DOMTURMSPITZE--HECKWOLF (c) Bistum Mainz / Blum (Ersteller: Bistum Mainz / Blum)

Arbeiten zum Austausch der Domturmspitze beginnen am 8. Juli

DOMTURMSPITZE--HECKWOLF
Datum:
Do. 6. Juni 2013
Von:
tob (MBN)

Domdekan Heckwolf erläuterte die geplanten Arbeiten am Mainzer Dom

Mainz. Der Austausch der Westturmspitze des Mainzer Doms wird in den ersten drei Wochen der Sommerferien, ab Montag, 8. Juli, erfolgen. Das kündigte der Mainzer Domdekan, Prälat Heinz Heckwolf, am Donnerstag, 6. Juni, vor Journalisten in der Mainzer Dominformation an.

Während der Arbeiten, die in rund 83 Meter Höhe vom Marktplatz aus mit einem Kran der Firma „Riga" erfolgen, sind die Öffnungszeiten des Mainzer Doms aus Sicherheitsgründen eingeschränkt. Die Domturmspitze wird dabei in zwei großen Teilen vom Dom heruntergehoben und auch die Kopie in zwei Teilen nach oben gebracht. Die Steine werden zuvor in einer Verschalung, die die Firma „Doka" hergestellt hat, „verpackt".

Der Austausch ist notwendig geworden, da im Zuge der Domsanierung erhebliche Schäden festgestellt wurden. Der eiserne Ringanker, mit dem die Spitze befestigt ist, war gerostet, so dass an vielen Stellen das Mauerwerk abgeplatzt ist und die Turmspitze instabil geworden ist. Die Steinmetze der Mainzer Dombauhütte haben in den vergangenen Monaten aus sieben Steinen eine Kopie der 7,5 Meter hohen und rund 20 Tonnen schweren Turmspitze aus Miltenberger Sandstein hergestellt. Die gesamten Kosten zum Austausch der Domturmspitze - inklusive der Neuvergoldung des „Domsgickels", also des Wetterhahns vom Mainzer Dom - belaufen sich auf rund 500.000 Euro. Finanziert wird der Austausch der Domspitze zum größten Teil durch den Mainzer Dombauverein.

Aus Sicherheitsgründen wird um den Kran, der vor der Gotthardkapelle des Domes stehen wird, ein Bauzaun errichtet. Zum Aufbau und Abbau des Krans (was jeweils rund drei Tage dauert) werden außerdem weitere Hilfskräne vor dem Dom aufgestellt. An den Markttagen werden daher auch nicht alle Stände an den gewohnten Plätzen aufgebaut werden können. Heckwolf dankte den Marktbeschickern und der Stadt Mainz für ihre große Kooperationsbereitschaft bei den notwendigen Arbeiten. Zu den sorgfältigen Planungen, die im Vorfeld des Austausches durchgeführt wurden, gehören auch die aktuellen Bodenuntersuchungen vor dem Dom. Dort wird von einem Bodengutachter am geplanten Standort des Krans derzeit bis in 1,60 Meter Tiefe der Untergrund untersucht.

Derzeit würden Gespräche mit der Stadt Mainz über einen möglichen Standort für die alte Domspitze geführt, sagte Heckwolf. Es gebe Überlegungen, sie auf der Mainzer Zitadelle an einem Standort namens „Bastion Alarm" aufzustellen. Von dort hätte man einen direkten Blick auf die neue Domspitze. Derzeit werde dort der Untergrund für eine mögliche Aufstellung geprüft.

Nach Angaben von Dipl.-Ing. Kathrin Marx von der Firma Riga Mainz GmbH & Co. KG. wird der größte Mobilkran der Firma zum Einsatz kommen, der bis zu 750 Tonnen heben kann. Für die Arbeiten am Dom wird ein Ausleger von 60 Metern benötigt. Für den Austausch selbst sei sie zuversichtlich, sagte Marx. Verzögerungen könnten jedoch durch Stürme oder Gewitter eintreten.

Eingeschränkte Öffnungszeiten des Mainzer Domes

Während der Arbeiten zum Austausch der Domturmspitze, die voraussichtlich von Montag, 8., bis Montag, 29. Juli, dauern werden, ist der Mainzer Dom aus Sicherheitsgründen nur eingeschränkt für die Öffentlichkeit zugänglich. In dieser Zeit ist der Dom montags bis samstags nur von 6.00 bis 9.00 Uhr für die Werktagsgottesdienste geöffnet und ab 9.00 Uhr geschlossen. Der Zugang ist dann allerdings nur über das Liebfrauenportal möglich. Die Öffnungs- und Besichtigungszeiten an den Sonntagen bleiben in dieser Zeit unverändert.