Schmuckband Kreuzgang

Neue Pfarreikoordinatorin im Pastoralraum

Die Netzwerkerin - Vorstellung der "Neuen"

Daniela_Muntetschiniger (c) Andra Kipp
Datum:
Do. 13. Okt. 2022
Von:
Autorin: Andrea Kipp; Redaktion: Isabelle Tölg

Seit August ist Daniela Muntetschiniger Pfarreikoordinatorin im Pastoralraum Wetterau-Nord. Sie wird den Weg der Haupt- und Ehrenamtlichen aus den acht Gemeinden zur gemeinsamen Großpfarrei koordinieren, begleiten und unterstützen.

Im folgenden Interview stellen wir die 37-Jährige vor und fragen nach ihren Erwartungen und Hoffnungen auf dem Pastoralen Weg. 

Der Weg zur Dekanatsjugendreferentin

Frau Muntetschiniger, viele kennen Sie als Dekanatsjugendreferentin in Wetterau-West. Erzählen Sie uns kurz von den wichtigsten Stationen aus Ihrem Leben davor. 

Mein erstes Lebensjahr verbrachte ich in Stuttgart. Dann zogen wir nach Friedrichsdorf und später nach Bad Schwalbach, denn mein Vater war Pastoralreferent im Bistum Limburg. Er stammt übrigens aus Südtirol, daher mein für manche etwas schwieriger Nachname (lächelt). Durch meinen Vater bin ich von Anfang an in der kirchlichen Jugendarbeit beheimatet gewesen.

Nach dem Abitur in Wiesbaden studierte ich Germanistik, Katholische Theologie und Pädagogik. Über Nebenjobs lernte ich die kirchliche Arbeit sowohl mit jungen Menschen als auch mit Erwachsenen kennen. Dann hatte ich noch ein kurzes berufliches Gastspiel im Erzbistum Köln als Jugendreferentin bei der CAJ (Christliche Arbeiterjugend). Als ich nach Mainz zurückkam, war die Stelle als Jugendreferentin in der Wetterau ausgeschrieben, die ich im November 2014 antrat. 

Von der Jugendarbeit in die Pfarreikoordination

Was hat Sie zu dieser völlig anderen Aufgabe motiviert? 

Es war eine gute Herausforderung. Aber hinzukam: Als ich die Stelle als Dekanats-jugendreferentin angetreten habe, war mir bewusst: Zu lange sollte man das vom Alter her nicht machen. Irgendwann wäre man dann zu weit von den Jugendlichen entfernt. Was mir in meinem Beruf den meisten Spaß macht, ist die Arbeit mit Menschen. Das sind jetzt hier die Erwachsenen im Pastoralraum. 

Wo sehen Sie die Schwerpunkte Ihrer Aufgabe in den nächsten Jahren? 

Der wichtigste Schwerpunkt ist, die Richtlinien und die Vorgaben des Bistums umzusetzen. Die Menschen wollen von mir klare Strukturen, dass ich den Zeitstrahl benenne, dass ich koordiniere. Jedoch will ich auch dafür sorgen, dass Menschen sich miteinander bekannt machen und vernetzen.

Es ist mein Ziel, dass es nicht nur um Verwaltung und Vermögenswerte geht, sondern dass am Ende die Menschen im Pastoralraum Nord sagen: „Ja, das sind Brüder und Schwestern. Da kenne ich Leute, die sind total nett. Ich gehe da gerne hin und mache etwas mit denen gemeinsam.“ Es ist meine größte Stärke, dass ich Menschen sehr mag und gerne in den persönlichen Austausch gehe. Das will ich hier auch einbringen. Ich möchte auch Ansprechpartnerin sein für ihre Sorgen. 

Wo sehen Sie Risiken und Chancen auf dem Weg zur neuen Pfarrei?

Die Risiken sind, dass die Menschen nur auf die Kürzungen und den Verlust sehen, auf das, was nicht mehr gehen wird. Ich wünsche mir, dass man auch das Positive sieht, was sein könnte, die Synergieeffekte, dass die Hoffnung besteht, auch etwas dazuzugewinnen. 

Wie ist der aktuelle Stand auf dem Pastoralen Weg in der Wetterau-Nord? 

Wir sind noch ganz am Anfang. Die Pastoralraumkonferenz hat sich konstituiert, die Steuerungsgruppe wird auf jeden Fall bis Weihnachten folgen. Die Projektgruppen beginnen Ende des Jahres oder Anfang 2023. Die kennen ja viele Menschen schon aus der Phase I.

Geplant sind Projektgruppen für Vermögen und Verwaltung, Katechese, Liturgie, Sozialpastoral und ein Team Öffentlichkeitsarbeit. Weitere – zum Beispiel für die Kitas – können hinzukommen. Menschen, die sich für die Mitarbeit in einer Projektgruppe interessieren, können sich gerne bei mir melden.

Die Neugründung der Großpfarrei ist aktuell für 2026 angedacht. Es ist aber ein Prozess, der auch länger dauern kann. Und das hängt nicht nur von uns ab. Die Bistumsleitung kann nur fünf Fusionen pro Jahr bewältigen. Aber spätestens bis 2030 sollen alle künftigen Pfarreien neu gegründet sein. 

Zwei Tätigkeiten und Stellen miteinander verbinden 

Sie sind mit halber Stelle im Katholischen Jugendbüro aktiv. Wie verbinden Sie beide Tätigkeiten? 

Im Katholischen Jugendbüro Oberhessen bin ich jetzt nicht mehr nur für das ehemalige Dekanat Wetterau-West, sondern für die gesamte Region zuständig. Wenn jemand aus den Gemeinden etwas speziell für den Pastoralraum Wetterau-Nord in der Jugendarbeit machen möchte, kann ich in meiner Doppelfunktion aber immer gerne unterstützen. 

Wann und wie sind Sie im Pfarrbüro von St. Gottfried erreichbar?

Montags und donnerstags sind meine „Koordinationstage“ im Butzbacher Pfarrbüro, freitags arbeite ich im Homeoffice. Bei Abendterminen und auch sonst wird es Ausnahmen vom geplanten Rhythmus geben. Am besten erreichbar bin ich per Diensthandy und E-Mail. Ich freue mich auf den persönlichen Austausch und über Menschen, die mitmachen wollen, aber auch die, die Fragen haben. 

Kontakt:
Daniela Muntetschiniger
Mobil: 0170 2203565
E-Mail: daniela.muntetschiniger@bistum-mainz.de

 

Das Interview führte Andrea Kipp Mitte September