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„Brücken bauen und Orientierung geben“

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Cromwell Kebenei begleitet junge Menschen aus Kenia durch ihren Freiwilligendienst in Deutschland – vom ersten Schritt am Flughafen bis tief hinein in den Alltag einer fremden Kultur. Als Mentor im BDKJ baut er Brücken zwischen zwei Welten und gibt Orientierung, wo vieles neu und ungewohnt ist. Was ihn antreibt und warum sein Engagement weit über den Moment hinauswirkt.
Datum:
22. Mai 2026
Von:
Theresa Weber

Ehrenamt in der internationalen Jugendarbeit

Cromwell Kebenei engagiert sich im BDKJ in der internationalen Jugendarbeit. Dabei begleitet er junge Menschen aus Kenia, die einen Freiwilligendienst in Deutschland absolvieren. Seine Unterstützung beginnt oft schon bei der Ankunft am Flughafen und reicht weit darüber hinaus: bis hinein in den Alltag, in die ersten Schritte in einer neuen Kultur und in die persönliche Entwicklung der Freiwilligen.

Im Mittelpunkt seines Engagements steht vor allem eines: Menschen Orientierung zu geben. Gerade in den ersten Monaten ist vieles neu und ungewohnt. Sprache, Kultur und Alltag können schnell überfordern. „In den ersten vier bis sechs Monaten fühlen sich viele unsicher, weil alles neu ist“, erklärt Cromwell Kebenei. Genau hier setzt seine Arbeit an: Als Mentor hilft er den Freiwilligen, sich zurechtzufinden, Vertrauen aufzubauen und Schritt für Schritt anzukommen.

Was ihn antreibt, ist mehr als reine Unterstützung. Er ist davon überzeugt, dass echte Begegnung etwas verändert. „Ich möchte Brücken zwischen Kulturen bauen“, sagt er. Ihm geht es darum, Menschen miteinander zu verbinden, Verständnis zu fördern und voneinander zu lernen. Nicht nur kurz, sondern nachhaltig. Dass diese Begleitung wirkt, zeigt sich im weiteren Weg der Freiwilligen. Viele finden schnell ihren Platz in Deutschland, entwickeln Selbstvertrauen und gestalten ihre Zukunft aktiv. „Ich bin stolz darauf, zu sehen, wie sie ihren eigenen Weg gehen“, erzählt Kebenei. Manche entscheiden sich für ein Studium oder eine Ausbildung in Deutschland, andere kehren nach Kenia zurück. Egal wie sie sich entscheiden, auf ihrem weiteren Weg können sie von ihren Erfahrungen und von der Unterstützung, die sie durch Kebenei erfahren haben, profitieren.

Gerade dieser Blick über den eigenen Einsatz hinaus macht sein Engagement so besonders. Denn das, was hier entsteht, wirkt weiter: in Lebenswegen, in Gemeinschaften und in neuen Perspektiven. Viele der ehemaligen Freiwilligen geben das, was sie gelernt haben, weiter und tragen so den Gedanken von Austausch und gegenseitiger Unterstützung in ihre Heimat.

Das Ehrenamt von Cromwell Kebenei zeigt, wie viel Wirkung entstehen kann, wenn Menschen füreinander da sind. Über Grenzen im Kopf oder auf der Landkarte hinweg. Es ist ein Engagement, das verbindet, stärkt und Zukunft mitgestaltet.