Schmuckband Kreuzgang

Impulse zum 19. Sonntag im Jahreskreis

Labyrinth Zittau (c) Foto von E.Föhrenbacher privat
Labyrinth Zittau
Datum:
So 9. Aug 2020
Von:
E.+L. Föhrenbacher

Urlaub – Kraft tanken, Zeit haben für Dinge, zu denen man sonst nicht kommt, Leben ohne Uhr, die Seele baumeln lassen...

Aber auch Zeit zum Nachdenken: Bin ich zufrieden mit meinem Weg? Was möchte ich verändern, anders machen? ...  Gestärkt an Leib und Seele starten wir wieder in den Alltag!

Wir sind auf dem Weg, jeden Tag neu, unser Weg hat viele Kurven, manchmal auch Umwege oder Sackgassen, die Richtung muss neu bestimmt werden, da liegen oft auch Steine, die weggeräumt werden müssen oder über die man klettern muss.

Schon unsere Vorfahren in den großen Kathedralen haben versucht, ein Bild für unsere Lebenswege zu finden – so ist das Bild des Labyrinths entstanden. Wir sind auf dem Weg – wir können nur bis zur nächsten Biegung sehen. Wie es im Labyrinth unseres Lebens weitergeht, wissen wir nicht. Mit Zuversicht und Gottvertrauen gehen wir weiter um die Kurve, zu unserer Mitte – mal sind wir ganz weit weg mal nah dran.

Gott ist immer bei uns, er hält uns in seiner Hand, so wie im Evangelium des 19. Sonntags im Jahreskreis – Petrus vertraut und wagt sich auf den See Genezareth Jesus entgegen – dann verlässt ihn sein Zutrauen – er ruft Jesus um Hilfe – Jesus streckt seine Hand aus und Petrus hat wieder Kraft, auf Jesus zuzugehen. Haben wir Vertrauen auf unserem Weg – Gott geht mit uns, er hilft uns, die Aufgaben zu bewältigen, die sich uns stellen, er unterstützt uns aber auch, wenn wir merken, dass Veränderungen nötig sind, damit es unseren Mitmenschen und uns besser geht. Gott streckt uns seine Hand immer entgegen - wir dürfen Vertrauen haben, zupacken und unseren Weg gehen.

E.+L. Föhrenbacher