Zwei Priesteramtskandidaten aus Nigeria zu Diakonen geweiht

Nicht-öffentlicher Gottesdienst mit Weihbischof Bentz in der Augustinerkirche

Mainz, 25. April 2020: Die beiden neu geweihten Diakone: Valentine Ede (links) und Francis Ozochi. (c) Bistum Mainz
Mo 27. Apr 2020
tob (MBN)

Mainz. Der Mainzer Weihbischof und Generalvikar, Dr. Udo Markus Bentz, hat die beiden Priesteramtskandidaten Francis Ozochi und Valentine Ede aus dem Bistum Enugu in Nigeria zu Diakonen geweiht. 

Der Weihegottesdienst fand aufgrund der aktuellen Be-stimmungen zur Corona-Pandemie am Samstag, 25. April, unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Mainzer Augustinerkirche statt. Die beiden Priesteramtskandidaten sind derzeit zur Ausbildung im Mainzer Priesterseminar. Ihre Priesterweihe ist für den 12. Dezember in ihrem Heimatbistum Enugu vorgesehen.

Nah am leben und nah am Evangelium

In seiner Predigt ging Weihbischof Bentz auf die Aufgaben der neuen Diakone ein: „Wer sich dieser Aufgabe stellt, der muss vertraut sein mit den ganz konkreten Lebenssituationen der Menschen - nah am Leben! Der muss aber auch vertraut sein mit dem Wort des Lebens - nah am Evangelium!“ Und weiter: „Wenn das die beiden Standbeine des Diakons sind - nah am Leben und nah am Evangelium - dann erahnen wir auch, was es heißt, eine diakonische Kirche zu sein! Dann erkennen wir, was die wesentlichen Fragen und Aufgaben im Blick auf die Zukunft der Kirche sind, denen wir uns zu stellen haben: Wie nah sind wir am Leben der Menschen heute? Wie nah sind wir in unsren Lebensvollzügen als Kirche am Evangelium?“

Weihbischof Bentz betonte, dass sich Ozochi und Ede „eingelassen haben auf unsere Weise, Kirche zu sein“, das Evangelium zu leben und den Glauben zu bezeugen. „Wie vieles war daran für Sie neu und fremd! Sie haben sich darauf mit Neugierde und Vertrauen eingelassen - und ihr Eigenes dabei nicht aufgegeben.“ Diese Verbindung der beiden kulturellen Kontexte sei „ein Geschenk für die Menschen, zu denen Sie gesandt sind - hier in unserem Bistum - und umgekehrt für die Menschen in ihrem Heimatbistum Enugu“. Daran  zeige sich, „welche Dynamik und Kraft das immer gleiche Evangelium hat, sich an verschiedenen Orten zu inkulturieren, seine eigene Ausdrucksweise zu finden und sich in immer neuen Kontexten auch neu zu entfalten“, betonte Weihbischof Bentz.