Korrektiv sein! Im Betroffenenbeirat.

Die Stimme und Sicht der Betroffenen einbringen in den Aufarbeitungsprozess!
Im gemeinsamen Betroffenenbeirat der Bistümer Fulda, Limburg, Mainz

Die Deutsche Bischofskonferenz hat im April 2020 verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland beschlossen. Sie sehen eine maßgebliche strukturelle Beteiligung von Betroffenen an den Aufarbeitungsprozessen vor, insbesondere durch Mitarbeit in den diözesanen Kommissionen. Die Bistümer Fulda, Limburg und Mainz haben für diese strukturelle Beteiligung einen gemeinsamen Betroffenenbeirat eingerichtet.

Wir sind neun Frauen und Männer, die selbst sexuellen Missbrauch und/oder sexualisierte Gewalt im Bereich der katholischen Kirche an Leib und Seele erfahren haben. Trotz allem sind wir bereit, an der Aufarbeitung des geschehenen und von uns und vielen anderen erlittenen Unrechts mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unsere Erfahrungen und Perspektiven mit eigener und deutlicher Stimme in die Prozesse einzubringen. 

Der gemeinsame Betroffenenbeirat der Bistümer Fulda, Limburg und Mainz hat sich im September 2021 konstituiert. Im Januar 2022 haben wir uns eine Geschäftsordnung gegeben und einen Vorstand bestimmt. Als Vorstand wurden gewählt: Sebastian Dickhut, Jürgen Herold und Claudia Schmidt.  

Betroffene, Angehörige von Betroffenen und Interessierte können uns erreichen unter: 
Betroffenenbeirat-FD-LM-MZ@posteo.de
Auf dieses Postfach haben ausschließlich die Mitglieder des Beirates Zugriff. Anfragen werden grundsätzlich vertraulich behandelt. 

Bitte beachten Sie, dass wir selbst Betroffene sind. Der Betroffenenbeirat kann daher keine Hilfestellung bei notwendiger akuter Intervention und/oder dauerhafter Begleitung leisten. Hierzu wenden Sie sich bitte an die Ansprechpersonen der jeweiligen Bistümer, unabhängige oder ärztliche Beratungsstellen, das Hilfe-Telefon sexueller Missbrauch, Strafverfolgungsbehörden oder in Notfällen an die Notrufnummer 110.