„Seid allezeit fröhlich …“ (1 Thess 5,16). Mit diesen Worten erinnert uns Paulus daran, dass die Grundhaltung des Christenmenschen, der an Jesu Frohe Botschaft glaubt, die Freude sein soll.
Die Freude, die uns Jesus schenken will, ist mehr als Spaß, mehr als Unterhaltung, mehr als ein Vergnügen, das einem bereitet wird, das man genießt und das vorbeigeht. Die Freude, die aus dem Glauben an Jesus kommt, ist eine andauernde Grundstimmung des Lebens, die das Leben in seinen Höhen und Tiefen tragen und bereichern kann.
„Humor ist, wenn man trotzdem lacht“. Sicher, es gibt vieles in unserer Zeit, worüber wir vielleicht lieber weinen würden: Wir wissen nicht, wie lange noch der Ukraine-Krieg dauern wird, welche Folgen er auch für uns noch haben wird. Wir wissen nicht, wie wir die vielfältigen Krisen in unserer Welt und in unserer Gesellschaft bewältigen werden. Wir wollen die vielfältigen Nöte und das Leiden in dieser Welt nicht verdrängen; wir wissen aber auch „Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit“ (aus dem Lied: „Wer nur den lieben Gott lässt walten“).
Lachen und froh sein trotz manchem Ärger, den man hat, trotz Enttäuschungen, die einem widerfahren, trotz Sorgen und Probleme, die einen bedrängen. Der Glaube an Jesus Christus macht uns zu solchem Humor fähig. Wir haben eine neue Perspektive für unser Leben. Das gibt uns Kraft für unseren Alltag. Und wir können auch denen Freude schenken, die traurig sind und ohne Hoffnung. Das wünsche ich uns allen zur fünften Jahreszeit.
Pfarrer Karl Zirmer