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Fastenzeit

Fastenzeit (c) Sarah Frank (www.pfarrbriefservice.de)
Fastenzeit

Als Fastenzeit, auch österliche Bußzeit genannt, bezeichnet man die 40 Tage dauernde Vorbereitung auf Ostern. Sie beginnt mit dem Aschermittwoch und endet in der Osternacht. Allerdings gelten die Sonntage in der Fastenzeit nicht als Fastentage und werden deshalb auch nicht mitgezählt - daher sind es 40 Fastentage.

Diese Zeit erinnert besonders an die 40 Tage, die Jesus in der Wüste fastete, betete und vom Teufel in Versuchung geführt wurde. In Gottesdiensten, Andachten und Gebeten während der Fastenzeit erinnern wir Christen uns an das Leiden und Sterben von Jesus Christus. So sollen wir unseren eigenen Lebensweg verstehen lernen, als Teil eines gemeinsamen Schicksals mit Jesus Christus, der das Kreuz getragen und dadurch die Welt erlöst hat.

Für die Fastenzeit werden uns drei Dinge mit auf den Weg gegeben: zu beten, zu fasten und zu geben. Wir sollen uns in der Fastenzeit besonders gegen Not und Ungerechtigkeit einsetzen. Das können wir tun, indem wir zum Beispiel die Hilfswerke der Kirchen – z.B.  das Hilfswerk Misereor, welches alljährlich in der Fastenzeit seine Fastenkollekte durchführt - unterstützen.

Beten und fasten dagegen sind sehr stark nach innen gewandt. Man soll sich selbst und sein Leben in den Blick nehmen – befreit vom Ballast des angenehmen Lebens. Die Fastenzeit gilt als Zeit der inneren Umkehr, in der man nicht immer nur an sich denkt, sondern Verzicht übt zugunsten anderer und den Dialog mit Gott sucht, um das wirklich Wichtige in den Blick zu nehmen.