Schmuckband Kreuzgang

Amadeus gerockt

Dekanats-Chortag in Altenstadt: "Mozarts D-Dur-Messe an einem Tag"

Porträt von Amadéo Wolfgango Mozart
Sa 25. Mai 2019
Annette Karhof

Am 25.5.2019 trafen sich etwa 40 wagemutige Sängerinnen und Sänger, um die Mozart-Messe in D-Dur, KV 194, an nur einem Tag aufführungsreif einzustudieren. Das Abenteuer startete um 10 Uhr im Gemeindehaus der St. Andreas Gemeinde in Altenstadt.

Spannung lag in der Luft, als der Tag bei wunderschönem Wetter mit einem ausführlichen Einsingen begann, geleitet von Frau Katia Plaschka, die zugleich eine der Solistinnen war. Auch die Regionalkantoren Eva-Maria Anton und Michael Gilles waren sich der Größe der vor ihnen liegenden Aufgabe bewusst.

                                      

Nach dem Einsingen ging es in Stimmproben: Frau Plaschka nahm sich, wie sie sagte, den "Sopran zur Brust", Frau Anton verschwand mit dem Alt im Keller und Herr Gilles führte den Tenor und den Bass in die Krypta.
Zwischendurch konnte jeder auf einer verkürzten Speisekarte ein Gericht bei einem italienischen Restaurant bestellen. Dieses wurde zur Mittagszeit geliefert und läutete damit die Mittagspause ein. Zur allgemeinen Verwunderung waren mehrere Salate und ein Nudelgericht mehr bestellt worden, als Esser da waren.

Am Nachmittag startete die gemeinsame Probe aller vier Stimmen. Jetzt konnte man zum ersten Mal hören, in welchen wunderschönen Gesamtklang die eigene Stimme eingebettet wurde.

Die Teilnehmer/innen am Dekanatstag bei der Aufführung der Mozartmesse (c) Berthold Göbel

Als dann nach einer kurzen Kaffeepause mit gespendetem (sehr leckerem) Kuchen auch die drei Streicher und die zwei Solistinnen dazu kamen, wurde aus den Einzelstücken Musik, und das Gefühl kam auf: „Ja, wir schaffen es!“

Um 17 Uhr wechselten alle in die Kirche, und deren gute Akustik unterstützte die dauerbeanspruchten Stimmen.

Das eindrucksvolle Chorfenster der kath. Kirche St. Andreas in Altenstadt

Wenn auch die Vorabendmesse um 18.30 Uhr nur schwach besucht war, so wurde den Anwesenden doch ein Ergebnis präsentiert, das sich wirklich hören lassen konnte:

"Kyrie", "Gloria", "Sanctus" und "Agnus Dei" erfüllten den Kirchenraum und bereicherten den Gottesdienst.

Dankbarer Applaus zeigte, wie gut es den Gottesdienstbesuchern gefallen hatte, und so wurde das "Gloria" als Zugabe wiederholt.

Nach einem ereignisreichen, spannenden und fröhlichen Tag fuhren die Teilnehmer/innen mit dem Gefühl nach Hause: Wir haben „Amadeus gerockt”!