„Synodalität ist zuallererst eine Haltung, zeigt sich aber auch in Strukturen“ – so steht es in einem Papier, das der Pastoralrat des Bistums Mainz nach längerem Beratungsprozess einstimmig verabschiedet hat und das nun auch veröffentlicht werden soll.
Definition von Synodalität (PDF)
Der Bistumsleitung und den haupt- und ehrenamtlichen Delegierten in den Räten war es wichtig, mit diesem Text eine Grundlage zu formulieren, wie das Bistum Mainz den Begriff „Synodalität“ verstehen und auch umsetzen möchte.
Dabei wird ausgehend vom Abschluss-Dokument der Weltsynode das Hören auf den Geist Gottes und aufeinander als Voraussetzung für alles weitere Beraten und Entscheiden verstanden.
Um das auch für die Praxis handhabbar zu machen, sollen nun ausgehend von dieser Grundlage Konkretisierungen formuliert werden, beispielsweise für die Arbeit der Pfarreiräte.
Dem Diözesanen Synodalteam, das die Gespräche zum Thema im Bistum koordiniert, ist es parallel dazu wichtig, diese beschriebene synodale Haltung des Zuhörens auf breiter Basis einzuüben. Dazu soll insbesondere die bei der Weltsynode erprobte Methode des „Synodalen Gespräch im Geist“ dienen.
Sowohl Pastoralrat als auch Diözesanversammlung haben das in den letzten Wochen erstmals gemeinsam probiert und sind von diesem geistlichen Format überaus angetan. „Es verändert die Gesprächskultur insgesamt“, ist nicht nur die Aussage von Bischof Dr. Peter Kohlgraf und der Geschäftsführenden Vorsitzenden, Dr. Susanne Barner, sondern von zahlreichen Mitgliedern.
Um möglichst viele Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit dem „Synodalen Gespräch im Geist“ vertraut zu machen, bietet das Diözesane Synodalteam gemeinsam mit dem Institut für Spiritualität im kommenden Jahr mehrere Kurse an, u. a. je zweistündige Online-Formate am 13. Januar 2027 und 09. April 2027. Näheres ist dem neuen Jahresprogramm des Instituts für Spiritualität zu entnehmen.