"Auch im Glauben erwachsen werden..."

Das Netzwerk „Junge Erwachsene im Bistum Mainz“ stellt Starterkit für die Arbeit mit Jungen Erwachsene vor

Mi 9. Nov 2016
Aaron Torner
Junge Erwachsene stehen mitten im Leben. Sie sind mittendrin in wichtigen Entscheidungen für ihr Leben. Weil sie der Überzeugung sind, dass der Glaube helfen kann, die richtigen Entscheidungen zu treffen, haben die Mitglieder des Netzwerkes „JE! - Junge Erwachsene im Bistum Mainz“ ein Starterkit zusammengestellt. Es soll Haupt- wie Ehrenamtlichen Lust machen, die Zielgruppe in den Blick zu nehmen. Es wurde Weihbischof Dr. Bentz überreicht und wird jetzt auch in den einzelnen Dekanaten vorgestellt.

„Oh, das ist ja bunt!" Das ist die erste Reaktion von vielen, die das JE!-Starterkit in den Händen halten. „Ja, das ist es und soll es ganz bewusst sein. Es entspricht der Dynamik und Buntheit der Jungen Erwachsenen" antwortet Frank Messen vom Katholischen Bildungswerk Bergstraße/Odenwald. Seit mittlerweile zehn Jahren gibt es das Netzwerk und veranstaltet seitdem auf Bistumsebene Angebote für Junge Erwachsene. Neben ehrenamtlichen Jungen Erwachsenen gehören dem Netzwerk Vertreter aus dem Katholischen Bildungswerk, dem Kloster Jakobsberg und dem Bischöflichen Jugendamt an.

Inhalte des Starterkits 

Mit der Übergabe des Starterkits an den Weihbischof und in den Dekanaten unseres Bistums, will das Netzwerk die zunehmenden Angebote für Junge Erwachsene auf regionaler Ebene aktiv unterstützen sowie die bestehenden Angebote unter dem Label „JE!" besser vernetzen. Weihbischof Dr. Bentz ist dankbar für die Initiative des Netzwerkes „JE!" und erhofft sich eine Initialzündung für das Bistum Mainz: „Keiner muss selbst das Rad neu erfinden! Sich vernetzen, gemeinsam neue Wege gehen, sich inspirieren lassen und von den Erfahrungen der anderen profitieren - das alles bietet das neue Starterkit!"
Es ist vollgepackt mit allerhand Praktischem für die Arbeit mit Jungen Erwachsenen. Eine zwölfseitige Broschüre fasst Informationen zur Lebenswelt und zu Lebensthemen Junger Erwachsener zusammen, bietet Tipps zur Initiierung und Konzeption von Angeboten und stellt die Vernetzungsmöglichkeiten vor. Ein Postkarten-Set dient als Inspirationsquelle, welche Angebote, Themen und Formate in der JE!-Arbeit reizvoll sind - von besonderen Orten des Wartens (Bahnhof, Backstube und Kreissaal) im Advent, unter die Haut gehenden Besuchen im Tatoostudio bis hin zum Versuch die Fastenzeit mit dem Hartz4-Satz über die Runden zu kommen und so zu fasten. Der Medienfächer schließlich schlägt in Form von Liedern, Filmen und Büchern eine Brücke von der Lebenswelt Junger Erwachsener hin konkreten Impulsen und Anregungen zur Weiterarbeit.

Junge Erwachsene und Kirche 

„Junge Erwachsene wollen - auch von Kirche - mit ihren Themen, ihren Bedürfnissen, ihren Frage und Ideen und ihrem Potential wahr und ernst genommen werden. Das möchten wir deutlich machen und Junge Erwachsene wieder stärker in den Fokus rücken" sagt Diözesanjugendseelsorger Mathias Berger. Es gehe darum, da ist er sich mit seinen Mitstreitern aus dem Netzwerk einig, den Jungen Erwachsenen Gelegenheit zu geben auch im Glauben erwachsen zu werden und gemeinsam zu überlegen und zu erfahren welches Potential der Glaube für die praktische Lebensgestaltung und die vielen Entscheidungen hat.

Die Phase zwischen Jugend- und Erwachsenenalter wird gefühlt immer länger und die unzähligen Wahl- und Differenzierungsmöglichkeiten in persönlich-biographischer wie beruflicher Hinsicht nehmen weiter zu. Deswegen mahnt Aaron Torner, zuständiger Referent im Bischöflichen Jugendamt: „Kirche und auch der Glaube können keine Pause haben, wenn junge Menschen entscheiden, was in ihrem zukünftigen Leben Geltung haben soll. Gerade in solchen Lebensphasen haben wir als Kirche den Auftrag den Glauben als tragfähiges Lebenskonzept anzubieten. Das ist nicht ganz einfach, sondern in vielen Bereichen eine echte Herausforderung. Aber das macht es spannend." Und bunt - so wie das herausgegebene JE!-Starterkit.