Schmuckband Rad

Gedanken zum Patrozinium

Liebe Gemeinde, liebe Schwestern und Brüder,

Figur des Hl. Josef-Pfarrkirche St. Josef Neu-Isenburg- (c) D. Thiel
Figur des Hl. Josef-Pfarrkirche St. Josef Neu-Isenburg-
Do 19. Mär 2020
Dietmar Thiel

heute, am Gedenktag unseres Kirchenpatrons, ein paar Gedanken. Sind wir im Gebet miteinander verbunden.

Herzliche Grüße und viel Gesundheit 

Pfarrer M. Berker  

Liebe Gemeinde,

liebe Schwestern und Brüder,

ein Bild aus St. Josef zeigt unseren Kirchenpatron an seinem heutigen Festtag. Beiliegend ein paar Gedanken und Gebete.

 

Ich finde es faszinierend, wie Gott mit Menschen in Kontakt tritt. Der heilige Josef, dessen Festtag wir heute feiern, könnte uns von Träumen erzählen, die ihn so wach gemacht haben, dass er ihre Botschaft ganz ernst genommen und in die Tat umgesetzt hat. Ein stiller Mensch, lebte er doch als Mann der Tat. Sein Glaube, sein Gottvertrauen und die Menschen, die ihn brauchen, bringen ihn in Bewegung und verhelfen ihm zu Entscheidungen, von denen wir lernen dürfen. Auf seine Fürsprache dürfen wir in diesen Tagen der Krise hoffen und Vertrauen. Hl. Josef bitte für uns!

 

 

Mt 1,16.18-21.24a
Das Evangelium nach Matthäus 1

16 Jakob zeugte den Josef, den Mann Marias; / von ihr wurde Jesus geboren, / der der Christus genannt wird. 18 Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes. 19 Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. 20 Während er noch darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. 21 Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
24 Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich

 

Gedanken zum Evangelium in 100 Sekunden

 

Wie reagieren Sie, wenn etwas unerwartet auf Sie zukommt und Ihr Leben erschüttert? Die einen reagieren mit Angst. Andere sind abweisend und wollen nichts wissen, verleugnen sogar, was nicht ins eigene Konzept passt. Manchmal möchte man dreinfahren oder sich einfach verkriechen.

Josef wird als gerecht beschrieben. Gemeint ist die Fähigkeit, von sich selber, dem eigenen Ego und eigenen Befindlichkeiten, absehen zu können. Josef verkörpert eine Grundhaltung. Er will den Menschen, den Tatsachen und letztlich auch Gott gerecht werden. Er versucht das Richtige zu tun. Das bedeutet, dass es keinen Murks und keine Schnellschüsse gibt. Wer den Menschen und den Situationen, in denen sie sich befinden, gerecht werden will, der denkt zuerst einmal nach und handelt mit Bedacht. Es ist nicht der erste Gedanke, dem Josef gleich nachgibt. Er möchte Maria am liebsten in Stille verlassen und sich aus der ganzen Geschichte herausnehmen.

Aber er überschläft zuerst die menschlich schwierige Situation. Josefs Vorbild kann uns ermutigen, die Situationen und Herausforderungen anzunehmen, mit denen Gott uns konfrontiert. Vielleicht können wir im heutigen Evangelium erkennen, dass Gott auch uns etwas zutraut und uns zugleich damit nicht allein lässt. So kann Neues und Gutes entstehen.

 

 

Fürbitten

 

Wenden wir uns miteinander an Gott, der auch auf uns setzt – wie auf den heiligen Josef, und beten wir:

 

Für alle, deren Lebensplanung über den Haufen geworfen wurde, die nicht weiterwissen und Hilfe brauchen.

 

Barmherziger Gott: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

Für alle, die eher im Stillen und Verborgenen wirken, aber verlässlich da sind, vieles im Gebet mittragen und anderen zum Segen werden.

 

Für alle, die für die Frohe Botschaft offen sind, sie alltäglich leben und viel Gutes tun.

 

Für alle, die mit Enttäuschungen ringen, vor harte Entscheidungen gestellt sind und wissen: Wahrscheinlich ist alles nur ein Kompromiss.

 

Für alle Väter und Mütter, die oft nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht, und jene, die Vater- oder Mutterstelle einnehmen oder vertreten.

 

Für alle, die in diesen Tagen ihr Abitur schreiben, schenke ihnen Ruhe und Gelassenheit.

 

Für alle Sterbenden, die ihr Leben deiner Barmherzigkeit anvertrauen.

 

Gott, deine Liebe gilt. Immer. Sei gepriesen, jetzt und allezeit! Amen.

 

 

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

 

 

Wort auf den Weg

Lieber Josef,

du machst auf mich einen sehr gesammelten Eindruck, du ruhst in dir und stehst zu dir und deiner Überzeugung.

Du lässt dich auch auf Ungewohntes, Ungeahntes und Fremdes ein und befolgst Rat und Auftrag des Engels.

Viele offene Fragen und Zweifel machst du, in aller Stille, oft im Traum mit dir selbst aus.

So wie du, möchte auch ich - schweigsam und hörend - mit den Herausforderungen und Zumutungen des Lebens umgehen können.

(Paul Weismantel)

 

Segen

Der Herr sei mit Euch.

Und mit Deinem Geiste.

Es segne Euch und alle die zu Euch gehören der gütige und barmherzige Gott.

Der Vater + und der Sohn und der Heilige Geist.

Amen.