Zum Inhalt springen

„Die innere Ruhe kann mich mal“ :Drei Tage Stille in Salmünster

Unter dem bewusst provokanten Titel „Die innere Ruhe kann mich mal“ traf sich eine Gruppe von sechs Personen im Bildungs- und Exerzitienhaus Salmünster, um dort fast drei Tage in der Stille sich selbst zu erleben.
Von:
Andreas Münster

Die Gründe für die Teilnahme waren vielfältig: Einige standen kurz vor dem Ruhestand und nutzten die Zeit, um diese neue Lebensphase innerlich vorzubereiten. Andere wollten der Fülle von beruflichen und ehrenamtlichen Verpflichtungen entkommen und sich eine bewusste Pause gönnen. Wiederum andere verbanden ihre persönlichen Themen mit dem Wunsch, auch Zeit für Gott zu haben.

Auch der Titel motivierte manche: Ohne Druck, ohne Leistungserwartungen, ohne zu viele festgelegte Gebetszeiten Zeit für sich und seine Themen zu haben. Dennoch wurden die Impulse, die der Leiter, Andreas Münster, jeweils am Vor- und Nachmittag anbot, gerne aufgegriffen und halfen dabei, die Stille bewusst zu gestalten und seine Lebenssituation zu klären. Auch die Morgen- und Abendgebete, sowie die Möglichkeit zum persönlichen Begleitgespräch wurden gerne genutzt, um die Erfahrungen zu vertiefen.

Die Freude beim Schweigen

Obwohl während der Tage nicht miteinander gesprochen wurde, entstand ein angenehmes Gruppengefühl. Man fühlte sich miteinander verbunden und musste manchmal gemeinsam schmunzeln – etwa dann, wenn man aufgrund der Stille durch geschlossene Türen die Gespräche des Küchenpersonals hörte.

Ein besonders beliebter Ort im Haus war die Kapelle, die viele als Raum der Ruhe und Sammlung nutzten. Und solange der Regen nicht zu stark wurde, genossen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die schöne Umgebung bei Spaziergängen.