Unter dem Leitwort „Für eine Welt, die Zukunft hat – mit einer Kirche, die Hoffnung macht“ bekräftigten die Synodalen die Notwendigkeit fortgesetzter Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche. Entscheidend sei die Überwindung der systemischen Ursachen. „Eine hoffnungsfrohe Kirche, die nichts mehr verschleiert und sich erneuert“, könne eine wirksamere Kirche in der Welt sein.
Mit dieser mit großer Mehrheit verabschiedeten Abschluss-Erklärung endete die sechste und letzte Synodalversammlung am Samstag nach zweitägigen Beratungen in Stuttgart.
Im Januar 2020 hatten die Deutschen Bischöfe gemeinsam mit dem Zentralkomitee der Deutschen Katholiken den gemeinsamen Prozess begonnen, der dazu beitragen sollte, die systemischen Ursachen sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche zu überwinden.
Fünfzehn Handlungstexte wurden im Laufe der Jahre verabschiedet, die jetzt nach und nach in den Diözesen beraten und passend an die Situation vor Ort umgesetzt werden sollen.
Geplant ist, dass ab November 2026 die sogenannte Synodalkonferenz auf Bundesebene synodales Arbeiten von Bischöfen, Priestern, Ordensleuten sowie Haupt- und Ehrenamtlichen auf Dauer gewährleistet. Für diese Konferenz wurde eine verbindliche Quote für Frauen, Menschen unter dreißig Jahren und muttersprachliche Delegierte beschlossen.