Insignien - Stab, Ring und Kreuz

Bischofskreuz

Brustkreuz (c) Bistum Mainz

Das Bischofskreuz ist aus mattem Silber, in der Mitte ein Amethyst, ein violetter Stein. Violett ist die bischöfliche Farbe. Auf der Rückseite ist der Wappenspruch eingraviert: Regnum Dei appropinquavit – Das Reich Gottes ist nahe gekommen.

Mit dieser Botschaft schickt Jesus seine Jünger in die Dörfer und Städte. Die Botschaft des Evangeliums ist nicht in erster Linie eine Forderung oder ein Gebot, sondern die Zusage, dass Gott den Menschen nahe sein will. Wer dies glauben kann, wird die Welt und die Menschen mit Gottes Augen sehen – er wird Spurensucher der Gegenwart Gottes in dieser Welt. Das Kreuz des Bischofs gibt nicht nur Zeugnis für die Liebe Gottes, der sich bis zum Tod Jesu am Kreuz hingegeben hat, sondern verpflichtet den Bischof auch, sein Leben in demselben Geist in der Nachfolge Jesu zu führen, der bis zum Ende für die Menschen da war. Besonders das Kreuz erinnert den Bischof daran, dass seine Verantwortung Dienst ist. 

Bischofsring

Bischofsring (c) Bistum Mainz

Der Bischofsring ist aus Silber. Ihn prägen die griechischen Buchstaben des Namens Jesus Christus (jeweils erster und letzter griechischer Buchstabe von IesouS CHristoS: also Iota - Sigma - Chi - Sigma). Der Ring ist wie ein Ehering Symbol der Bindung an die Kirche, an die Diözese des Bischofs. Christus bindet sich im geweihten Bischof an seine Kirche. So wird der Bischof den Ring wie ein Symbol der Liebe und Treue tragen. 

Bischofsstab

Bischofsstab (c) Bistum Mainz

Der Bischofsstab besteht aus Holz und einfachem Metall (Messing). Hergestellt wurde er von einem afrikanischen Künstler, der ihn zunächst dem Erzbischof von Köln, Rainer Maria Kardinal Woelki zugeeignet hatte. Als Zeichen der Verbundenheit schenkte der Kardinal den Stab dem neuen Mainzer Bischof. In der Krümme aus Metall sind die drei Weisen aus dem Morgenland dargestellt, die dem Stern hinterhergehen (Mt 2). In Köln werden sie besonders verehrt, aber als biblische Personen aus der Weihnachtsgeschichte haben sie eine Bedeutung für alle Christen. Sie stehen für die Menschen, die zu Christus finden, die aus allen Völkern stammen. Die Kirche ist aus Menschen aller Völker gebildet, die de Glaube an den Sohn Gottes vereint, der Mensch geworden ist. So darf es in der Kirche als weltumspannender Gemeinschaft keine Fremden geben. Zudem stehen die Weisen für die Menschen, die einer Hoffnung und der Sehnsucht nach Leben folgen und schließlich Christus finden, der die Erfüllung der Suche nach Leben ist.

Der Bischofsstab wird auch als Hirtenstab bezeichnet. Mit der Krümme holt der Hirte das Schaf auf den rechten Weg zurück. Auch wenn die Metapher Hirt/Schaf teilweise schwierig ist, trägt der Bischof doch eine Verantwortung für die ihm anvertrauten Menschen. Wie ein guter Hirt soll er ihnen Wege zeigen, die für die Menschen gut sind, er soll den Blick für die Quellen des Lebens öffnen. Er soll die Schwachen unterstützen und die kranken heilen. Wie Jesus soll er seine Herde kennen. Der Bischof untersteht selbst dem einzigen Hirten Christus. Nur in seinem Auftrag darf er Hirte sein. Wie die drei Weisen von seinem Hirtenstab darf er den Stern, d.h. Jesus selbst nicht aus dem Blick