sich für die rasche Aufnahme von Geflüchteten aus den Lagern auf den griechischen Ägäis-Inseln einsetzt. Initiiert wurde die Kampagne von der katholischen Friedensbewegung Pax Christi.

Eingebracht worden war das Anliegen über die Arbeitsgemeinschaft Verbände im Bistum Mainz. Die Sitzung fand coronabedingt, wie bereits die Konstituierung des Gremiums im Juni als Videokonferenz statt. Die Moderation hatte der Sprecher des Katholikenrates, Patrick Landua, übernommen.

Im Rahmen der Kampagne „Kein Weihnachten in Moria“ wird der Katholikenrat des Bistums Mainz die Bundestagsabgeordneten der Fraktionen von CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und die Linke aus dem Bistum Mainz bitten, mit einer interfraktionell eingebrachten Resolution des Deutschen Bundestags die Bundesregierung aufzufordern, alle sich derzeit in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln befindenden Menschen aus dringenden humanitären Gründen in Deutschland aufzunehmen. Dazu wird der Katholikenrat des Bistums Mainz die Abgeordneten der genannten Parteien schriftlich kontaktieren und wenn möglich hierüber auch persönlich mit ihnen ins Gespräch kommen. Darüber hinaus wird der Katholikenrat des Bistums Mainz andere katholische Verbände und Ordensgemeinschaften, die Dekanate, Pfarrgemeinden sowie weitere Katholikinnen und Katholiken im Bistum Mainz bitten, die Abgeordneten der oben genannten Parteien aus ihren jeweiligen Wahlkreisen zu kontaktieren.

Außerdem haben sich die Mitglieder in der Sitzung über die Schwerpunktsetzung für die laufende Amtszeit ausgetauscht. In einer „Mentimeter“-Umfrage erhielten die Themen „Kirche und Gesellschaft“, „Digitalisierung“ und „Kommunikation des Katholikenrates nach außen“ die höchste Zustimmung. Als weitere Themen wurden genannt: Ökumene, Pastoraler Weg, Mission, Vernetzung der Gemeinden, Nachhaltigkeit und Synodaler Weg. Die Ergebnisse werden bei der nächsten Vorstandssitzung im Dezember beraten.

Stichwort: Katholikenrat

Der Katholikenrat ist das höchste Laiengremium in der Diözese Mainz. Der Rat versteht sich als „das Organ des Laienapostolates im Sinne des Konzilsdekretes über das Apostolat der Laien“, wie es in der Präambel seines Statutes heißt. Mitglieder des Gremiums sind Laienvertreter aus den 20 Dekanaten, den katholischen Verbänden und aus dem Beirat von Katholiken anderer Muttersprache im Bistum Mainz. Das Gremium tagt in der Regel zweimal im Jahr und hat höchstens 69 Mitglieder. Allerdings sind noch nicht von allen Dekanaten die Mitglieder für das Gremium benannt.