Am Sonntag, 26. Juli 2026, begeht die Kirche den Welttag der Großeltern und älteren Menschen. Er wurde 2021 von Papst Franziskus eingeführt und findet jährlich am vierten Sonntag im Juli, in zeitlicher Nähe zum Gedenktag der heiligen Joachim und Anna, der Großeltern Jesu, statt.
Unter dem Leitwort „Ich aber vergesse dich niemals“ (Jes 49,16) erinnert Papst Leo XIV. daran, dass Gott jeden Menschen kennt und liebt. Seine Botschaft richtet den Blick besonders auf ältere Menschen, die oft Einsamkeit erfahren oder sich übersehen fühlen. Die Kirche ist aufgerufen, ihnen mit Wertschätzung, Aufmerksamkeit und echter Nähe zu begegnen.
Der Papst lädt besonders dazu ein, Großeltern, ältere Angehörige und alleinstehende Senioren zu besuchen. Ein Gespräch, gemeinsame Zeit oder ein aufmerksamer Besuch können zu einem sichtbaren Zeichen der Liebe Gottes werden. So wird die Zusage des Propheten Jesaja – „Ich aber vergesse dich niemals“ – im Alltag lebendig.
Zugleich macht die Botschaft Mut: Alter und Gebrechlichkeit nehmen einem Menschen weder seine Würde noch seine Berufung. Auch im hohen Alter bleibt jeder von Gott geliebt und kann durch Gebet, Hoffnung und den Einsatz für Versöhnung und Frieden ein wichtiges Zeugnis geben.
Bischof Dr. Peter Kohlgraf (Mainz), Vorsitzender der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz, in der die Seniorenpastoral bundesweit verortet ist, betont: „Kein Mensch sollte im Alter das Gefühl haben, vergessen zu sein. Vor allem ältere Menschen brauchen mehr als eine gute Versorgung. Sie brauchen menschliche Nähe, Aufmerksamkeit und die Erfahrung, dass ihre Stimme gehört wird. Selbst ein kurzer Besuch oder ein Gespräch kann sichtbar machen, was Gott jedem Menschen zusagt: Ich vergesse dich nicht!“, betont er.
Veröffentlichung der DBK zum Welttag der Großeltern und Senioren