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Karfreitag

Kreuzigungsdarstellung auf dem Cerro Monje (Provinz Misiones) in Argentinien. (c) Markus Schenk
Kreuzigungsdarstellung auf dem Cerro Monje (Provinz Misiones) in Argentinien.

Der Karfreitag steht im Zeichen des Leidens und des Kreuzestodes Christi. In dem Begriff "Karfreitag" steckt das althochdeutsche "kara", was übersetzt Wehklage oder Trauer bedeutet. An diesem Tag kommen wir zur Todesstunde Christi - um 15:00 Uhr - zu einem Wortgottesdienst zusammen, der Liturgie vom Leiden und Sterben Jesu Christi.

Der Karfreitagsgottesdienst ist in seiner Form im Kirchenjahr einmalig. Er besteht aus drei Teilen: dem Wortgottesdienst, der Kreuzverehrung und der Kommunionfeier. Der Wortgottesdienst wird still eröffnet. Die Passion wird verlesen und das Sterben Jesu als Erlösungssieg gefeiert. "In den abschließenden großen Fürbitten betet die Kirche, dass das Leiden des Herrn fruchtbar werde für die Welt."

Zur Kreuzverehrung wird das Kreuz mit dem Ruf "Ecce lignum crucis" herbeigebracht – "Seht das Holz des Kreuzes". Das Kreuz wird dreimal feierlich erhoben. Die Christen antworten jeweils "Venite adoremus" ("Kommt, lasset uns anbeten"), sie knien nieder und verehren das Kreuz still. Durch das Knien und die Kniebeugen huldigen Priester und Gemeinde dem leidenden Jesus Christus als König und Sieger, der durch seinen Tod am Kreuz der Welt das Leben bringt. Abschließend beten die Gläubigen das Vaterunser und empfangen die heilige Kommunion. Gebet und Segen beschließen die Feier.