Schmuckband Kreuzgang

Abschied

Unter großer Anteilnahme der Pfarrgemeinde

Herbert Dietz, wie ihn viele in der Pfarrgemeinde kannten und schätzten (c) Familie Dietz
Mo 7. Jan 2019
Henning Stahl

Schnell hatte es sich in der Pfarrgemeinde herumgesprochen, dass Herbert Dietz am zweiten Weihnachtstag heimgegangen war, und so war unsere Pfarrkirche Sankt Bonifatius beim Requiem am 7. Januar 2019 gut gefüllt, und die Friedhofskapelle konnte anschließend die zahlreichen Trauergäste nicht fassen.

Feierliches Requiem in St. Bonifatius

Eindrücke vom Requiem (c) Brigitta Gebauer 2019

Zu Beginn des Requiems sprach Pfr. David Jochem Rühl im Namen der Pfarrgemeinde den Angehörigen das Beileid aus und hob in seinem Nachruf das große Engagement des Verstorbenen hervor, der dem Pfarrgemeinderat seit Gründung 1968 bis 1991 angehörte, eine Periode lang als dessen 2. Vorsitzender,  weiterhin als Lektor und Kommunionhelfer in zahllosen Gottesdiensten mitgewirkt und bei vielen Andachten im Elisabethhaus mitgeholfen hatte.
Dekan Pfr. Hans-Joachim Wahl, seit Jahren der Familie Dietz freundschaftlich verbunden, zelebrierte anschließend die Messe mit Pfr. Rühl als Konzelebranten.

Kirchenchor St. Bonifatius (c) Brigitta Gebauer 2019

Der Kirchenchor St. Bonifatius gestaltete das Requiem musikalisch mit und  bedankte sich mit fünf Beiträgen, darunter den Lieblingsliedern von Herbert Dietz, für dessen vorbildliche Treue - hatte dieser doch seit seinem 18. Lebensjahr, insgesamt also über 70 Jahre lang, den Chor als aktiver Sänger unterstützt, auch zu Zeiten, als außer ihm nur ein weiterer Tenorsänger dagewesen war.

Trauerfeier: Außergewöhnliche Lebensleistung gewürdigt

Nach dem ergreifenden Requiem begleiteten viele Trauergäste die Angehörigen in die Friedhofskapelle Bad Nauheim. In der von Pfr. Wahl geleiteten Trauerfeier verabschiedete die Kolpingsfamilie Bad Nauheim-Friedberg ihren Ehrenvorsitzenden Herbert Dietz, der die hiesige Kolpingsfamile 1963 mitbegründet und sie in der Blütezeit von 1970 bis 1990 als Vorsitzender geleitet hatte: Mit Leidenschaft, Herzlichkeit und bodenbeständigem Glauben habe er sich unermüdlich und bis zuletzt für die Kolpingsfamilie eingesetzt.
Die Stadtkapelle Friedberg, ebenfalls von Herbert Dietz 1999 mitbegründet, umrahmte die Zeremonie in der Friedhofskapelle mit zwei klangvollen Musikstücken und drückte so ihre Achtung und Dankbarkeit für den Verstorbenen aus.
Die meisten Trauergäste dürften wohl erst in dieser stilvollen Trauerfeier erfahren haben, was Herbert Dietz in seinem langen Leben alles bewegt hatte, denn die Bescheidenheit war unter seinen vielen positiven Wesenszügen besonders ausgeprägt. Die Ansprache seines früheren Vorgesetzten im Kerkhoff-Institut machte dies ebenso deutlich wie die Würdigungen durch die Vorsitzende des Kirchenchors und die Sprecher der Kolpingsfamilie und der Stadtkapelle: Sie kennzeichneten Herbert Dietz als liebenswürdig, gut gelaunt, lebensfroh, hilfsbereit und hoch musikalisch.
Seine Familie könne stolz auf ihn sein, betonte Pfr. Wahl, und alle Angehörigen, Freunde und Weggefährten könnten sich über ihre Trauer in der Gewissheit trösten, das Leben Herbert Dietz‘ hinterlasse „eine leuchtende Spur".
Clemens Dietz bedankte sich im Namen der Angehörigen für die zahlreichen Zeichen der Anteilnahme und des Mitgefühls. Alle Trauergäste wurden in das Aeskulap-Café eingeladen, und viele nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen untereinander und mit den Familienmitgliedern. Dabei stand seine Witwe Elfriede Dietz im Mittelpunkt, die ihren Mann durch Freud und Leid seines Lebens begleitet und bei vielen seiner sozialen Aktivitäten sowie im Kirchenchor mitgewirkt hatte. Wieviel ihm dies immer bedeutet hatte, zeigte Herberts Lieblingslied: „Gott hat mir längst einen Engel gesandt".

Die Familie Dietz bedankte sich mit einer Zeitungsanzeige für die große Anteilnahme