Schmuckband Kreuzgang

-Mehr als nur ein Ort, um Essen zu bekommen-

Staatssekretärin Frau Anne Janz zu Besuch in der Speisekammer St. Josef in Neu-Isenburg.

Frau Anne Janz, die Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, besucht die Speisekammer St. Josef Neu-Isenburg. (c) Tobias Thiel
Frau Anne Janz, die Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, besucht die Speisekammer St. Josef Neu-Isenburg.
Datum:
Fr 28. Aug 2020
Von:
Dietmar Thiel

Im Dezember 2019 erhielt die Speisekammer St. Josef die Landesauszeichnung für „Soziales Bürgerengagement". Sie wurde stellvertretend für die vielen in Tafeln ehrenamtlich Engagierten, durch Sozial- und Integrationsminister Kai Klose, geehrt.

An Stelle des Ministers, der kurzfristig durch eine Videokonferenz zur aktuellen Corona Situation verhindert war, besuchte Frau Anne Janz, die Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, die Speisekammer St. Josef am Donnerstag, den 28. August 2020.

Begrüßt wurde sie durch die Leitung der Einrichtung Frau Maria Sator-Marx und Pfarrer Martin Berker. Die Stadt Neu-Isenburg war durch ihren Bürgermeister Herbert Hunkel, den Ersten Stadtrat Stefan Schmitt und die Stadtverordnetenvorsteherin Frau Christine Wagner, vertreten.

Gemeinsam ging es zu einer Führung durch die Räume, die sich im Keller des Gemeindezentrums von St Josef, in der Kirchstrasse 20, befinden.

Wie an jedem Donnerstag bereiteten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer die Ausgabe der Waren für den folgenden Freitag vor: abholen, auspacken, einkaufen und die Ausgabe organisieren. Durch Markierungen am Boden und das Stellen der Ausgabeplätze als Raumteiler ist ein „Einbahnstraßen System“ geschaffen, das die zurzeit etwa 150 Kunden durch die Räume führt. Das Tragen eines Mundschutzes ist dabei selbstverständlich.

Staatssekretärin Frau Anne Janz interessierte sich für die Abläufe und Organisation der Hilfe. Frau Maria Sator-Marx hob die besonderen Herausforderungen hervor, denen die Mitarbeiter gegenüberstehen. Als Speisekammer weiß sie nie, was man in dieser oder der nächsten Woche an Waren erhält. So reichen manchmal die Spenden nicht aus, so das Dinge zugekauft werden müssen. Zum andern sind einzelne Produkte reichlich vorhanden, wie in diesem Jahr Schokoladenartikel aus der Osterzeit. Auch stimmt die Vorstellung nicht, man erhalte nur „günstige“ Produkte. Das Sortiment umfasst alle Preiskategorien. 

Es wurden auch die vielen Spender der Speisekammer angesprochen, die das Hilfsprojekt mit Waren und Geldspenden erst möglich machen und am Laufen halten. Die lokalen Geschäfte in Neu-Isenburg wissen um diese Einrichtung und sind gerne bereit Hilfe zu leisten.

Stadtrat Stefan Schmitt wies auf die große Bedeutung der Benefizkonzerte hin, die das   Interton Trio aus Dreieich um Helmut Sauer, im Interesse der guten Sache, mit Hilfe der Stadt Neu-Isenburg, durchführt.

Frau Maria Sator-Marx erklärte auch die Flexibilität mit der man in diesem Jahr den, durch die Corona-Pandemie, aufgezwungenen Einschränkungen begegnet ist. Etwa wie man bei der Schließung der Räume Tüten mit Lebensmittel gepackt hat und diese im Außenbereich verteilte. Jetzt, wo wieder eine Ausgabe vor Ort möglich ist, wird das Verteilen von Tüten, an Menschen die wegen Beeinträchtigungen ihre Wohnungen nicht verlassen können, beibehalten.

Die Speisekammer ist mehr als nur ein „Waren Umschlagplatz“, mehr als nur ein Ort um Essen zu bekommen. Die Speisekammer St. Josef ist ein Ort der Begegnung, welcher nicht dazu da ist um sich zu schämen wenig Geld zu haben. Über die wichtige materielle Hilfe hinaus, gibt er die Möglichkeit sich zu Treffen und Auszutauschen.

Die Stadtverordnetenvorsteherin Frau Christine Wagner betonte das durch ein solches ehrenamtliches Engagement ein positives Licht auf die Aktivitäten der katholischen Kirche geworfen werde. Es ist ein Beispiel für gelebte und praktizierte christliche Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft.

Staatssekretärin Frau Anne Janz lobte die Helferinnen und Helfer für ihren freiwilligen Einsatz und hob hervor, dass die Speisekammer einen wichtigen Beitrag zum sozialen Leben in Neu-Isenburg leistet. Selbst die sozial Schwächsten haben hier eine Möglichkeit Essen und Unterstützung zu bekommen.

Frau Anne Janz bedankte sich bei Pfarrer Martin Berker stellvertretend für die Kirchengemeinde von St. Josef dafür, dass diese die Räume und die Zeit aufbringt, dies zu ermöglichen und damit ein Zeichen gesetzt wird, dass die Katholische Kirche auch für etwas anders steht, als es die negativen Nachrichten in den Medien uns zur Zeit denken lassen.

Zum Schluss des Besuches überreichte Bürgermeister Herbert Hunkel der Staatssekretärin eine Broschüre, welche die vielen sozialen Projekte in Neu-Isenburg dokumentiert. Er betonte, dass in unserer Stadt alle willkommen sind, mit dem Hinweis der Gründung durch die Hugenotten, die als Flüchtlinge hier eine Heimat gefunden hatten.

Der Bürgermeister überreichte danach eine Spende der Stadt an Frau Maria Sator-Marx und bedankte sich bei ihr stellvertretend für ihr ganzes Team, für deren Hilfe und den unermüdlichen Einsatz.

Besuch der Staatssekretärin Frau Anne Janz in der Speisekammer St. Josef Neu-Isenburg.

Die Speisekammer St. Josef Neu-Isenburg. (c) Tobias Thiel
Besuch der Staatssekretärin Frau Anne Janz in der Speisekammer St. Josef Neu-Isenburg. (c) Tobias Thiel
Besuch der Staatssekretärin Frau Anne Janz in der Speisekammer St. Josef Neu-Isenburg. (c) Tobias Thiel
Besuch der Staatssekretärin Frau Anne Janz in der Speisekammer St. Josef Neu-Isenburg. (c) Tobias Thiel
Erste Bürgerin Frau Christine Wagner, Bürgermeister Herbert Hunkel, Staatssekretärin Frau Anne Janz  und Frau Maria Sator-Marx (c) Tobias Thiel
Frau Anne Janz, die Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (c) Tobias Thiel
Speiselammer St. Josef (c) Speiselammer St. Josef
Speiselammer St. Josef