DOMTURMSPITZE (c) Bistum Mainz / Blum (Ersteller: Bistum Mainz / Blum)

Alte Domturmspitze komplett abgenommen

DOMTURMSPITZE
Datum:
Fr. 12. Juli 2013
Von:
am/tob (MBN)

Spezialkran der Firma "Riga Mainz" übernimmt die spektakulären Hubarbeiten am Mainzer Dom

Mainz. Am Freitag, 12. Juli, ist die komplette Turmspitze des Westturms vom Mainzer Dom abgehoben worden. Am Morgen benötigte der Kran rund zehn Minuten, um den oberen Teil der Spitze aus 83 Metern Höhe auf den Marktplatz neben den Marktbrunnen zu heben.
DOMTURMSPITZE (c) Bistum Mainz / Matschak (Ersteller: Bistum Mainz / Matschak)
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Nachdem zur Mittagszeit die Verschalung für das Herabheben der unteren Hälfte der Spitze angebracht worden war, erfolgte kurz nach 16.00 Uhr der Hub des zweiten Teils. Als auch der untere Teil der Domturmspitze um 16.18 Uhr sicher auf dem Marktplatz ankam, gab es Applaus der zahlreichen Zaungäste für die Maßarbeit der Kranbesatzung an der abgesperrten Baustelle vor dem Dom. 

Bereits am Donnerstagnachmittag, 11. Juli, war die Verschalung der Firma Doka für den oberen Teil mit Hilfe eines Spezialkranes der Firma "Riga Mainz" auf den 83 Meter hohen Turm gebracht worden. Der 22 Meter lange, 108 Tonnen schwere und auf neun Achsen fahrende Kran war am Montag, 8. Juli, auf den Domplatz gefahren. Nach drei Tagen Aufbauarbeiten wurde der rund 100 Meter hohe Kran aufgerichtet; der Ausleger hat eine Länge von rund 60 Metern. Am Donnerstagmorgen war bereits die neu angefertigte Turmspitze mit Hilfe eines Tiefladers zum Domplatz transportiert worden.  

Erhebliche Schäden machen Austausch nötig 

Der Austausch der Spitze des Westturmes vom Mainzer Dom ist notwendig geworden, da im Zuge der seit 2001 laufenden Domsanierung erhebliche Schäden festgestellt wurden. Der eiserne Ringanker, mit dem die Spitze befestigt ist, war gerostet, so dass an vielen Stellen das Mauerwerk abgeplatzt und die Turmspitze instabil geworden ist. Die Steinmetze der Mainzer Dombauhütte haben in den vergangenen Monaten aus sieben Steinen eine Kopie der 7,5 Meter hohen und rund 20 Tonnen schweren Turmspitze aus Miltenberger Sandstein hergestellt.  

Mit einem Spezialkran der Mainzer Firma "Riga Mainz" wird die in zwei Teile zersägte alte Spitze aus 83 Meter Höhe heruntergehoben. Anschließend wird die Kopie, ebenfalls in zwei Teilen, auf den Dom gehoben. Die gesamten Kosten zum Austausch der Domturmspitze - inklusive der Neuvergoldung des „Domsgickels", also des Wetterhahns vom Mainzer Dom - belaufen sich auf rund 500.000 Euro. Finanziert wird der Austausch der Domspitze zum größten Teil durch den Mainzer Dombauverein. 

DOMTURMSPITZE (c) Bistum Mainz / Matschak (Ersteller: Bistum Mainz / Matschak)
DOMTURMSPITZE (c) Bistum Mainz / Matschak (Ersteller: Bistum Mainz / Matschak)
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