Weltsynode weitergedreht

Logo Weltbischofssynode bis 2028 (c) Weltbischofssynode
Datum:
Mo. 2. Feb. 2026
Von:
Anja Weiffen/ Glaube und Leben

Was folgt für die einzelnen Bistümer aus der Weltsynode 2021 bis 2024? Im Bistum Mainz wird am 7. Februar mit Bischof Peter Kohlgraf an der Synodalität gearbeitet. Vor gut einem Jahr endete die Weltsynode. Erstmals bei einer Synode waren alle Gläubigen – Priester, Ordensleute und Laien – eingeladen, gemeinsam darüber zu beraten, wie eine synodale Kirche gestaltet werden kann. 

Papst Franziskus hatte Synodalität auf die Agenda gesetzt. Nun ist es an den Bistümern, die Ergebnisse der Weltsynode weiterzuentwickeln. Synodalität bezeichnet in der katholischen Kirche das Verständnis von Kirche als „gemeinsamer Weg“. Der Begriff meint das gemeinsame Hören, Beraten, Unterscheiden und Entscheiden aller Mitglieder des Volkes Gottes.

Im Bistum Mainz findet dazu am Samstag, 7. Februar, von 10 bis 15.30 Uhr eine Veranstaltung mit Vorträgen und Workshops unter dem Titel „Eine Kirche – Viele Wege“ mit Bischof Peter Kohlgraf im Kolpinghaus in Mainz statt. Martina Reißfelder, Ansprechpartnerin im Bistum für die Weltsynode, sagt: „Haupt- und Ehrenamtliche aus dem Bistum haben sich an den einzelnen Beratungsetappen der Weltsynode beteiligt. Ein ähnliches Interesse gab und gibt es an den Themen des Synodalen Wegs der Kirche in Deutschland. Jetzt muss es darum gehen, zu fragen, inwieweit weltweite und nationale Bemühungen um ein zukunftsfähiges Miteinander in der Kirche Auswirkungen auf uns im Bistum haben.“

Die Impulsvorträge kommen von Bischof Kohlgraf und Schwester Birgit Weiler aus Peru. Weiler gehört der Ordensgemeinschaft der Missionsärztlichen Schwestern an. Sie war Beraterin des Synodensekretariats. „Wir haben eine profilierte Frau gesucht, die an den Vollversammlungen der Weltsynode in Rom in irgendeiner Form beteiligt war“, sagt Reißfelder. „Außerdem war uns der Blick der globalen Kirche wichtig.“

Bei den Workshops soll unter anderem mit der Methode „Gespräche im Geist“ gearbeitet werden, „weil sie eine Haltung des Zuhörens einübt, die für echte Synodalität unerlässlich ist“, erläutert Reißfelder. Bei der Methode geht es darum, Eigeninteressen, Eitelkeiten und Einflüsse des Zeitgeists zu vermeiden, um nicht nur die eigene Stimme zu hören, sondern auch die der anderen und die des Heiligen Geistes. Ziel ist es, alle einzubeziehen. Die Veranstaltung soll dokumentiert werden. Im Anschluss ist auch geplant, konkrete Handlungsvorschläge zu formulieren.


// Anja Weiffen

Infos und Anmeldung auf: bistummainz.de