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Zum ersten Mal „Spirituelle Erlebnistage“:Intensive Erlebnisse

Vier Frauen balancieren auf einer Slackline zwischen Bäumen im Wald
Dass sich beim Abschied nahezu alle in den Armen lagen, war Ausdruck dessen, was in den Tagen zuvor gewachsen war: eine intensive Verbundenheit untereinander, mit sich selbst und mit Gott.
Von:
Andreas Münster

Erlebnisse

„Spirituelle Erlebnistage“ nannten die Referenten Michaela und Trudbert Ziegler sowie Andreas Münster die Woche, die in diesem Jahr erstmals angeboten wurde und vom 28. Juni bis 3. Juli in Laubach stattfand. Die Vielfalt der Angebote stieß offensichtlich auf großes Interesse, denn bereits im Frühjahr waren alle zwölf Plätze vergeben.

Das Programm reichte von Niedrigseilelementen im Wald – mal individuell mit verbundenen Augen, mal als Teamaufgabe – über das Klettern an einem ehemaligen Schornstein und intuitives Bogenschießen bis hin zu Meditationen auf einem Meditationspfad sowie der inneren Auseinandersetzung mit einem biblischen Text.

2 Menschen klettern parallel an einer künstlichen Kletterwand

Erfahrungen

Dabei ging es nicht um Erlebnisse im Sinne kurzlebiger Events, sondern darum, aus ihnen Erfahrungen werden zu lassen, die mit dem eigenen Leben und Glauben in Verbindung gebracht werden können. Dazu einige beispielhafte Sätze der Teilnehmer:innen:

„Ich vertraue ja nicht dem Seil, sondern den Menschen, die das Seil für uns gespannt haben.“ – „Ich merke, dass ich hier mitten in meinem Thema bin: alles verkopft anzugehen.“ – „Eigentlich bin ich sehr perfektionistisch. Aber beim Klettern war es mir egal, dass ich zunächst kaum mehr als einen Meter hochgekommen bin. Beim zweiten Versuch war es sogar doppelt so hoch.“ 

Vertieft

Jeder Tag stand unter einer eigenen Überschrift: Ankommen, Orientierung, Herausforderung (Mut und Vertrauen), Ausrichtung und Sendung. Diese Themen halfen dabei, dass aus den vielfältigen Erlebnissen für viele Teilnehmende immer wieder tiefe Erfahrungen wurden.

Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete auch die Gruppe selbst. Vertrauen und Offenheit ermöglichten sowohl intensive Gespräche als auch eine ungezwungene Fröhlichkeit – manchmal sogar an der Grenze zur Albernheit (Laurenzia 😊). Oder wie es einer Person zwischendurch spontan entfuhr: „Ich fühle mich hier einfach so wohl.“

Verinnerlicht

Das letzte Wort soll einer Teilnehmerin gehören. Während einer Zeit persönlicher Reflexion tat sie etwas, das sie zuvor noch nie getan hatte: Sie schrieb ein Gedicht.

 

Klettern

So hoch hinaus.

Wie weit werde ich kommen?

Gehalten – voll Vertrauen.

Im Vertrauen darauf, aufgefangen,

gehalten und gestützt zu werden,

wenn die eigene Kraft nicht mehr reicht.

 

Rollentausch –

Stütze und Sicherheit für andere sein.

Gegenseitiges Vertrauen

im gemeinsamen Vertrauen auf Gott.

So hoch hinaus!