DOMSGICKEL--HECKWOLF (c) Bistum Mainz / Matschak (Ersteller: Bistum Mainz / Matschak)

„Domsgickel“ ist wieder auf der Erde

DOMSGICKEL--HECKWOLF
Datum:
Mi. 27. Feb. 2013
Von:
am (MBN)

Wetterhahn vom Westturm des Mainzer Domes wird restauriert

Mainz. Der Wetterhahn auf dem Westturm des Mainzer Domes, der so genannte „Domsgickel“, ist am Mittwoch, 27. Februar, von der Turmspitze geholt worden. Mitarbeiter der Mainzer Dombauhütte brachten ihn von der Spitze des Westturms zur Gerüstbrücke über dem Südquerhaus herunter, wo er von Domdekan Prälat Heinz Heckwolf vor Journalisten entgegengenommen wurde. In den kommenden Wochen werden der Wetterhahn und das Kreuz, das ebenfalls abgenommen wurde, restauriert.
DOMSGICKEL (c) Bistum Mainz / Matschak (Ersteller: Bistum Mainz / Matschak)
DOMSGICKEL

Der vergoldete Wetterhahn des Mainzer Domes ist 1,12 Meter breit und 95 Zentimeter hoch und wurde 1773 von J.G. Hebel gefertigt. Kopf, Rumpf und Beine sind aus Kupferblech getrieben, die Schwanzfedern aus Blech. Neuvergoldungen fanden bereits 1845, 1901, 1926 und 1954 statt. Der Wetterhahn und das Kreuz krönen die Spitze des Westturms des Mainzer Dom, die 1774 entstand. Architekt war Franz Ignaz Michael Neumann, Sohn des Würzburger Baumeisters Balthasar Neumann. Der Westturm des Mainzer Domes hat eine Höhe von 82,5 Metern.

Derzeit entsteht in der Mainzer Dombauhütte eine Kopie der Turmspitze. Der Austausch der Turmspitze ist notwendig geworden, da im Rahmen der Domsanierung erhebliche Schäden festgestellt wurden. Der eiserne Ringanker, mit dem die Spitze befestigt ist, ist gerostet, so dass an vielen Stellen das Mauerwerk abgeplatzt und die Turmspitze instabil geworden ist. Daher wurde im Jahr 2011 beschlossen, eine Kopie der 7,5 Meter hohen und 22 Tonnen schweren Turmspitze aus sieben neuen Steinen zu erstellen. Der Austausch der Domturmspitze ist im Juli dieses Jahres geplant. Finanziert wird der Wechsel der Domturmspitze vom Mainzer Dombauverein.