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Krankensalbung - das "7. Sakrament"

In der Krankensalbung will Jesus Christus jenen Gläubigen begegnen, die sich in einem bedrohlich angegriffenen Gesundheitszustand befinden, zum Beispiel wegen schwerer körperlicher oder psychischer Krankheit oder Altersschwäche oder auch vor einer schweren Operation. Auch Kinder können die Krankensalbung empfangen. Sie ist das Sakrament der Kranken und nicht allein das der Sterbenden. Die Krankensalbung kann bei erneuter schwerer Krankheit oder bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes wiederholt werden.
Das dabei verwendete Krankenöl wird in der Regel vom Bischof in der Chrisam-Messe geweiht.
Das Sakrament der Krankensalbung kann nur ein Priester spenden - im Unterschied zur Krankenkommunion, die auch von Kommunionhelfern gespendet werden kann. 

Die Krankensalbung hat drei Teile: 

  1. Nach der Begrüßung spricht der Priester zur Eröffnung ein Gebet. Es folgt die Beichte oder das Schuldbekenntnis. 
    Im anschließenden Wortgottesdienst wird ein Text aus dem Evangelium vorgelesen und so ausgelegt, dass der Kranke sich angesprochen fühlt. 
  2. Die Feier der Salbung wird durch Fürbitten eröffnet. Danach legt der Priester dem Kranken schweigend im Gebet die Hände auf den Kopf. Die Wärme, die von den Händen ausgeht, schafft eine wohltuende Atmosphäre, die den Kranken die Nähe Gottes spüren lässt.  Nach dem Dankgebet über das Öl, in dem der Priester Gott für sein heilendes Wirken in Jesus Christus und dem Heiligen Geist preist, werden die Stirn des Kranken und seine Hände gesalbt. Ein Gebet und das Vaterunser beenden die Salbung. 
  3. Falls der Kranke dies wünscht, spendet der Priester noch die Krankenkommunion.

Zum Abschluss gibt der Priester seinen Segen.